Dank Tauchschule unter Wasser sicher bewegen

Veröffentlicht am 19 Mai 2020 von Verena Arnold
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Wasser ist ein beliebtes Element für ganz unterschiedliche Sportarten. Eine immer größere Beliebtheit erfreut sich der Tauchsport, da es unter Wasser unglaublich viel zu entdecken gibt. So spannend dieser Sport ist, so groß ist die Versuchung, es im Urlaub mal eben zu versuchen. So einfach ist es aber nicht. Wer sicher tauchen möchte, sollte zuvor unbedingt eine Tauchschule besuchen.

Was man in einer Tauchschule lernt und warum dies so wichtig ist, darüber haben wir mit Stefan Schröpf gesprochen, Inhaber des Training-Centers Action & Dive in Nürnberg. Der 1968 geborene leidenschaftliche Taucher ist in Nürnberg Reichelsdorf aufgewachsen. Schon immer von Wasser fasziniert, hat es einige Schritte gebraucht, bis seine Leidenschaft zum Beruf wurde.

1984 absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Werkzeugmacher und nach entsprechenden Weiterbildungen machte er sich 1993 als Finanzmakler selbstständig. Mit dieser Tätigkeit war er sehr zufrieden und als er 1998 begann,  nebenberuflich als Tauchlehrer zu arbeiten, war dies eher eine Intensivierung seines Hobbys, wenn auch mit Gedanken verbunden, eventuell mal aus Deutschland auszuwandern. Was mit privaten Kursen für Freunde begann, entwickelte sich zu einer tiefen Partnerschaft mit seinem damaligen Tauchlehrer und seit 2000 ist Stefan Schröpf hauptberuflich als Tauchlehrer tätig.

2005 hat er den Sektor Tauchschule und Reisen als Geschäftsführer von seinem damaligen Partner gekauft. 2008 kam dann der Erwerb des Ladengeschäfts dazu, als sich dieser ganz zur Ruhe gesetzt hat. In diesem Zusammenhang ist das Unternehmen, das er gemeinsam mit seiner Frau Sandy betreibt, die ebenfalls Tauchlehrerin ist, in die heutigen Geschäftsräume in der Frankenstraße gezogen und haben einen Laden nach ihren Vorstellungen eingerichtet, eine kleine Südseeoase. Unterstützt werden sie von einem großen Team von fleißigen Helfern, die im Tauchen Ihre Passion gefunden haben und diese mit ihnen gemeinsam ausleben.

Stefan Schröpf sagt, dass man Tauchen als Sport mit Leistungsanforderungen betreiben kann  oder als Entspannungshobby und sieht sich, seine Frau und ihr Team in der Genuss-Fraktion. Sie  lieben das Wasser und möchten am liebsten der ganzen Welt zeigen wie schön es darin ist. Somit ist ihre oberste Devise: jeder kann es lernen, egal wie lang es dauert.

Gruppenzwang und Konkurrenzdenken hat ihrer Meinung nach unter Wasser nichts verloren. Das gilt natürlich für ihre Tauchkurse wie auch für ihre Gruppenreisen. Ihre Tauchschüler, ihre  „Scuba-Babies“, liegen ihnen sehr am Herzen, auch wenn sie schon längst keine Schüler mehr sind. Und auch Schnorchler sind bei ihnen herzlich willkommen. Ob bei der Beratung zur richtigen Ausrüstung, Tipps und Tricks im Urlaub, oder beim Schnorchelkurs. 

Unser Interviewpartner Stefan Schröpf beschäftigt sich mit dem Tauchen

 

Stefan, bist du bereits als Kind getaucht? Wenn ja, wo war das und was fasziniert dich so stark an Tauchgängen?

Wasser hatte schon immer einen großen Reiz, doch als Kind blieb es beim planschen in Bädern und Seen. Erst als Erwachsener, als dann die ersten eigenen Reiseabenteuer kamen, begann ich mit dem Schnorcheln im Urlaub und merkte schnell: das reicht nicht. Denn man will genauer hinschauen und ist immer neidisch auf die anderen, die mit Tauchausrüstung tiefer und länger unten bleiben können. Also musste ein Tauchschein her. 

Die Faszination ist so vielseitig: Tauchen hat etwas Meditatives, es ist so wunderbar ruhig und dazu das Gefühl der Schwerelosigkeit, als würde man fliegen. Selbst bei den inzwischen unzähligen Ausbildungstauchgängen im Hallenbad ist dieser wunderbare Effekt immer noch vorhanden. 

Dann der Entdeckerdrang, neue Welten zu erkunden, andere Lebewesen als man sie von Land gewohnt ist, versunkene Wracks. Es gibt bis heute keinen Tauchgang, den ich nicht genießen kann, und die Welt unter der Oberfläche kann mich immer noch mit Neuem überraschen. Auch die Menschen, denen man begegnet, sind etwas Besonderes, denn sie teilen die gleiche Leidenschaft – das verbindet.

 

Bevorzugst du bei der Auswahl deines Tauchequipments eine bestimmte Marke? Wenn ja, warum hast du gerade diese Marke ausgewählt? 

Ja und Nein. Meiner Überzeugung nach hat jeder Hersteller Produkte, in denen er unschlagbar ist und dann noch anderes. So gibt es keine Lieblingsmarke, sondern eher Lieblingsprodukte.

Doch auch die variieren, denn jeder Taucher hat andere Ansprüche an seine Ausrüstung. So kann man nicht sagen: nimm die Maske oder jenes Tarierjacket, denn es muss individuell zu der Person passen. Wir sehen es als Aufgabe über individuelle und persönliche Beratung für jeden Taucher und Schnorchler das für Ihn richtige Equipment zusammen zu stellen.

 

Welche physischen und psychischen Vor- und Nachteile birgt das Tauchen? Wie hoch ist die Verletzungsgefahr? Welche Personen sollten generell eigentlich nicht tauchen?

Nachteil: es macht hungrig, müde und süchtig – Vorteil: es macht hungrig, müde und süchtig. So schwarz weiß darf man, glaube ich, nicht darüber nachdenken. Es ist einfach schön und macht glücklich, dabei für jeden Menschen aus einem anderen Grund.

Ob die mentale Erholung vom stressigen Alltag, das Wachsen an neuen Herausforderungen, sein eigenes Körpergewicht nicht zu spüren, sich freier bewegen zu können als an Land, in eine fremde Welt einzutauchen und deren Lebewesen kennen zu lernen, etc. Der „Kick“ ist wohl für jeden Menschen ein anderer.

Tauchen zählt zwar zu den „Extrem-Sportarten“, aber das Extremste ist wohl das Anziehen der Ausrüstung. Sobald man im Wasser ist, ist das größte Ziel sich zu entspannen. Je langsamer und ruhiger ich mich bewege, also am besten gar nicht, umso schöner ist dieser Sport. (Toll, nicht wahr, wenig und langsam bewegen = Sport)

Deshalb ist die Verletzungsgefahr auch sehr gering. Die meisten Tauchunfälle passieren tatsächlich noch an Land, weil man stolpert oder ausrutscht. Heutzutage ist die Ausbildung sehr fundiert und die Leute wissen, was sie unter Wasser dürfen und was nicht.

Kaum zu glauben, aber laut Studien ist die Verletzungsgefahr beim Golfspielen und Bowling höher als beim Tauchen. Somit sind die Voraussetzungen um Tauchen zu lernen eher gering, eine „normale“ Gesundheit und Fitness reicht völlig aus. Dinge die mich am Tauchen hindern sind wirklich schwere Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen sowie schwere Ohrenerkrankungen.

 

In welchen Gewässern bietest du Tauchkurse an? Welchen Personen empfiehlst du welche Gewässer?

Bei uns lernt man das Tauchen zunächst im Hallenbad. Unter ruhigen Bedingungen, ohne Wellen, Strömung und bei guter Sicht, können sich unsere Schüler erstmal mit dem neuen Medium vertraut machen. Das ist sehr wichtig, denn Vertrauen in meine Ausrüstung und Vertrauen in meine Fähigkeiten sind die Voraussetzung für schöne und entspannte Tauchgänge.

Nach diesem Hallenbadteil, der sich über 5 Einheiten Theorie und 5 Einheiten Praxis erstreckt, geht es das erste Mal ins Freiwasser. Vom Rothsee bis zur Red Sea bieten wir alles an. Wer auf die schnelle und kostengünstige Weise seinen Schein fertig machen will, kann auf die umliegenden Seen zurückgreifen.

Aber wer etwas erleben möchte, kann sich bei einer unserer Gruppenreisen anschließen. Diese erstrecken sich von europäischem Süßwasser, über Mittelmeer und Atlantik, natürlich das Rote Meer, Karibik, Pazifik und indischer Ozean. Kurz gesagt, die ganze Welt. Unser Reiseprogramm umfasst dabei sich jährlich wiederholende Klassiker und jährlich wechselnde Exoten.

Denn das Schöne an unserem Beruf – wir können dabei selbst die Welt entdecken und unserer eigenen Reiselust freien Lauf lassen. Und Gott sei Dank, es gibt nicht das richtige oder perfekte Gewässer, jedes hat seinen eigenen Reiz und auch seinen eigenen Anspruch. Somit empfehlen wir unseren Tauchern, sich dort in die Fluten zu stürzen wo sie sich wohl fühlen. 

Tauchen hat etwas Meditatives

 

Eintauchen in eine andere Welt

Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Beim Tauchen bewegt man sich nicht nur einfach  im Element Wasser, sondern hat die Möglichkeit, die vielfältige Unterwasserwelt zu erkunden, die Bewohner dieser Welt hautnah zu erleben, sich an der Farbenvielfalt zu erfreuen und sich immer wieder neu überraschen zu lassen. Je besser man ausgebildet ist, desto unbeschwerter lässt sich dieses Abenteuer erleben. Wir bedanken uns bei Stefan Schröpf für dieses Gespräch und die Möglichkeit, an seiner Begeisterung für den Tauchsport teilzuhaben.

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