Die Reise ins Ich

Veröffentlicht am 10 November 2020 von Verena Arnold
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Rosemarie Elisabeth Worseck, geboren am 6. Dezember 1955 in Berlin, hat sich ursprünglich zur Diplomchemikerin ausbilden lassen. Ihr Berufsleben begann in der Chemieindustrie und führte sie nach der Geburt ihrer Töchter in ein Umweltlabor, welches sie 14 Jahre lang leitet. Wie die 65-Jährige erzählt, interessierten sie alle Formen der Umweltuntersuchungen– egal ob Boden, Wasser oder Luft. Besonders spannend waren für sie immer die Möglichkeiten der Entgiftung verschiedenster Umweltmaterialien durch angepasste Reinigungsverfahren.

Allerdings kam es zu einem Schicksalsschlag: Bei der Entnahme von Umweltproben ereignete sich ein Unfall, den Rosemarie Elisabeth Worseck nur mit Glück überlebte. Dieser Vorfall veränderte ihre Einstellung zum Leben. Neue Dankbarkeit entwickelte sich und sie kam zum Schluss, dass sie sich noch einen großen Lebenswunsch – nämlich sich profunder mit der Naturheilkunde zu beschäftigen – erfüllen musste. Also begann Rosemarie Elisabeth Worseck mit 40 Jahren verschiedene Ausbildungen im Bereich Homöopathie und Akupunktur zu absolvieren. Nebenbei begleitete sie immer das Interesse an Yoga als körperlicher und geistiger Ausgleich.

Zehn Jahre sollte die Ausbildungszeit neben Ihrem alten Beruf dauern. Schließlich war es soweit: Nach der bestandenen Heilpraktiker-Prüfung und bevorstehender Yogalehrerprüfung wagte sie mit 50 Jahren den Sprung in die Selbständigkeit. Anfangs arbeitete sie zusätzlich noch als Chemielehrerin, um sich über Wasser zu halten. Ihre Praxis war auf Homöopathie, Akupunktur, Hildegardmedizin und Entgiftungstherapien spezialisiert. Inzwischen ist die 65-Jährige auch als zertifizierte Yogalehrerin zugelassen. Ihr Spezialgebiet ist die Kombination verschiedener Arten von Yoga-Therapien, die sie als Heilpraktikerin an verschiedenste Krankheitsbilder anpassen kann. In ihrer Yogaschule So´ham können Yogainteressierte in unterschiedlichen Yogaklassen praktizieren.

Unsere Interviewpartnerin Rosemarie Elisabeth Worseck – Heilpraktikerin und Yogalehrerin in Schwielowsee

 

Wie viel kostet ein Yoga Kurs?

Es gibt diverse Yoga-Kurse, zum Beispiel Präventionskurse. Ich habe einen solchen Yoga-Kurs im Angebot: Zehn Einheiten, wobei jede Einheit 90 Minuten dauert, kosten bei mir in der Gruppe zwischen 120 bis 140 Euro. Dieser Yoga-Kurs verlangt eine spezielle Zertifizierung des Yogalehrers. In der Regel werden dann Zweidrittel der Kosten von der Krankenkasse übernommen.

Dann gibt es freie Kurse, zum Beispiel als Wochenendseminar, die 14 Yogastunden beinhalten für insgesamt 190 Euro. Auch Ferienkurse gibt es, die ein bis zwei Wochen dauern und entweder im In- oder Ausland durchgeführt werden für zirka 300 bis 2000 Euro. Nicht zu vergessen ist, dass es auch immer Benefizkurse gibt. Für Menschen, die einen geschützten Bereich für sich brauchen, wird auch Yogatherapie zum Preis von 50 bis 100 Euro die Stunde als Einzelunterricht angeboten.

Wie man sieht, gibt es verschiedene Angebot und Preissegmente. Yoga darf allerdings nicht ein Angebot für Besserverdiener sein, denn Yoga wurde 2016 durch die UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt und sollte jedem Menschen zugänglich sein. Unsere Gesundheit darf niemals eine Frage von arm und reich sein.

 

Warum sollte man Yoga machen?

Yoga bedeutet Wachstum und Inspiration. Es gibt viele Gründe, warum man Yoga ausüben sollte. Unter anderem, weil

1. Yoga Selbsterfahrung ist. Man lernt den Körper kennen. Grenzen und Potentiale zeigen sich auf.
2. Yoga Harmonie ist. Es beruhigt die Atmung und entspannt den Körper.
3. Yoga Entschleunigung bedeutet. Pausen werden möglich, was Veränderungen zulässt.

  1. Yoga der Wechsel von Anspannung und Entspannung ist. Egal ob es die Muskulatur oder der Geist ist – der Körper pulsiert im eigenen Lebensrhythmus.
    5. Yoga Lebendigkeit ist. Durch Asanas wird jede einzelne Zelle von der Erstarrung befreit.
    6. Yoga die Gedanken zur Ruhe kommen lässt. Die Meditation ist die Königsdisziplin im Yoga, die in uns heitere Gelassenheit entstehen lässt.

Welche Yoga Arten gibt es?

Die Frage ist schwer zu beantworten. Denn es gibt so viele Arten und Stile. Das Leben ist Veränderung und Yoga verändert sich mit. In unserer modernen Welt hat sich eine Vielzahl von Yogavarianten entwickelt. Die meisten haben dabei ihre Wurzeln im traditionellem Hatha Yoga, einer Art des Yogas, bei dem die Übungen mit der Atmung verbunden werden.

Ich möchte nur sechs Yoga-Arten vorstellen, um die Unterschiedlichkeit darzustellen, denn jeder, der sich auf die Reise begibt, sollte seine eigenen Erfahrungen sammeln dürfen:

So ist auch der Hatha Yoga, die bisher bekannteste Art in der ausgedehnten Yogawelt. In jeder Yogaeinheit werden Asanas, Pranayama und Meditation gelehrt. Es ist ein sehr körperbetonter Stil, der Ha, sprich die Sonne und Tha, sprich den Mond energetisch in uns ausgleichen möchte. So gibt es in jeder Yogastunde auch eine Anfangs- und Endentspannung, um den Körper nach einer Anspannung auch wieder in eine Entspannung zu begleiten.

Als zweites möchte ich Kudalini Yoga vorstellen. Kundalini Yoga, nach Yogi Bhajan, wird auch das Yoga des Bewusstseins genannt. Der Schwerpunkt ist energetischer Natur. Es geht um die Erweckung der Kundalini Energie, die nach yogischer Vorstellung im Becken eines Menschen schlummert. Das ist ein Weg, der Disziplin und Hingabe erfordert, um die körperlichen, seelischen und geistigen Blockaden sanft und konsequent zu bearbeiten.

Vinyasa Yoga ist eine Yogaform, in der die Bewegungen fließend ineinander übergehen. Ähnlich, wie beim Hatha Yoga wird die Bewegung mit der Atmung fein abgestimmt, um einen bewussten Energiefluss zu erzeugen, sprich Flow. Diese Yogaform ist dynamisch und intensiv und setzt eine gute körperliche Bereitschaft voraus. Die Yogastunde beginnt in der Regel mit dem Sonnengruß und führt dann durch verschiedene Vinyasaflows, um die eigene Energie hervorzubringen.

Acro Yoga ist für Yogaschüler geeignet, die die Kombination aus Yoga und Akrobatik lieben, während beim Yin Yoga die verschiedenen Posen bis zu zehn Minuten gehalten werden. Passives Stretching statt dynamischer Flow steht hier im Fokus, denn Yin ist das chinesische Zeichen für Weiblichkeit und Ruhe. Hier geht es geht darum, sich in den Asanas fallen zu lassen und komplett zu entspannen. Der Atem darf frei fließen und jeder Yogi darf mit viel Geduld ganz bei sich und seiner inneren Ruhe ankommen.

Und zum Schluss das Anusara Yoga, eine sehr junge Art in der Yogawelt, die sich 1997 entwickelt hat und durch die starken Ausrichtungsprinzipien aus dem Hatha Yoga geprägt ist und der Philosophie der Herzöffnung folgt. So geht es nicht darum einer fest vorgegebenen äußeren Form zu genügen, sondern jede Asana über das Fühlen mit dem Innen abzugleichen Daraus entsteht ein anmutiges Fließen – eine Balance auf Kraft, Ruhe und innerem Focus.

Diese vielen Yogastile können einen Anfänger verwirren, aber mit einem langen Atem lohnt sich die Suche nach dem eigenen Yogastil, denn im Yoga geht es immer um die Reise zu sich selbst. Wer sich auf die Suche begibt, wird finden – und auch das kann sich nach einigen Jahren wieder ändern. Das Leben ist immer Veränderung!

Was sollte man zum Yoga Kurs mitbringen?

Jeder Yogaschüler braucht für den Yoga-Kurs vor allem einen wachen und offenen Geist, der bereit ist für Veränderung. Die Einstellung etwas Gutes für sich zu tun oder das Gute im Yoga-Kurs zu finden ist eine zweite wichtige Voraussetzung und das Dritte ist die Yogaausrüstung:

bequeme Kleidung
Yogamatte, Yogagurt, Yogablock und Yogakissen
Yogatuch oder Yogadecke

Zum Schluss: Das Wichtigste ist eine gute Yogamatte, die rutschfest ist, und bequeme Yogakleidung, die für den ausgewählten Yogastil angemessen ist.

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