Auf die Plätze, fertig, lächeln!

Veröffentlicht am 24 April 2019 von Verena Arnold
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Die Fotografie ist ein Handwerk und eine Kunst. Eine teure Kamera produziert vielleicht qualitativ gute Fotos, doch um die Atmosphäre einzufangen braucht es mehr, als das. Ein guter Fotograf probiert aus, animiert die Leute und berät sie. Im Interview mit Matthias Leitzke wollten wir mehr über den Beruf eines selbstständigen Fotografen herausfinden.

Matthias Leitzke aus Wolfsburg arbeitet seit 12 Jahren als selbstständiger Fotograf. Der 42-jährige ist Alleinkämpfer und leitet sein Unternehmen von zu Hause aus, wo er sich statt einer Garage ein Studio baute. Nur wenn mal sehr viel zu tun sein sollte, holt er sich Unterstützung auf Stundenlohnbasis. Dort nimmt er Aufträge verschiedenster Natur an. So macht er neben Zeitungsfotografie auch Event Fotografie oder Portraits. Eigentlich ist der Vater von zwei Söhnen Diplom-Ingenieur für Architektur und Städtebau. Bereits während seines Studiums arbeitete er jedoch als freier Fotograf bei der WAZ, wo er den Job lieben lernte. So sehr, dass er nach dem Studium direkt umsattelte.

So bewarb Leitzke sich beim Berliner Lette-Verein für die schulische Ausbildung zum staatlich geprüften Fotodesigner, wo er beim 2. Anlauf seine Zusage bekam.

Seine Selbstständigkeit bereut Matthias Leitzke nicht. Er schätzt vor allem die Freiheit, unter der Woche privates unternehmen und sich um sich selbst kümmern zu können. Seine Kunden vernachlässigt er jedoch trotzdem nicht.

Unser Interviewpartner Matthias Leitzke ist selbstständiger Fotograf

 

Matthias Leitzke, woher kommt Ihre Liebe zur Fotografie? Welche Bedeutung hat die Fotografie in Ihrem Leben? Hat sich Ihr Schwerpunkt der Fotografie seit den Anfängen verändert?  

Wie gesagt, komme ich aus der klassischen Pressefotografie für eine Tageszeitung. Bevor ich 1998 bei der WAZ als freier Fotograf angefangen habe zu jobben, hatte ich recht wenige Berührungspunkte zur Fotografie. Klar hatte ich ein Fotoapparat im Schrank liegen, den ich aber eher selten genutzt habe. Mich hat in erster Linie der ständige Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen fasziniert, den die Zeitungsfotografie mit sich bringt. Ich könnte z.B. nicht tagein-tagaus nur im Studio irgendwelche Produktfotos machen. Das wäre überhaupt nicht mein Ding. Ich muss raus und unterwegs sein. Dadurch, dass meine Tätigkeit für die Zeitung nach Beginn meiner Selbstständigkeit langsam immer weniger geworden ist, hat sich mein Schwerpunkt schon etwas verändert. Im Vergleich zu den Zeitungskollegen habe ich schlichtweg mehr Zeit auf Terminen und kann dadurch viel mehr beobachten.

 

Welche Philosophie verfolgen Sie bei der Fotografie: gestellte Fotos oder dokumentarischer Blick? Welche Posen gehen gut, welche weniger?

„Der Kunde ist König“ ist meine ganz klare Philosophie bei meinen Aufträgen. Natürlich sage ich auch, wenn etwas gar nicht geht (technisch und/oder gestalterisch), aber letztendlich sagt mir der Kunde, was er haben möchte. Ich habe Veranstaltungen fotografiert, bei denen mir der Auftraggeber im Vorfeld gesagt hat, bitte nur dokumentieren und nichts arrangieren. Andererseits muss ich aber auch „Regie führen“ und die Leute animieren. Generell versuche ich immer für eine lockere und entspannte Atmosphäre zu sorgen. Wichtig ist, dass man den Leuten nicht auf die Nerven geht. Weniger ist mehr. Sprich kein Dauerfeuer. Wenn irgend möglich nicht ständig blitzen und das vorhandene Licht nutzen. Zum Glück hat sich die Technik der Digitalkameras in den letzten Jahren stetig verbessert.

 

Welche Technik verwenden Sie zum fotografieren von Events am liebsten und warum? Werden die Bilder retuschiert?

Ich arbeite auf Veranstaltungen gerne mit zwei Kameras. Auf beiden Kameras ist ein Zoomobjektiv. Einmal ein 24-70mm und einmal ein 70-200mm Brennweite. Die Kamera mit dem 24-70mm-Objektiv habe ich mit einem normalen Kameragurt um den Hals hängen. In der Regel habe ich hier auch einen Blitz aufgesteckt. Die Kamera mit den 70-200mm Objektiv habe ich mit einem Slinggurt an der Seite hängen. So bin ich komplett ausgestattet und muss nicht noch eine Fototasche mit mir rumschleppen, die mir nur im Wege wäre. Wenn ich zusätzlich noch Transportbedarf habe, mache ich mir von Think Tank einen Hüftgurt mit ein-zwei Taschen um. Sieht zwar nicht so richtig schick aus, ist aber sehr praktisch, da ich die Hände freihabe. Zusätzlich habe ich ganz gerne eine Leiter dabei, um für Übersichten einen erhöhten Aufnahmestandpunkt zu haben.

Selbstverständlich bearbeite ich meine Fotos, bevor ich sie zum Kunden schicke. Aber das ist, wie das Wort schon sagt, nur eine Bearbeitung (Schärfe, Helligkeit, Sättigung, Kontrast und ggf. Bildausschnitt). Eine regelrechte Bildretusche (Entfernen von Objekten etc.) findet nicht statt.

 

Wie soll man anfangen, wenn man Events fotografieren möchte? Gibt es einen Tipp, den Sie gerne an andere Fotografen weitergeben würden?

Es gibt öffentlich zugängliche Events bei denen man einfach „drauflosfotografieren“ kann. Wie zum Beispiel Flohmärkte, verkaufsoffene Sonntage, Schützenfeste etc. Da kann man super üben. Ich kann nur jedem empfehlen, sich als Fotograf auf Veranstaltungen viel zu bewegen. Mal linksrum, mal rechtsrum gehen. Die eigene Höhe variieren (Leiter, in die Hocke gehen). Nur so kann ich neue und spannende Perspektiven entdecken. Ganz wichtig ist, dass man selber Spaß an seiner Arbeit hat. Der überträgt sich dann auch auf die zu fotografierenden Personen. Ich habe die Tage ein Portrait einer Ärztin im Arbeitsumfeld gemacht. Sie begrüßte mich mit der Aussage, dass sie mich neulich auf einer Veranstaltung beobachtet hätte und gesehen hat, dass ich offensichtlich Spaß an meiner Arbeit habe.

Die Fotografie ist ein Handwerk und eine Kunst

 

Der Fotograf muss mit Vorsicht arbeiten

Als Fotograf hat man vor allem bei Events einen sehr abwechslungsreichen Job. Man muss Menschen animieren, die Blickwinkel wechseln, aus verschiedenen Perspektiven fotografieren und dabei am besten so unsichtbar wie möglich bleiben. Das wichtigste soll man dabei aber nicht vergessen: Spaß haben. Wie Matthias Leitzke uns erzählt, entstehen dann die besten Fotos und nicht nur das. Menschen merken, dass der Fotograf seine Arbeit mit Leidenschaft macht. So manch einer wird dadurch zu einem Kunden.

Wir bedanken uns für die interessanten Einblicke und wünschen Herrn Leitzke weiterhin viel Erfolg mit seiner Unternehmung.

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