Die Ausdrucksstärke des Orientalischen Tanzes

Veröffentlicht am 12 August 2019 von Verena Arnold
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Es gibt unglaublich viele verschiedene Arten von Tanz. So gut wie jede Kultur hat eigene Bewegungsmuster, nach denen getanzt wird. Mit der Zeit haben sich diese verschiedenen Tanzstile in der Welt verbreitet. So wird heute in Europa auch der amerikanische Hip Hop oder der brasilianische Samba getanzt und unterrichtet. Aber auch östliche Tanzrichtungen haben den Zugang in unsere Gesellschaft gefunden. Einer davon ist der Orientalische Tanz, auch bekannt als Bauchtanz. Die rhythmischen Hüft- und Handbewegungen zeigen Stärke und Eleganz und sind bei vielen Mädchen und Frauen sehr beliebt.

Die 61-jährige Saida Birgit Göbel aus Kassel ist seit 2016 glücklich verheiratet und leitet seit September 1997 das Orientalische Tanzstudio Saida in Kassel. Nachdem sie über den zweiten Bildungsweg ihr Abitur gemacht hat, studierte sie Kunstwissenschaft und Philosophie. Dieses schloss sie als Kunsthistorikerin mit einem Magister ab. Gleichzeitig erlernte sie 1986 den Orientalischen Tanz und finanzierte sich so ihr Studium mit Workshops und Auftritten auf Geburtstagen, Hochzeiten und Firmenfeiern.

Zum Orientalischen Tanz kam sie, als sie mit 28 Jahren eine Aufführung einer Tänzerin in Kassel gesehen hat, die sie durch ihren Ausdruck, ihre Mimik und Gestik sowie ihrer starken weiblichen Ausstrahlung in den Bann gezogen hat. Da wusste sie, dass sie dies auch erlernen will und nahm Unterricht. Ihre Tanzausbildung erhielt sie von international  bekannten Tanzlehrerinnen wie Feyrouz, Shahrazad, Reyhan und Sabuha Shahnaz. Bevor sie ihre Tanzschule gründete, war sie in verschiedenen Branchen tätig – unter anderem in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, im Veranstaltungswesen oder als Datentypistin. 

Mit ihrer Tanzschule wurde ihre ehemalige nebenberufliche Tätigkeit zu ihrer hauptberuflichen Passion. Ihre Zielsetzung war und ist es immer noch, möglichst vielen Frauen und Mädchen aller Altersstufen diesen faszinierenden, vielfältigen, urweiblichen Tanz und die Orientalische Kultur in seiner Vielfältigkeit näher zu bringen. Außerdem schlägt der Orientalische Tanz sozusagen viele Fliegen mit einer Klappe. Diese Vielfalt vermittelt Saida Birgit Göbel ebenfalls in ihrem Tanzstudio.

Der Orientalische Tanz ist ein genussvolles, gesundes und ganzheitliches Fitnessprogramm – erlernbar und geeignet für Frauen aller Altersgruppen von 13 bis 99 Jahre. Beckenboden, Tiefenmuskulatur, Rücken- und Bauchmuskulatur, aber auch Beine, Arme und Hände werden optimal trainiert. Darüber hinaus wird die Knochenhaut verstärkt durchblutet. Somit beugt er auch der Osteoporose vor, fördert die Beweglichkeit und Koordination und ist das ideale Gehirnjogging sowie ein schönes Gemeinschaftserlebnis zu toller Musik.

Im Orientalischen Tanzstudio Saida gibt es fortlaufende Wochenkurse für Anfängerinnen bis weit Fortgeschrittene sowie Workshops zu den unterschiedlichsten Orientalischen Tanzthemen. Außerdem arbeitet Saida Birgit Göbel mit einigen Kooperationspartnern – hauptsächlich in Kassel und Region wie zum Beispiel mit der Universität Kassel – schon über lange Jahre erfolgreich zusammen. Einzelunterricht oder Workshops auf Anfragen, wie zum Beispiel für einen Junggesellinnenabschied oder Kindergeburtstage ergänzen die reichhaltige Angebotspalette. Weitere Informationen zu Saida finden sich unter www.bauchtanz-kassel.de.

Unsere Interviewpartnerin und Tänzerin Saida Birgit Göbel

 

Saida, du widmest dich seit bereits 25 Jahren dem orientalischen Tanz. Welche Wirkung hat der Tanzstil auf dich? Welche Rolle nimmt der Bauchtanz in deinem Leben ein? Wie viel Zeit investierst du in den Bauchtanz? 

Inzwischen tanze ich seit über 33 Jahren diesen faszinierenden, urweiblichen, vielfältigen und ausdrucksstarken Tanz nach wie vor mit Leib und Seele. Seit 30 Jahren unterrichte ich diesen Tanz und genau der Orientalische Tanzunterricht bildet das Herzstück meines Berufes. Diesen Beruf ausüben zu können, erfüllt mich mit großer Zufriedenheit und Dankbarkeit, da es ja nicht selbstverständlich ist, von der beruflichen Tätigkeit, die man über alles liebt, auch seine Existenz bestreiten zu können. Deshalb erfahre ich das als großes Geschenk in meinem Leben.

Zunächst nebenberuflich und seit 1997 hauptberuflich erfüllte sich mit der Eröffnung des Orientalischen Tanzstudios Saida in Kassel mein großer Traum. Selbstständig zu sein ist aber kein Zuckerschlecken, bedeutet gerade anfänglich wenig Urlaub, viele Arbeitsstunden und unglaublich viel Zeit investieren zu müssen. Das war nicht immer einfach, da musste ich mich behaupten, durchsetzen, kämpfen, aber das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Inzwischen arbeite ich höchstens so 20 bis 25 Stunden wöchentlich.

 

Nach welchem Konzept gestaltest du deine Unterrichtsstunden? Welche Kurse bietest du an? Für welche Teilnehmer eignen sich die Kurse besonders? Welche Tanz- und Bewegungstechniken lernen die Teilnehmer kennen? 

Mein Unterricht richtet sich an Frauen und Mädchen aller Altersgruppen von 13 bis 99 Jahre, der Tanz ist für sie alle geeignet und erlernbar. Außerdem biete ich fortlaufende Wochenkurse  für verschiedene Level von Anfängerinnen bis weit Fortgeschrittene an. Grundsätzlich können die Frauen und Mädchen zunächst eine Schnupperstunde gratis vereinbaren und dann gleich in einen Kurs einsteigen. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Anfängerinnen erlernen zunächst die typischen orientalischen Tanztechniken wie Hüftschieben, Hüftkreisen, verschiedene Hüftachten, Hüftpendel, beziehungsweise Hüfttwist, Hüftkicks, Hüftdrops, den arabischen Grundschritt, den Kreuzschritt, einfache Drehungen sowie einfache Hand- und Armbewegungen. Dann erlernen sie darauf aufbauend kleine Kombinationen  und Choreographien, aber ich fördere auch das freie, improvisierte individuelle Tanzen jeder Frau.

In den Gruppen ab leichte Mittelstufe bis weit Fortgeschrittene wird ergänzend dazu das Wissen über einzelne Tanzstile und dessen Interpretation zur orientalischen Musik, den Rhythmus, die Bedeutung in der orientalischen Kultur, der Aufbau einer Orientalischen Tanzroutine sowie das Sahnehäubchen für Saida Ausdruck, Mimik und Gestik vermittelt. Hinzu kommt Tanzen mit verschiedenen Accessoires wie Schleier oder Stock. Jede Unterrichtseinheit beinhaltet zudem ein kurzes Aufwärmtraining, gezielte Gymnastik und eine abschließende Cooldown-Phase.

 

Normalerweise benötigt man zum Bauchtanzkurs lediglich bequeme Kleidung, eine eng anliegende Hose, eventuell ein Hüfttuch und Gymnastikschuhe. Was hat es allerdings mit den Cimbeln auf sich? Wozu dienen die Klangschalen?

Ja einfache Kleidung, wie Sie es eben beschrieben haben, ist ausreichend. Auf jeden Fall sollte die Tanzlehrerin die Kniestellung sehen können, deshalb ist in meinem Tanzunterricht eine enganliegende Hose oder ein Rock über den Knien unerlässlich – nur so ist ein korrekter und kompetenter Orientalischer Tanzunterricht durchführbar. Mit durchgedrückten Knien ist der Orientalische Tanz nicht erlernbar – dies ist sogar kontraproduktiv für die Gesundheit. Die Cimbeln, das sind sozusagen kleine Klangbecken, die die Tänzerin rhythmisch begleitend zum Tanz einsetzen kann. Insbesondere die türkischen orientalischen Tänzerinnen setzen diese ein. Das Lernen des Cimbelspieles erfordert in der Regel sehr viel Geduld und Übung. Allerdings gibt es unterschiedliche Herangehensweisen, Techniken, zahlreiche einfache und komplexere Cimbelmuster, die man erlernen kann. Klangschalen werden beim Tanzen direkt nicht eingesetzt.

 

Dein Orientalisches Tanzstudio in Kassel besteht bereits seit mehr als 20 Jahren. Was ist dein Erfolgsrezept, Saida? Wie hat sich die Nachfrage nach Bauchtanz in den letzten Jahren entwickelt? An welche Momente im Tanzstudio erinnerst du dich besonders gerne?

Ich freue mich, dass im September diesen Jahres mein Studio immerhin 22 Jahre jung wird. Wichtig ist es, sich ständig tänzerisch fortzubilden, immer neugierig zu sein, ein breit gefächertes Angebot für die unterschiedlichsten Zielgruppen zu präsentieren sowie neue Geschäftsmodelle im Zuge der Globalisierung, der damit verbundenen Flexibilität der Menschen, also der potentiellen Kundinnen, zu entwickeln. Auch eine breit aufgestellte Medienpräsenz ist in der heutigen Zeit noch wichtiger als in der Vergangenheit.

Die Nachfrage, den Orientalischen Tanz zu erlernen, ist erfreulicherweise immer noch da. Allerdings sind viel mehr neue Tanz- und Sportangebote auf den Markt gekommen, die diese Sparte bedienen und entsprechend auch potentielle Kundinnen bewerben. Außerdem sind die Menschen aufgrund der Globalisierung nicht mehr so konstante Kundinnen wie in der Vergangenheit – also zum Beispiel Studentinnen, die nach Abschluss des Studiums in einer anderen Stadt oder einem anderen Land eine berufliche Anstellung finden. An die vielen genussvollen, lachenden, lebendigen, konzentrierten, aufmerksamen, wissbegierigen Gesichter vieler Frauen, die ich unterrichtet habe und noch weiterhin unterrichte, erinnere ich mich besonders gerne und immer wieder.

Tanz ist für alle Alter geeignet und erlernbar

 

Ausdrucksstarke, elegante Bewegungen 

Beim Orientalischen Tanz geht es nicht nur um einfaches Hüftkreisen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sich zu bewegen und diese Bewegungen zu Choreographien zu kombinieren. So bleibt der Tanz immer spannend und ein tolles Erlebnis. Die Eleganz und Ausdrucksstärke des Orientalischen Tanzes stärkt die Frauen und Mädchen und sie entwickeln ein ganz neues Gefühl für ihren Körper. Menschen jeder Altersstufe können den Tanzstil ausprobieren und erlernen, der eine einzigartige Erfahrung darstellt und viel Freude bereiten kann.

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