Jeder Mensch braucht einen Coach

Veröffentlicht am 13 November 2019 von Verena Arnold
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Vielen Menschen ist es noch nicht bewusst, aber in der heutigen Zeit sind die Anforderungen an jeden einzelnen von uns so hoch, dass kaum jemand das auf Dauer allein bewältigen kann, zumindest nicht, wenn er nicht in einer nicht zufriedenstellenden Position verharren möchte, sondern Ziele hat, deren Erreichung auch persönliches Wachstum voraussetzt. Man muss also keine offensichtlichen Probleme haben, um von der Arbeit eines Coaches zu profitieren. Dann aber natürlich ganz besonders.

Um mehr über dieses Thema zu erfahren, haben wir mit Dr. Susanne Klein gesprochen, die schon mit 12 Jahren das Ziel hat Psychologin zu werden und mit Menschen zu arbeiten. Vor 54 Jahren in Darmstadt geboren und aufgewachsen, machte sie dort auch ihr Abitur. Studiert hat sie dann in Frankfurt und München. Vor 12 Jahren kehrte sie nach Darmstadt zurück, wo sie bis heute lebt und arbeitet. Immer noch interessiert sie alles, was mit dem Verhalten und den Haltungen von Menschen zu tun hat. Außerdem interessiert sie sich für alles im Bereich Neuropsychologie, Immunologie und Parasitologie.

Ihre Ausbildung ist sehr vielseitig und umfasst zum Beispiel das Studium der Psycholinguistik und Psychologie, sowie eine Universitäts-Ausbildung zur Rhetorik-Trainerin. Nach dem Studium hat sie erst die journalistische Laufbahn eingeschlagen, um später zu Training und Personalentwicklung zurück zu kehren. Zuerst war sie als angestellte Personalentwicklerin und Führungskräftetrainerin tätig, inzwischen aber schon seit 25 Jahren selbstständig. Sie  berät, trainiert und coacht Menschen in Organisationen. Sie schreibt auch gerne Artikel und Bücher, weil sie das zu Papier bringen ihrer Gedanken gut sortiert. Zu diesen Themen hält sie auch sehr gerne Key Notes.

Sie würde diesen Beruf immer wieder wählen. In letzter Zeit kommen immer mehr Menschen mit privaten Anliegen auf sie zu. Dieses Vertrauen empfindet sie als Ehre und nutzt ihre  Fortbildungen im Bereich Familientherapie zur Beratung.

Ihr Unternehmen begann sie 1994 zunächst mit klassischen Trainings. Später kam das Thema Einzelcoaching hinzu, und so hat sie sich weiter qualifiziert und ist schließlich Coachausbilderin geworden. Im Coachingverband European Mentoring and Coaching Council  ist sie im Deutschen Vorstand tätig. Sie verantwortet die Qualität und die Akkreditierung von Coaches.

Die Arbeit ihres Unternehmens basiert auf der Frage: Wie können Menschen einfacher und besser für sich selbst und mit anderen zusammenarbeiten? Heute interessieren sie besonders die New Work Ansätze, die endlich das aufgreifen, was sie schon 25 Jahre beschäftigt. Sie empfindet es als sehr wohltuend zu beobachten, dass inzwischen wieder Kompetenz führt und Menschen sich zunehmend auf Augenhöhe begegnen können.

Dies ist ihr auch wichtig, wenn sie mit selbstständigen Kooperationspartnern gemeinsam arbeitet. Sie stellt daher die Teams immer so zusammen, dass sie auf die Anfragen passen.

Unsere Interviewpartnerin und Coach Susanne Klein

 

Susanne, wie schaffst du es, dass du Hürden und Herausforderungen immer mit Humor nimmst?

Das Leben ist kurz und intensiv. Wenn Herausforderungen und Hürden anstehen, dann mache ich mir das bewusst. Ich frage mich immer danach, was ich tatsächlich erreichen möchte. Was möchte ich? Was tut mir gut und was braucht mein Umfeld? Wir erhalte ich meine Balance? Was muss geschehen, damit ich jeden Tag beste Leistung liefern kann? Das erhält mich aufrecht und aktiv. Um diese Fragen gut beantworten zu können, braucht es Distanz zu sich selbst und zum Thema. Das gelingt am besten mit Humor. Ich lache immer wieder über mich. Genau wie alle anderen Menschen auch, sitze ich manchmal absurden Vorstellungen auf oder verfolge für eine Weile Ziele, die nicht richtig sind für mich. Wenn ich das erkenne, dann grinse ich. Und wenn ich es nicht erkenne, dann hoffe ich, dass ein mir nahestehender Mensch mir auf die Schulter tippt und sagt: „Merkste was?“. Und dann kann ich es ändern und lächelnd einen anderen Weg einschlagen.

 

Welche lösungsorientierte Zusatzausbildungen hast du absolviert? Sind diese Ausbildungen erforderlich, um als Coach arbeiten zu können?

Ich habe mich neben Verhaltenstherapie auch Systemische Therapie gemacht. Hier stand die Familientherapie im Vordergrund. Am meistens interessiert hat mich aber der Provokative Stil von Frank Farrelly. Darüber hinaus bin ich Heilpraktikerin für Psychotherapie. Aus meiner Sicht ist eine therapeutische Zusatzausbildung und auch das Wissen über psychische Erkrankungen und dem Umgang mit diesen sehr wichtig als Coach. Die dort erworbenen Kompetenzen halte ich immer auf dem neusten Stand und setze sie regelmäßig ein.

Menschen kommen in der Regel nicht nur mit einem Thema zu mir, sondern als ganzer Mensch. Eine breite und solide Ausbildungsbasis gibt Coaches die Möglichkeit, mit allen Lebenslagen umgehen zu können. Grundsätzlich lernt man als Coach nie aus. Unsere Umwelt und die beruflichen wie privaten Anforderungen verändern sich permanent. Und wir alle mit. Alte „Rezepte“ funktionieren in unserer neuen Welt nicht mehr. Ein guter Coach bleibt deswegen immer aktiv und aufgeschlossen gegenüber neuen Methoden. Auch Apps und Skype oder Online Coaching gehört heute zum Standard.

 

Gibt es bestimmte Elemente, die du als Coach immer bei dir hast?

Ich habe immer einen wachen Verstand dabei und kann fühlen, wie es meinem Gegenüber geht. Ich achte darauf, selbst in einem guten Zustand zu sein, um mich ganz auf den anderen einlassen zu können. Besondere Utensilien brauche ich nicht. Man kann in jedem Kaffeehaus mit Milchdöschen und Zuckerstückchen eine Lebensumwelt aufstellen, um gemeinsam einen besseren Überblick zu bekommen.

Block und Stift helfen natürlich auch. Das Verstehen und Lösungen suchen gelingt genauso gut in der Natur, deswegen habe ich im Auto immer bequeme Schuhe. Wichtiger Begleiter sind auch immer die Notizen der letzten Sitzung. So gelingt es, für den Coachee einen längeren Bogen zu spannen und nicht nur ad hoc Lösungen für aktuelle Themen zu finden. Die Probleme, denen wir in unserem Leben begegnen, haben auch immer etwas mit uns selbst zu tun. Deswegen löst sich manches auf, wenn man sich innerlich anders aufstellt und die Dinge neu betrachten kann.

 

Wie wird deine Arbeit vergütet? Hast du einen festen Stundensatz?

Meine Klienten legen sich meist auf einen Zeitraum fest, in dem Sie gerne mit mir zusammenarbeiten möchten. Oft vereinbaren wir einen Vertrag über ½ oder 1 Jahr mit monatlichen Treffen. Manchmal bin ich auch nur einmal mit einer Person zusammen. Wir nutzen dann zwei oder vier Stunden, wenn es komplexere Themenstellungen sind, auch mal einen ganzen Tag und erarbeiten eine Lösung.

Ich habe unterschiedliche Stundensätze für Großunternehmen, Kleinunternehmen und Privatzahler. Ich biete auch 10+2 an, also zehn Stunden bezahlen und 12 genießen. Inzwischen bin ich auch Bafa gelistet. Das bedeutet, dass das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle die Beratung von Kleinunternehmen (bis 250 Mitarbeitern), also meine Arbeit unterstützt, indem mindestens 50 Prozent von meinem Honorar erstattet werden. Das interessiert besonders Ärzte, Agenturen, Berater und Geschäftsführer von Kleinunternehmen.

 

Weil man sich selbst nicht objektiv sieht

Oft fragt man sich, warum man dieses oder jenes Problem einfach nicht lösen kann, obwohl doch alles so logisch erscheint. In der Regel liegt es daran, dass der eigene Blickwinkel nicht alle Perspektiven zeigt. Genau da kann die Arbeit eines Coaches ansetzen, der mit dem Blick von außen genau das sieht, was einem selbst nicht möglich ist, und so gezielte Lösungsansätze vorschlagen kann. Wir bedanken uns bei Dr. Susanne Klein für ihre Zeit und dieses informative Gespräch.

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