Der Zauber des Augenblicks

Veröffentlicht am 21 Februar 2020 von Verena Arnold
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Es gibt Momente in unserem Leben, an die wir uns für immer erinnern werden. Nie wird man die Emotionen vergessen, die man empfunden hat oder die Menschen, von denen man umgeben war. Um die Erinnerung dennoch lebhaft konservieren zu können, wünschen sich viele Menschen Fotos von diesen besonderen Ereignisses, um diese immer wieder mit einem Lächeln betrachten zu können. Damit all die Emotionen eingefangen werden, die zum Beispiel zwischen einem Brautpaar zu sehen sind, muss der Fotograf ein gutes Gespür haben, ein Auge für den richtigen Moment und viel Einfühlvermögen, um zu erkennen, was sich das Paar wünscht.

Maria Junge ist 32 Jahre jung und wurde in Dresden geboren. Sie gehört zu den Menschen, die noch an die große Liebe glauben und war schon immer ein recht emotionaler Mensch. Ihre große Liebe sind die Natur und ihre Hündin Lilly. Ursprünglich wollte sie Pferdewirtin werden – allerdings bekam sie im Teenageralter eine Pferdehaarallergie und musste diesen Traum begraben. Da sie ihre bereits begonnene Ausbildung nicht fortführen konnte, beschloss sie, ein Jahr nach Australien zu reisen, um dort die Welt zu erkunden und sich über ihre Zukunft Gedanken zu machen. Sie war schon immer ein Mensch, der einen Traum brauchte und somit wollte sie nicht einfach „irgendwas“ machen. Aus einem Jahr Australien wurden drei – in dieser Zeit kaufte sie sich ihre erste Spiegelreflexkamera und begann, sich ernsthaft mit der Fotografie auseinanderzusetzen. Bei ihrer Rückkehr nach Deutschland stand fest, dass sie im fotografischen Bereich arbeiten wollte. Das direkte Ziel „selbstständige Fotografin“ hatte sie damals allerdings noch nicht.

Heute ist sie hauptberuflich selbstständige Fotografin und arbeitet alleine unter dem Namen „Maria Junge Fotografie“. Mitarbeiter beschäftigt sie keine. Sie hat allerdings einen Partner, der nebenberuflich als Fotograf und Videograf unterwegs ist und sie bei sehr großen Aufträgen unterstützen kann. Als gelernte Fotomedienfachfrau hat sie durch die vielseitige Ausbildung – im Vergleich zu reinen Fotografen – ein großes Fachwissen über die Arbeit im Fotolabor, was sehr nützlich ist, wenn man hochwertige Fotoprodukte anbieten möchte. Der noch recht junge Ausbildungsberuf ist eine Mischung aus den Berufen Fotograf, Fotolaborant und Fotofachverkäufer. Maria kennt sich mit der richtigen Druckvorbereitung für verschiedene Materiale und Produkte aus und hat durch ihren Ausbildungsbetrieb, bei dem sie selbst ein Jahr lang im Labor gearbeitet hat, ein besseres Verständnis vom Farbmanagement als die meisten Fotografen.

Sie ist als Fotografin vor allem im Privatkundenbereich unterwegs. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Hochzeits- und Paarfotografie, jedoch kommen viele ihrer Paare später wieder auf sie zu, wenn es erneut große Ereignisse in ihrem Leben festzuhalten gilt. So fotografiert sie inzwischen auch oft Babybäuche und Babys oder wird, wenn die Kinder älter sind, für Familienfotos gebucht.

Unsere Interviewpartnerin und Fotografin Maria Junge

 

Frau Junge, für die meisten Fotografen beginnt der Karriereweg mit der ersten eigenen Kamera. Wie war das bei Ihnen?

Tatsächlich kam der große Traum, mich als Fotografin selbstständig zu machen, nicht mit meiner ersten eigenen Kamera, sondern erst viel später. Mein absolutes Schlüsselerlebnis war es, den alten und todkranken Hund eines älteren Herren zu fotografieren. Ich übergab ihm die Bilder, nachdem seine Hündin gestorben war und die Reaktion des Herren hat mich völlig überwältigt. Diese Bilder waren so unheimlich wichtig für ihn und obwohl wir uns eigentlich kaum kannten, umarmte er mich mit tränenden Augen und bedankte sich mindestens zehnmal halb lachend, halb weinend. In diesem Moment begriff ich zum ersten Mal zu 100%, was für einen unglaublichen Wert Fotos haben können und wie wahnsinnig wichtig sie für uns werden können. So wurde mir klar, dass ich alle meine Kräfte darauf ausrichten werde, mein Leben als Fotografin zu bestreiten und zu versuchen, solche Glücksmomente für noch ganz viele andere Menschen zu erschaffen. Wenn ich heute Pärchen fotografiere – sei es bei einem Paarshooting oder auf ihrer Hochzeit – dann fotografiere ich zwei sich liebende Menschen, die in ihrem Leben noch viele Höhen und Tiefen gemeinsam durchleben werden. Und ich weiß, immer wenn es mal wieder schwerer wird, können meine Bilder dabei helfen, sich noch einmal ganz besonders an all die glücklichen Momente zu erinnern und neuen Antrieb geben.

 

Wie läuft eigentlich ein Shooting bei Ihnen ab? Was ist denn vor dem Shooting zu beachten?

Vor einem Shooting versuche ich zunächst, das Pärchen kennenzulernen. Bei Hochzeitspaaren gibt es ein persönliches Treffen mit einem ganz ausführlichem Vorgespräch, somit weiß ich genau, wie das Paar „tickt“ und was sie sich wünschen. Bei einem normalen Pärchenshooting stehe ich im Voraus per Mail oder Telefon mit den Paaren in Kontakt – ich versuche immer die beiden bereits vor dem Shooting gut kennenzulernen. Sind sie eher ruhig und zurückhaltend? Oder völlig durchgedreht und absolute Action-Liebhaber? Diese Dinge sind sehr wichtig, damit ich ein Shooting planen kann, das genau auf die Paare passt. Ich helfe auch bei der Outfitwahl und suche anhand der Wünsche meiner Paare nach einer passenden Location. Kurzum: Für mich ist es wichtig, dass wir uns im Vorfeld schon so gut kennenlernen, dass die Paare völlig entspannt beim Shooting ankommen und wissen, dass ich großartige Bilder für sie erstellen werde, ohne dass sie sich um viel kümmern müssen. Das Einzige, was mitgebracht werden muss, ist gute Laune!

 

Gibt es etwas, was Sie als absolute Stärke Ihrer Fähigkeiten im Bereich der Fotografie bezeichnen würden? Mit welcher Ausrüstung fotografieren Sie, was ist Ihr Lieblingsobjektiv und warum?

Meine Stärke ist es auf jeden Fall, mich in Menschen hineinversetzen zu können. Ich bin eine gute Beobachterin und bekomme viele Kleinigkeiten mit, die andere übersehen würden und die mir helfen, eine Verbindung zu meinen Kunden aufzubauen. Es ist mir wichtig, nicht nur Dienstleister zu sein, sondern für die Zeit, in der wir zusammenarbeiten, fast schon zu einer Freundin zu werden, bei der man sich wohlfühlen kann. Meine Aufnahmen mache ich mit Olympus Kameras – wobei ich ehrlich sagen muss, dass der Kamerahersteller heutzutage wirklich nicht mehr so wichtig ist. Ein gutes Auge, das Gespür für den richtigen Moment und Einfühlungsvermögen sind wesentlich wichtigere Werkzeuge. Und natürlich sollte man seine Kamera in- und auswendig kennen und im Griff haben. Objektive sind im Gegensatz zur Kamera tatsächlich sehr wichtig. Für Portraits ist mein Lieblingsobjektiv das Olympus 45mm 1.2, weil es eine tolle Freistellung (für Laien: einen besonders schönen und weichen Hintergrund) mit großartigem Bokeh zaubert und es mir erlaubt, in einer Distanz zum Paar zu arbeiten, die dem Paar genug Freiraum gibt, es mir aber dennoch ermöglicht, ihre Emotionen so aufzunehmen, als ob ich ganz nah dran bin. Es hat außerdem eine ganz unglaubliche Abbildungsqualität.

 

Was ist das Besondere daran, zum Beispiel Hochzeitsbilder zu fotografieren? Wie bekommt man bei der Hochzeitsfotografie richtig schöne Bilder hin? Wo kann man Ihr Portfolio sehen?

Eine Hochzeit ist für so ziemlich jedes Paar eine hoch emotionale und sehr private Angelegenheit. Ich als Fotografin bin an diesem besonderen Tag tatsächlich meist näher am Brautpaar dran, als jede andere Person auf der Feier. Ich erlebe die Nervosität, Vorfreude, das Strahlen in den Augen, die Freudentränen und all diese ganz besonderen Herzklopf-Momente vom Paar und ihren Liebsten aus nächster Nähe mit und das ist etwas, das mich jedes Mal aufs Neue begeistert und mitreißt. Diese besonderen Momente für sie festzuhalten und ihnen Erinnerungen an diesen speziellen Tag in ihrem gemeinsamen Leben zu geben, und somit ein Stück weit zur Dokumentation ihrer Lebensgeschichte beizutragen, das ist für mich auch nach vielen, vielen Hochzeiten immer noch eine große Ehre und bereitet mir unheimliche Freude. Und wie man richtig schöne Bilder hinbekommt? Zum einen mit viel Übung – es ist wirklich noch kein Meister vom Himmel gefallen -, zum anderen aber tatsächlich auch einfach mit ganz viel Gespür für den Moment, Einfühlungsvermögen und der Fähigkeit, als Fotografin auch mal „unsichtbar“ zu werden, um ganz ungestellte Momente des Tages festzuhalten. Mein Portfolio findet man unter www.hochzeitsfoto-dresden.de – schaut doch einfach mal vorbei, ich würde mich freuen!

Die Stärke ist es auf jeden Fall, sich in Menschen hineinversetzen zu können

 

Ein gutes Auge, Gespür für den richtigen Moment und Einfühlvermögen

Als Fotograf erlebt man hautnah sehr emotionale Momente im Leben Anderer mit. Dabei besteht die Kunst darin, diese Herzklopf-Momente so einzufangen, dass die Fotos auch Jahre später noch die gleichen Emotionen hervorrufen können. Vor allem als Hochzeitsfotograf kommt man dem Brautpaar so nah wie niemand sonst – und kann all die kleinen Augenblicke festhalten, die den Tag so besonders werden lassen. Für Maria Junge ist es eine große Ehre, die Brautpaare an ihrem Hochzeitstag zu begleiten. Durch ein gutes Auge, Gespür und Einfühlvermögen gelingt es ihr, den Zauber des Augenblicks für die Ewigkeit zu konservieren und ihre Kunden glücklich zu machen.

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