Fotografin aus Leidenschaft

Veröffentlicht am 20 Mai 2019 von Verena Arnold
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Manchen Fotografen merkt man es an, dass sie ihren Beruf wirklich lieben. Dass sie Fotografieren insofern auch nicht als Beruf empfinden, sondern als etwas, dem sie auch nachgehen würden, wenn sie kein Geld dafür bekommen würden. Die Heiterkeit, mit der sie fotografieren, erreicht auch ihre Objekte und schafft eine Atmosphäre, in der wunderbare Bilder entstehen können.

Tina Trippens ist 42 und kommt aus Frankfurt am Main. Bis nach Offenbach – “dribb de Bach”, wie der Frankfurter sagt und mit Bach den Main meint – ist es nicht weit. Dort lebt sie heute mit zwei Hunden und drei Kindern. Die Fotografie hat die Kommunikationswirtin Tina von klein auf begeistert und während ihrer diversen beruflichen Stationen im Marketing stets begleitet. Es wurde aber 2016, bis sie sich entschied, ihre Leidenschaft auch beruflich zu nutzen.

Rasch konnte Tina Trippens sich einen namhaften Kundenstamm aufbauen. Ihre Klientel ist bunt gemischt: von Hochzeiten, über Kinder, Tiere, Portraits und Business fotografiert sie alles, was ihr vor die Linse kommt. Dabei profitiert sie vor allem von Empfehlungen, die sowohl von zufriedenen Kunden als auch von ihrem Netzwerk von lieben Kollegen kommen. Bei Tina kann man auch eine Visagistin oder eine Fotobox buchen.

Unsere Interviewpartnerin Tina Trippens ist eine berühmte Fotografin

 

Welche Fotografen haben deiner Meinung nach, die heutigen Trends geprägt? Wie würdest du dich selber einordnen? Was macht dir an deiner Arbeit besonders Spaß?

Ich denke, das kann man gar nicht sagen. Heutige Trends? Was sind denn heutige Trends?. Der Trend wechselt doch täglich. Besonders in der heutigen Zeit, wo Jeder Fotograf mit seinem Smartphone sein kann. Man muss sich absetzen, „unique“ sein. Einige tun das mit Projekten. Sie fotografieren zum Beispiel nur Hunde, andere nur Hochzeiten, wieder andere haben einen unverkennbaren Stil.

Ich persönlich will mich nicht auf eine Sache festlegen. Vielleicht, weil ich Angst habe, was zu verpassen? Nein, ich möchte einfach nur viele verschiedene Dinge machen. Verschiedene Projekte. Veranstaltungen und Konzerte zu fotografieren, macht mir genauso viel Spaß, wie eine tolle Familie mit Ihren Hunden.

Es gibt eine Sache, die mir neben den entstehenden Bildern am Wichtigsten ist: Ich will eine tolle Zeit mit den Menschen vor meiner Kamera haben. Es muss Spaß machen, ich schaue nicht auf die Uhr und sage „die Stunde Shooting ist rum“. Ich interagiere mit den Menschen, ich unterhalte mich, wir lachen. Zu sehen, wie die Menschen vor meiner Kamera langsam „auftauen“ und natürlich werden, sie selbst werden, das ist für mich entscheidend. Ich habe so viele wunderbare Bilder aus Momenten, wo die Menschen vor der Kamera mich gar nicht mehr als Fotografin gesehen habe, sondern einfach etwas von sich aus gemacht haben. Das sind die Bilder, die ich will. Ehrlich und offen!

Wenn Leute auch nach Monaten und Jahren noch sagen „Das Shooting war so schön und hat so viel Spaß gemacht“ ist das für mich ein riesiges Lob. Ich möchte für die Menschen zwar Bilder machen, Ihnen aber auch eine gute Zeit schenken.

Ich liebe meinen „Job“!! Ein Geschenk, dass ich das machen darf!

 

Welche Outfits sollte man für eine Fotosession mitbringen? Sollten neben den Hochzeitskleidern auch andere Outfits mitgebracht werden? Wie lange dauert eine Fotostrecke? Was ist besser, Studiofotos oder in der Natur?

Man sollte die Kleidung anziehen, ich der man sich wohlfühlt. Wenn man sich in seiner „Haut“, in diesem Fall seinen Kleidern, wohl fühlt, zeigt sich das auf den Bildern. Wenn man irgendwo zubbeln muss, weil es hier zwickt oder da zwackt, ist man unsicher und nervös. Das macht keinem Spaß. Bei mir darf jeder mitbringen, was er möchte. Umziehen ist kein Thema. Ist ja auch schnell gemacht. Oft nehmen wir zu Outdoor Shootings mehrere Outfits mit. Ist doch auch viel schöner, wenn man etwas Abwechslung auf den Bildern hat.

Wie lange ein Shooting dauert, hängt davon ab, was wir machen. Kann eine Stunde sein, können drei Stunden werden. Letzte Woche hatte ich eine „Wiederholungstäterin“ bei mir und wir haben Yoga-Posen fotografiert. Da wird sich umgezogen, wir haben verschiedene Hintergründe genutzt und da Yoga auch sehr anstrengend ist, haben wir mehrere Pausen gemacht. Wichtig ist, sich Zeit nehmen, nicht hetzen, sondern alles in Ruhe anzugehen – dann kommen oft auch noch neue Ideen mit ins Spiel.

Studio oder Natur? Das ist nicht vergleichbar. Mache Shootings sind Indoor besser, andere gehören einfach raus. Sonnenuntergänge sind was besonderes. Kinder und Hunde fühlen sich draußen „freier“ und sind leichter zu fotografieren. Shootings, die ein Dauerlicht für Schattenspiele benötigen, gehören ins Studio.

Ob drinnen oder draußen – ich mag beides! Man benötigt einfach für die verschiedenen Situationen jeweils das richtige Equipment.

 

Welche Kamera verwendest für die Fotografie am liebsten und warum?

Ich bin Canon Fotografin! Ich hatte schon andere probiert, griff aber immer wieder zu meiner Canon, weil ich damit einfach am besten zurecht komme. Das muss aber jeder für sich selber entscheiden.

Es kommt auch nicht drauf an, wie teuer eine Kamera ist. Es spielt vieles mit und es kommt darauf an, was man fotografieren möchte. Ich habe eine Canon 1D Mark aber ich bevorzuge immer noch meine Canon 6d.

Dann kommt es vor allem auf die Objektive an. Ich nutze am liebsten meine 6d mit dem Canon 50mm 1.2 Objektiv.

Diese Kombi und dann ab zum Portrait-Shooting! Wunderbar.  

Ich hatte aber auch jahrelang mit meiner Canon 60d fotografiert. Ich denke sowieso, dass es nicht nur auf die Kamera   ankommt. Man muss vor allem wissen, wie man die Kamera einstellt, welche Objektive man verwendet und wenn ich kein Auge für das richtige Motiv habe, oder wenn ich Ideenlos bin und nur knipse, dann bring mir auch die teuerste Kamera nichts.

Jemand sagte mal: „Die Beste Kamera ist die, die man dabei hat!“

 

Kann man mit dem Handy gute Bilder machen? Was hat dir beim Erlernen der Fotografie besonders geholfen? Was für eine Kamera kannst du einem Anfänger empfehlen?

Ja, mit dem Handy kann man sehr gute Bilder machen!!! Die Kameras an den Handys werden immer besser, aber dennoch sehe ich sie nicht als Konkurrenz. Ein professioneller Fotograf ist was ganz anderes. Das Auge für Motive zu haben, die Interaktion.

Ich finde es toll, dass die Handys immer bessere Kameras haben, denn auch ich nehme meins oft mit und mache Bilder. Ist doch toll, wenn jeder die Möglichkeit hat, Bilder zu machen.

Mir haben Workshops geholfen. Zu sehen, wie andere Fotografen denken und welche Ansatzweisen sie haben. Neue Eigenschaften meiner Kamera zu lernen und diese besser handhaben zu können. Das hilft schon ungemein. Außerdem können Tutorials im Internet auch sehr helfen. Ist aber nicht so meine Ding. Ich mag es, wenn man etwas live miterleben kann.

Für Anfänger finde ich die Canon 60d super. Die kann viel (auch hier muss man sich in die „Tiefen“ der Kamera einarbeiten) und macht sehr gute Bilder. Aber auch eine kleine Kompaktkamera kann schon tolle Bilder machen.

Aber ich denke, eine gute Mittelformat Kamera ist erschwinglich (darauf kommt es ja auch an, denn nicht jeder kann sich für € 1.000 – 2.000 eine Kamera kaufen) und für den Anfang perfekt.

Der Trend von Fotos wechselt doch täglich

 

Ein Auge haben für den perfekten Moment

Bestimmte Dinge kann man nicht lernen. Deshalb gibt es heute auch immer mehr gute Fotografen ohne eine klassische Ausbildung. Die Technik lernt man “learning by doing”. Was einem gegeben sein muss, wenn man als Fotograf besondere Bilder machen will, ist das Auge für den Moment, in dem man auf den Auslöser drücken muss. Da spielt sehr viel Intuition mit. Auge, Stimmung, Licht und Perspektive vereinen sich mit der Kamera und ihrem Objektiv zu einer Einheit, um unwiederbringliche Momente festzuhalten. Da gibt es nicht viel zu lernen, nur zu üben und zu praktizieren, um seine Gabe zu schulen.

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