Das English Language Institute – moderne Methoden in einer immer schneller werdenden Welt 

Veröffentlicht am 9 Dezember 2019 von Verena Arnold
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Englisch wird in unserer modernen Welt immer wichtiger. Häufig findet Kommunikation auf Englisch auch betriebsintern statt. Weiterhin ist es für viele Unternehmen nicht mehr möglich, ausschließlich auf dem deutschen Markt zu agieren. Wer nur über Schulenglisch verfügt oder gar nicht gut aufgepasst hat, muss inzwischen häufig Wege finden, das eingerostete Englisch aufzufrischen oder die Sprache von Grund auf neu erlernen. Hilfreich können in einem solchen Fall Sprachschulen sein. Um etwas mehr über die Abläufe und Arbeitsweisen von diesen zu erfahren, haben wir uns mit einer Dozentin an einer Sprachschule zum Interview getroffen. 

Sarah Plochl studierte “English Language and Literature” als Bachelor und “English as a World Language” im Master an der Universität zu Hamburg. Die heute 32-Jährige arbeitet weiterhin seit zwei Jahren daran, das Cambridge Delta – Diploma for Teaching English to Speakers of Other Languages zu erlangen. Zunächst arbeitete sie während des Studiums hauptsächlich mit Kindern und unterstützte die Uni Hamburg im Mentor*innenprogramm. Ihren heutigen Beruf fand sie, als sie einen Weg suchte, ihr Masterstudium zu finanzieren, obwohl sie sich eigentlich nie hatte vorstellen können, in die Lehre zu gehen. Sie ist weiterhin die Vorsitzende des Vereins HELTA – Hamburg English Language Teaching Association, einem Verband für Englisch-Llehrende in der Region Hamburg.

Das English Language Institut wurde vor über 35 Jahren von Ian Ward und Birgit Schlichting gegründet und wird bis heute von den beiden geführt. Plochl übernimmt dort die pädagogische Leitung. Neben mehreren angestellten Lehrkräften werden noch einige Freelancer eingesetzt. Koordiniert wird das Ganze von zwei Bürokräften. Das Institut möchte seinen Kund*innen neben hoher Qualität auch Kontinuität bieten, weshalb versucht wird, Lehrkräfte möglichst lange zu binden. Dabei wird das Lehrangebot stets an die Bedürfnisse des Kund*innen angepasst.

Unsere Interviewpartnerin und English Lehrerin Sarah Plochl


Du bist beim English Language Institute in Hamburg beschäftigt. Wo und auf welche Art und Weise hast du dir deine Englischkenntnisse angeeignet? Welche Aufgaben übernimmst du im Institut und was macht dir an deiner Arbeit für die Sprachschule besonders Spaß?

Angefangen mit Englisch habe ich wie die Meisten in der fünften Klasse. Während meine Mitschüler*innen sich mit dem Auswendiglernen von 10-15 Vokabeln pro Woche und Formulierungen à la „Excuse me, Sir, what is the way to the library?“ zufrieden gegeben haben, entwickelte ich schnell eine Art Besessenheit mit der englischen Sprache. Im Alter von 12 Jahren fing ich an, Bücher auf Englisch zu lesen; nur wenig später wollte ich Bücher, Filme und Hörbücher ausschließlich im Original rezipieren. Als ich dann mit 17 Jahren anfing, in diversen englischsprachigen Amateurgruppen Theater zu spielen, sagte man mir, ich klänge wie ein „Native Speaker“.

Am English Language Institute bin ich in erster Linie eine Lehrkraft. Ich unterrichte Gruppen im wöchentlichen, firmeninternen Unterricht und in Intensivkursen bei uns an der Schule. Ich unterrichte außerdem gerne und viel im Einzelunterricht, oder „One-to-One“ — es ist wahnsinnig spannend, eine*n Schüler*in über mehrere Wochen oder Monate mit einem konkreten Projekt zu unterstützen und die Fortschritte genau beobachten und benennen zu können.

In meiner Rolle als Director of Studies bin ich außerdem noch für die Aus- und Überarbeitung von Lehrkonzepten und die inhaltliche Beratung unserer Kund*innen verantwortlich. Darüber hinaus unterstützte und berate ich die anderen Lehrkräfte, wenn diese einen Schulungsbedarf haben oder es ein Problem mit einem Kurs gibt. 

 

Welche Kurse gibt es grundsätzlich in der Sprachschule? Welche dieser Kurse sind für Firmen geeignet? Wie laufen die Kurse ab? Welche Themen werden behandelt? Wie schnell lernt man in den Intensivkursen?

Wir bieten eigentlich jede erdenkliche Form von Unterricht an: Einzelunterricht, Gruppenunterricht, Bildungsurlaub, Prüfungsvorbereitung, Unterricht über Skype. Auch die Frequenz ist frei wählbar: wöchentlich, intensiv, oder als Workshop. Aus diesen Angebotsfeldern können sich unsere Privat- und Firmenkund*innen die Unterrichtsform aussuchen, die am besten zu ihren Bedürfnissen passt. Firmenkunden können ihre Mitarbeiter*innen zu uns schicken oder sie in ihren Geschäftsräumen von unseren Lehrkräften unterrichten lassen.

Die Inhalte und die Methodik des Unterrichts sind beim ELI nie von vornherein festgelegt. Der Kursplan und die Lernziele ergeben sich aus einem Bedarfsanalysegespräch mit dem Stakeholder (oft der*die Vorgesetzte oder die HR-Mitarbeiter*innen, die für die Weiterbildung verantwortlich sind) und der so genannten Needs Analysis, die unsere Lehrkräfte zu Beginn des Unterrichts mit den Teilnehmer*innen durchführen: nachdem das allgemeine Sprachniveau nach Europäischem Referenzrahmen (A1-C2) festgestellt wurde, setzt sich die Lehrkraft daran, genau herauszufinden, was die Teilnehmer*innen erreichen wollen oder müssen und wie der Unterricht sie dabei unterstützen kann.

 

Mit welchen Programmen arbeitet man in der Sprachschule? Welche Dokumente sollten Sprachschüler zu den Kursen mitbringen? Wie funktioniert der Unterricht per Telefon oder Skype und wie häufig wird diese Art des Unterrichts genutzt?

Wie schon gesagt: Inhalte und Formate sind bei uns so gut wie nie vor Kursbeginn vorgegeben. Ich rate meinen Teilnehmer*innen, ihre eigenen Aufzeichnungen und Materialien in einer Form zu sammeln, die sie besonders ansprechend finden: für Einige ist das ein Heftordner mit Unterteilungen, für andere ein kleines Notizbuch, das sie immer dabei haben. Manche führen ihre Notizen natürlich auch digital und benutzen Apps zum Vokabellernen; da muss jede*r das finden, was ihr*ihm besser liegt. Immer mehr kommt es natürlich auch vor, dass die Schüler*innen fragen, ob sie die Tafel abfotografieren dürfen, statt alles abzuschreiben. In dem Punkt, muss ich sagen, bin ich vielleicht ein bisschen ‚old school‘: Ein Bild von der Tafel zu machen ersetzt nicht das selbstständige Memorieren und ein Fotospeicher im Handy nicht das Gedächtnis. 

Dieser Shortcut ist, so glaube ich, ein Teil unserer digital unterstützten Faulheit.

Die Teilnehmer*innen sollten grundsätzlich alles zum Unterricht mitbringen, was sie beschäftigt. Im Business English Unterricht bringen sie zum Beispiel häufig E-Mails mit, die sie beantworten müssen, lassen sich von ihren Kolleg*innen beraten und erarbeiten dann gemeinsam, wie man eine Antwort formulieren könnte. Im Business English Unterricht und bei ESP (English for Specific Purposes) ist es sowieso am besten, wenn die Leute selbst für sie relevante Beispiele in den Unterricht mitbringen. Natürlich haben wir in der Schule eine große Bibliothek an Materialien, auf die unsere Lehrkräfte zugreifen können, aber Bücher wie „English for Marketing“, „English for Customer Care“ und „Working in Asia“ können nie die authentischen Materialien und realen Herausforderungen ersetzen, mit denen unsere  Schüler*innen täglich konfrontiert sind.
Wir bieten Unterricht per Telefon und Skype an, wann immer die Kund*innen dies wünschen, zum Beispiel weil die Mitarbeiter*innen viel im Außendienst unterwegs sind und daher einen wöchentlichen Face-to-Face Termin zu selten wahrnehmen könnten. Oder wenn konkret Telefon-Englisch geübt werden muss: So habe ich zum Beispiel einmal eine ganze Abteilung Einkäufer*innen wöchentlich am Telefon unterrichtet, 30 Minuten pro Person, da sie üben mussten, am Telefon und per E-Mail mit Lieferanten zu verhandeln. Zwischen den Telefonaten haben wir uns E-Mails mit Angeboten und anderen Dokumenten geschickt und diese dann besprochen. Aber generell kann man schon sagen: die Schüler*innen kommen lieber zum Unterricht. Online und am Telefon unterrichten ist in Spezial- und Ausnahmefällen eine tolle Möglichkeit, aber die meisten Menschen mögen den direkten Kontakt doch lieber. Das ist auch der Grund, warum ich denke, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis meine Kolleg*innen und ich komplett durch KI-Systeme und Lernsoftware ersetzt werden!

 

Wie erfolgt die Einstufung? Woher weiß man, über welches Englischlevel man verfügt und welcher Kurs daher am besten geeignet ist?

Wie an den meisten Schulen füllen unsere Schüler*innen zunächst einen Online-Einstufungstest aus. Dieser besteht aus 45 Multiple Choice Fragen und dient dazu, das Niveau für die Gruppeneinteilung zu bestimmen. Sollten die Ergebnisse unklar oder eine feinere Einteilung notwendig sein, führen Ian oder ich zusätzlich eine kurze mündliche Prüfung mit den Teilnehmer*innen  am Telefon durch, die uns dann ein etwas klareres Bild von den aktiven Sprachkenntnissen der Kund*innen zeigt.

Aber: die Level-Bestimmung ist eine Wissenschaft für sich. So kommt es manchmal eben doch vor, dass jemand eine viel höhere (oder eben auch viel niedrigere!) Sprachkompetenz aufweist, als vom Einstufungstest ermittelt und dann weisen unsere Lehrkräfte uns darauf hin, dass diese Person vielleicht lieber den Kurs wechseln sollte, was in der Regel kein Problem darstellt. Wenn sich dann mal der*die Eine oder Andere beschwert und ganz genau wissen möchte, ob er*sie jetzt B2.1 oder B2.2 ist und was das genau heißt, dann weise ich auf den 200-seitigen Begleitband des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen hin, in dem man das ganz genau nachlesen kann! Denn wir messen hier Sprachkenntnisse und eben keine KPIs, ROIs und EPSs. Bei all unserer Expertise: Vieles ist nicht immer eindeutig, alles ist kontextabhängig und von Person zu Person sowieso ganz unterschiedlich. But we do what we can!

 

Bedürfnisorientierter Unterricht für Sprachschüler allen Alters

Das Konzept des English Languages Institutes in Hamburg geht auf. Seit über 35 Jahren werden dort Schüler unterrichtet. Dabei ist das Angebot ganz auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden angepasst. Unterschiedliche Unterrichtsmodelle mit einem Fokus auf die aktuelle Problemstellung machen es zu einer besonderen Einrichtung. Selbst der Geschäftsmann, der kaum Zeit hat, sich mit dem Erlernen einer Sprache auseinander zu setzten, kann hier ein Modell finden, was zu ihm passt, wie beispielsweise der Unterricht über das Telefon. Auch das individuelle Üben von etwaigen Situationen und Szenarien wird unterrichtet. So richtet sich das Angebot an jeden, egal ob man sein Englisch auffrischen, Business Englisch erlernen oder von vorne anfangen möchte. 

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