Ausdruck purer Weiblichkeit

Veröffentlicht am 12 August 2019 von Verena Arnold
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Denkt man an orientalischen Tanz so ist das Wort Bauchtanz wohl einer der ersten Begriffe, die einem dazu in den Sinn kommen.

Man sieht wunderschöne Frauen mit strahlenden Augen und ganz viel glitzerndem Schmuck am Körper vor sich, wie sie in rhythmischen Bewegungen langsam und verführerisch ihre Becken zu arabischen Klängen, die einen an 1001 Nacht erinnern, kreisen.

Lina, die eigentlich Franziska Fink heißt, hat schon in sehr jungen Jahren die Faszination für diesen Tanzstil für sich entdeckt. 

Im Alter von 12 Jahren hat sie nach den Erfahrungen die sie bereits in Akrobatik, Kunstturnen und dem Standardtanz gemacht hat beschlossen, dass der orientalische Tanz eines Tages zu ihrem Lebensmittelpunkt werden sollte.

Sie hat ihr Studium der Arabistik und Islamwissenschaft in Leipzig absolviert, schon währenddessen Kurse für Bauchtanz gegeben und im Anschluss noch die Weiterbildung zur geprüften Oriental Dance Art Lehrerin bei Havva in Ulm, sowie die Ausbildung zur MKC-Bühnentänzerin bei Meisterchoreograf Momo Kadous absolviert.

Grundlegend arbeitet sie alleine, hat jedoch bei der Organisation von Veranstaltungen Unterstützung ihrer Kolleginnen oder Schülerinnen.

Unsere Interviewpartmerin und Tänzerin Franziska Fink

 

Lina, was macht dir am Bauchtanz besonders Spaß? Woher stammt Bauchtanz?

Der Tanz stammt ursprünglich aus arabischen Ländern und hat sich besonders in Ägypten und in der Türkei als wichtige Unterhaltungsform auf Festen wie Hochzeiten etc. etabliert. Auf arabisch heißt der Tanz „raqs sharqi“, was soviel bedeutet wie „östlicher bzw. orientalischer Tanz“. Der Begriff Bauchtanz entwickelte sich unter europäischen Reisenden des 19. Jahrhunderts, die damit die für Sie augenscheinlichste Bewegung, nämlich die des Bauch- und Beckenbereiches, beschrieben.

Ich kann gar nicht so recht in Worte fassen, was mich an dieser Tanzform so fasziniert. Als ich zum ersten Mal ein orientalisches Land besuchte und vor Ort eine Tänzerin sah, habe ich mich sofort in diese Bewegungsform verliebt. Sie stellt für mich den Inbegriff von Weiblichkeit dar und ist gleichzeitig so vielseitig und individuell. Darüber hinaus fasziniert mich schon seit jeher die arabische Kultur und Traditionen, insbesondere die Ägyptens.

 

Was für Kurse kann man bei dir belegen? Wie lange dauern die Kurse? Welche Kurse sind besonders beliebt?

Ich selbst biete nur Kurse für Bauchtanz an. Die Schülerinnen lernen anfangs neben einem Warm-up, in dem ich zur Tänzerinnen-Grundbildung des Körpers und der Haltung auch Ballett-Elemente integriere, die Grundbewegungen des Bauchtanzes. In weiterführenden Kursen gehe ich dann neben komplizierteren Bewegungen auch auf Hintergrundwissen, Folklorestile und Rhythmuskunde ein. Die Teilnehmerinnen lernen Technik, Schrittkombis, sowie ganze Choreografien, die ab und zu auch vor Publikum auf einer meiner Veranstaltungen aufgeführt werden können.

Ein Kurs hat bei mir keine zeitliche Begrenzung. Manche Kurse laufen schon über 8 Jahre. Jede Kursstunde dauert pro Woche 1,5 Stunden. Manche Teilnehmerinnen besuchen mehrere Kurse in der Woche. Welcher der Kurse am beliebtesten ist, kann ich gar nicht sagen. Eigentlich sind immer alle Kurse gut gefüllt. Die größte Fluktuation besteht allerdings unter den ganz frischen Anfängern. Diese müssen erst einmal herausfinden, ob der Tanz, der Kurs oder ich als Trainerin überhaupt das Richtige für sie sind. Nach einer Weile stabilisiert sich die Gruppe aber immer und wer einmal ein oder zwei Jahre dabei ist, bleibt meist auch ganz lange.

 

Welches Utensil verwendest du für deinen Unterricht am liebsten und warum?

Im Folklore- und Fantasy-Bereich gibt es eine Menge an Utensilien. Wirkungsvoll finde ich immer Tänze mit Schleiern (einem, zwei, Isis-Wings (ein überdimensionaler, an Stäben gehaltener Schleier, der wie große Flügel anmutet) etc.). Ich liebe aber auch den Tanz mit dem Saidi-Stock (einem Utensil aus Oberägypten). Meine Vorliebe dafür wechselt bei mir immer von Zeit zu Zeit, je nachdem, was die Schülerinnen gern mögen. Macht es ihnen Spaß, macht es mir auch Spaß!

Ich selbst tanze allerdings am allerliebsten ganz ohne Utensilien: ganz pur und ohne etwas, was mich ablenkt.

 

Was für Vorkenntnisse braucht man für den Kurs? Muss man spezielle Kleidung tragen?

Das kommt darauf an, in welchen Kurs man einsteigt. Ein Anfängerkurs ist auch für Teilnehmerinnen geeignet, die absolut keine Vorkenntnisse in irgendeiner Tanzrichtung haben. Natürlich ist es immer von Vorteil, wenn man bereits anderweitig schon einmal Tanzunterricht in einer anderen Tanzrichtung genommen hat. Die Koordination ist dann einfach geschulter, man versteht die Bewegungen schneller und kann sich Abläufe besser merken. Im Grunde benötigt man aber keine Vorkenntnisse.

Im Unterricht tragen wir normale, enganliegende Sportkleidung, so dass ich bei allen Teilnehmerinnen die Körperhaltung gut sehen und ggf. korrigieren kann. Ein Tuch um die Hüften betont die Hüftbewegungen.

Der Tanz stammt ursprünglich aus arabischen Ländern

 

Nur keine falsche Scham

Auch wenn es vielleicht zu anfangs etwas ungewohnt sein kann, seinen Körper in dieser doch sehr verführerischen Form einzusetzen und zu bewegen, gibt es jedenfalls keine Grenzen hinsichtlich des Alters oder aber auch des Könnens. Man kann alles noch lernen selbst wenn man ganz bei Null beginnt. Für dies gibt es schließlich Anfängerkurse, bei denen man erstmal herausfinden kann, ob sich dieser Tanzstil für einen selbst eignet.

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