Achtung, Tango tanzen kann süchtig machen!

Veröffentlicht am 31 März 2020 von Verena Arnold
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Margit Dels arbeitet hauptberuflich als Schulsekretärin an einer Berufsschule in ihrer Heimatstadt Bamberg. Seit rund 1995 Jahren tanzt Margit mit Begeisterung Tango Argentino. Seit sie das Tangofieber so richtig gepackt hatte, reist Margit jährlich nach Buenos Aires. Dort nahm sie bei verschiedenen professionellen Tangolehrern Unterricht. So wurde Margit schließlich Vorsitzende beim Bamberger Tangoverein, wo sie auch selbst mit Ihrem Tanzpartner Matthias Meyer unterrichtet.

„Kennengelernt habe ich diesen wunderschönen Tanz durch meine Schwägerin Christine, die in Bremen hauptberuflich als Tangolehrerin arbeitet“, erzählt Margit. „Dass es eine Tangoszene hier in Bamberg gibt, haben wir ihr zu verdanken.“ Seit seiner Gründung ist der Verein ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt Bamberg geworden.

Mit der Anmietung des Raumes „El Puente“ erfüllte sich Margit mit ihren TangofreundInnen einen lange gehegten Traum. Durch Untervermietung des Raums schufen sie zudem eine Möglichkeit für andere Gruppen, Standardtänze sowie Swing zu tanzen. Bei Margit sind alle Tanzniveaus erwünscht – vom „blutigen“ Anfänger bis zum erfahrenen „Salonlöwen“. Das Ziel lautet: Entspannt und ohne Anstrengung Tango zu tanzen.

Unsere Interviewpartnerin ist Tangolehrerin Margit Dels

 

Worum handelt es sich bei Tango Bamberg? Welche Kurse kann man bei Tango Bamberg besuchen?

Der vollständige Name unseres eingetragenen Vereins lautet  „Tango y más e. V.“ Bei uns kann man „nur“ Tango Argentino tanzen und lernen. Wir beginnen zweimal im Jahr mit einem Grundkurs, an den sich wöchentliche Aufbau- und Fortgeschrittenenkurse anschließen. Diese Kurse finden mittwochs und donnerstags im freien Kurssystem statt. Zusätzlich organisieren wir zweimal im Jahr größere Veranstaltungen mit Live-Musik. Dafür engagieren wir meistens Tango-Orchester aus Argentinien oder natürlich auch europäische Orchester.

 

Tango macht etwas mit den Menschen. In Deutschland gibt es Managementseminare, in denen man beim Tangotanzen lernen soll, besser aufeinander einzugehen. Was ist das Geheimnis? Was macht eure Kurse so besonders?

Beim Tango steht natürlich die Musik an erster Stelle. Meist ist sie melancholisch, schwermütig und dabei anspruchsvoll. Nach dieser Musik zu tanzen und sie zu interpretieren ist eine Herausforderung. Es gibt jedoch neben dem klassischen Tango noch verschiedene andere Rhythmen: Tango Vals, Milonga, Canyengue und Candombe. Alle Tänze werden mit ungefähr den gleichen Schritten getanzt, jedoch in verschiedenen Tempi. Die Schritte werden improvisiert. Normalerweise tanzt man auf einer Milonga – also einer Tanzveranstaltung – mit vielen unterschiedlichen Tänzer*Innen. Für Managementseminare ist interessant, dass man beim Tango körperliche Nähe mit Fremden zulassen muss. Tango ist nonverbale Kommunikation. Wichtig ist dabei auch, dass man sich mit seinem eigenen und dem Körper des anderen auseinandersetzt, um eine Verbindung zu schaffen. Wir versuchen in unseren Kursen unseren Teilnehmern das nötige Handwerkszeug zu vermitteln und begleiten sie bei ihrer tänzerischen Entwicklung mit viel Einfühlungsvermögen und Spaß. Wir empfinden es als Geschenk, wenn man mit den Tänzer*Innen immer wieder zusammen lernen, voranschreiten und neues entdecken kann.

 

Was macht das Tanzen mit Beziehungen? Kann tanzen Therapie sein? Kann man auch ohne Tanzpartner zu den Kursen erscheinen?

Ich frage nicht: „Was macht das Tanzen mit Beziehungen?“, sondern spreche vom „Tango tanzen in Beziehungen“. Denn das Erlernen von Standardtänzen und das des Tangos, ist ein himmelweiter Unterschied. Beim Tango muss man wirklich „Führen und Folgen“ lernen. Es ist sehr wichtig, sich auf den anderen einzulassen. Das kann in Beziehungen zu Krisen, aber auch zu neuen Erfahrungen führen. Therapeutisch ist Tango tanzen auf jeden Fall. Man lernt viel über sich und über seinen Körper. Auch das Loslassen ist ein wichtiger Aspekt.

 

Welche Art Mensch muss man sein, um Tango tanzen zu wollen? Was fehlt jemandem, der nicht tanzt?

Jeder kann Tango lernen, egal, ob man jung oder alt ist, klein oder groß, dick oder dünn, ob als Single oder als Paar. Jemand, der nicht Tango tanzt, hat einfach noch nicht die Sucht kennengelernt, sich mit einer Tanzpartnerin oder einem Tanzpartner gemeinsam zur Musik zu bewegen und die Musik zu fühlen.

Der vollständige Name des eingetragenen Vereins lautet  „Tango y más e. V.“

 

Beim Tango tanzen, sich selbst und seinen Körper kennenlernen

Wer noch nicht Tango tanzt, hat es einfach noch nicht ausprobiert, sich auf eine Tanzpartnerin oder einen Tanzpartner einzulassen und gemeinsam die Musik zu fühlen, meint die Vorsitzende des Bamberger Tango-Vereins Margit Dels. Sich nach den melancholischen, schwermütigen und dabei zugleich anspruchsvollen Rhythmen des Tango Argentino zu bewegen, ist anspruchsvoll. Mit zusätzlicher Körperarbeit, viel Einfühlungsvermögen und Spaß vermittelt der Verein Anfängern das nötige Handwerkszeug dafür. 

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