Der Mensch ist keine Maschine

Veröffentlicht am 14 Oktober 2019 von Verena Arnold
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In der heutigen Zeit müssen wir vor allem im Beruf immer mehr leisten, um zu bestehen. Die Arbeiten müssen schneller, genauer und besser erledigt werden und es bleibt kaum Zeit, um dazwischen kurz Luft zu holen. Da der Mensch keine Maschine ist, ist dieses Arbeitspensum mit viel Stress verbunden. Aufgrund dieses ständigen Leistungsdrucks sind psychische Störungen wie Burnout keine seltene Erscheinung mehr. Um Menschen dabei zu helfen, mit dem beruflichen Stress umzugehen, lassen sich immer mehr Personen zum Entspannungstrainer, Mentaltrainer oder Coach ausbilden – die Berufsbezeichnungen und Strategien sind zahlreich. So kann den Betroffenen ein umfangreiches Angebot an Seminaren, Workshops oder Kursen mit verschiedenstem Fokus angeboten werden, um eine bessere Work-Life-Balance zu erzielen und die individuell passendste Methode zu finden.

Christian Mörsch lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Erkrath – direkt am schönen Neandertal. In seinem Alltag versucht er so oft wie möglich kurze Entspannungspausen einzulegen und füllt sie mit den Dingen, die er neben seinem Beruf besonders gerne macht. Dazu gehören das Joggen, ein Saunagang oder das Lesen eines guten Buches. Nach seinem Abitur absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Er studierte das Schwerpunktfach Sozial- und Wirtschaftspsychologie und arbeitete anschließend sechs Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Köln. Zu seiner Arbeit gehörte die Durchführung von Seminaren auf dem Gebiet der Sozialpsychologie, der Arbeitspsychologie und der ökonomischen Psychologie. In diesem Bereich bildete er sich im Laufe der Jahre immer weiter – zum Beispiel zum Entspannungspädagogen, Prüfungsvorbereitungstrainer und Kursleiter für Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation. Er ist zudem als Autor tätig und hat eine Reihe von Büchern in den Genres Sachbuch und Belletristik verfasst – unter anderem das in der Dummies-Reihe erschienene Buch „Prüfungen bestehen“.  

Im Jahr 2010 gründete er seine eigene Schule: die Stress-Management-School. Die Stress-Management-School unterstützt Menschen, die sich beruflich auf den Gebieten der Entspannung, Resilienz oder Schlafcoaching weiterbilden möchten. Zu diesem Zweck hat er  den staatlich zugelassenen Fernlehrgang Stressmanagement und aktive Entspannung entwickelt und darauf aufbauende zielgruppenspezifische Seminare, die zu den Abschlüssen Entspannungspädagoge, Klangentspannungstrainer, Resilienztrainer, Mentaltrainer oder Schlaftrainer führen. Die Seminare finden unter anderem in Schloss Lüntenbeck in Wuppertal, Herbrechtingen und Achern statt. Darüber hinaus bieten sie Entspannungsseminare für Erwachsene, Schüler und Kinder an. Schwerpunktseminare dienen der optimalen Prüfungsvorbereitung oder der Stressbewältigung in spezifischen Berufen. 

Die Stress-Management-School lebt von wunderbaren Menschen, die ebenso wie Christian Mörsch das Ziel haben, Entspannungskompetenz zu vermitteln. Im Rahmen der Ausbildungen zum Entspannungspädagogen, Resilienztrainer, Schlaftrainer und Yoga-Balance Trainer wird er an den unterschiedlichen Seminarstandorten von einem großartigen Dozententeam unterstützt. Mehr Informationen über die Stress-Management-School stehen auf der Internetseite www.stress-management-school.de.

Unser Interviewpartner Christian Mörsch leitet eine Stress-Management-School

 

Wann hast du gemerkt, dass du Stressmanagementlehrer werden willst?

Ich habe im Rahmen meiner Ausbildung zum Bankkaufmann und im Umfeld meiner Familie und Freunde schon früh festgestellt, dass Stress ein großes Thema ist und sowohl die Gesundheit als auch die Leistungsfähigkeit massiv beeinflusst. Der wahrgenommene Stress hat seitdem in vielen Branchen immer weiter zugenommen. Aufgrund meines Studienfaches Sozial- und Wirtschaftspsychologie hatte ich die Möglichkeit, mir Know-How anzueignen, mit dem sich Stress effizient bewältigen lässt. Während meiner beruflichen Tätigkeit an der Uni musste ich Seminare für Studenten der Fächer Psychologie, BWL und VWL geben. Das hat mir so viel Freude gemacht, dass ich nach meiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter meine eigene Schule gegründet habe, um als Entspannungspädagoge und Stressmanagementlehrer sinnvolle Impulse für die individuelle Stressbewältigung weiterzugeben.  

 

Aus welchen Gründen besuchen Kunden deine Kurse? Welche Rolle spielt dabei selbst auferlegter Druck?

Meist ist es tatsächlich eine akute und belastende Stresssituation und damit verbunden Krankheitssymptome wie Schlafstörungen, muskuläre Verspannungen oder Bluthochdruck.  Stress entsteht im Kopf und ist eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen den aktuellen Anforderungen und den zur Verfügung stehenden Ressourcen. Dabei kommen Anforderungen nicht nur von außen, sondern auch von innen. Gut nachvollziehbar ist das bei Perfektionisten. Perfektionisten stellen extrem hohe Ansprüche an sich selbst und tolerieren keine Fehler. Da wir aber Menschen und keine Maschinen sind, unterlaufen uns gelegentlich Fehler. Aus diesem Grund sind Perfektionisten oft unzufrieden und investieren viel Zeit, um bloß keinen Fehler zu machen. Aber auch für alle anderen gilt: Ein wichtiges Ziel und die Angst davor, dieses vielleicht nicht zu erreichen, führt immer zu einer Stressreaktion des Körpers. Ist das Ziel das Bestehen einer Prüfung, entstehen möglicherweise Bilder im Kopf, was passieren würde, wenn die Prüfung misslingt. Schon Tage vor der Prüfung können viele Schüler und Studenten schlecht schlafen oder haben Magenprobleme, obwohl noch gar nicht klar ist, ob die Prüfung wirklich so schwer wird, dass sie Angst dafür haben müssen.   

 

Mit welchen Übungen kann man sich effizient vor der Arbeit entspannen? Welche Tricks gibt es, um auch während einer Stresssituation entspannt zu bleiben?

Man unterscheidet kurz- und langfristige Stressbewältigungsstrategien. Langfristig hilft das Erlernen einer Entspannungstechnik wie Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training oder Yoga. Kurzfristig lassen sich Überspannungen zum Beispiel mit der verlängerten Ausatmung abbauen. Dazu holen Sie tief Luft und atmen mit Lippenbremse – also einer nur schmalen Öffnung – durch den Mund wieder aus. Die Ausatmung wird dadurch erheblich verlängert. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, möglichst viele Muskeln für etwa zehn bis fünfzehn Sekunden anzuspannen und dann wieder loszulassen. Die Bewegungsmuskulatur erhält so einen Entspannungsimpuls, der sich auch auf der Gedanken- und Gefühlsebene positiv auswirkt. Noch ein dritter Trick: Lächeln Sie. Lächeln entspannt eine Vielzahl von Gesichtsmuskeln und sorgt nach spätestens zwei Minuten für eine Ausschüttung von Endorphinen, also Glückshormonen im Gehirn. Hilfreich ist auch ein vorgestellter Ruheort, ein Ort, an dem Sie gerne sind oder gerne einmal wären. Gerade in Situationen, in denen Stress sehr hoch ist, kann eine solche Vorstellung für eine kurze Pause sinnvoll sein.

 

Worauf sollte man achten, wenn man entspannter arbeiten will, aber in einem stressigen Umfeld tätig ist? Wie kann man hier entspannt bleiben?

Dann ist es wichtig, sich von der vielleicht lauten Geräuschumgebung nicht ablenken oder dem Stress der anderen nicht anstecken zu lassen. Es ist ungünstig, sich über Geräusche und Ablenkungen zu ärgern. Denn dann verstärken sich genau diese Geräusche oder Ablenkungen im Kopf. Letztendlich geht es ja immer um eine Interpretation von Stressoren im Kopf. Dingen, die sich nicht ändern lassen, sollte man möglichst gelassen begegnen. So könnten Sie sich sagen, dass jedes Klingeln des Telefons am Schreibtisch gegenüber Ihre Konzentration erhöht oder alle Geräusche in der Umgebung gleichgültig sind. Gegebenenfalls können Sie auch Ihre Arbeitszeiten so legen, dass Sie weniger gestört werden. Gelassenheit ist ein großes Wort und natürlich nicht in jeder Situation einfach. Aber es hilft, immer wieder möglichst gelassen mit Störungen umzugehen. Wird es dennoch zu viel, können Sie auch auf die Toilette zu gehen, die Tür hinter sich zu verschließen und zwei Minuten durchatmen. Bewährt hat sich die Bauchatmung, bei der Sie darauf achten, dass sich die Bauchdecke beim Einatmen etwas hebt und beim Ausatmen wieder etwas senkt.

Man unterscheidet kurz- und langfristige Stressbewältigungsstrategien

 

Bitte lächeln!

Entspannung ist unerlässlich, um gesund zu bleiben. Viele Menschen wissen allerdings nicht, wie sie das erreichen können, wenn sie im Stress und Durcheinander des Arbeitsalltags gefangen sind. Neben dem langfristigen Erlernen von bekannten Methoden wie Yoga oder Autogenem Training, gibt es auch verschiedenste kurzfristige Interventionsmöglichkeiten, um Stress abzubauen. Langsamen Ausatmen oder eine tiefe Bauchatmung können schnell zur Beruhigung führen. Das Anspannen aller Muskeln im Körper für einige Sekunden lässt nach der anschließenden Entspannung ebenfalls viel Druck abfallen und den Kopf klarer werden. Darüber hinaus sorgt das Glückshormon Endorphin zudem dafür, dass man sich besser fühlt. Dessen Ausschüttung kann man sehr unkompliziert herbeiführen: Lächeln Sie! Und das Stressempfinden wird nachlassen.

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