Fotos muss man sehen können

Veröffentlicht am 12 Mai 2019 von Verena Arnold
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Selbst der beste Fotograf muss Marketing einsetzen, um erfolgreich zu arbeiten, denn wenn die Fotos keiner sieht, engagiert auch niemand den Fotografen. Björn Hnida ist selbstständiger Fotograf und leitet sein eigenes Unternehmen “PixelSaint”. Auch das Marketing übernimmt er selbst. Wir wollten wissen, welche Tipps und Tricks er angehenden Fotografen und Unternehmern allgemein geben kann und luden ihn zum Interview. Mit uns spricht er über seine Zeit im Vertrieb, das Fotografieren von Konzerten und warum SEO so wichtig ist.

Der Vater von vier Töchtern ist eigentlich gelernter Kaufmann und hat vor vielen Jahren berufsbegleitend sein Studium zum Bachelor of Sales & Distribution abgeschlossen. Ergänzend hierzu ist er ausgebildeter Online Marketing Manager (IHK). Seine Facharbeit schrieb er zu dem Thema „Verquickung von Fotografie und Online Marketing“. Beruflich verschlug es ihn zunächst erstmal fast 18 Jahre lang in den Vertrieb und hiervon circa 15 Jahre in den Vertriebsaußendienst. Obwohl er seinen Job gerne machte, wurde es ihm zum Ende hin einfach zu viel – ernsthafter Vertrieb sieht zwar immer locker aus, ist aber eine reine Knochenmühle, so Hnida. Glücklicherweise konnte er ein Sabbatjahr einlegen, hatte dadurch mehr Zeit für seine Familie und auch dazu, sich in Ruhe Gedanken darüberzumachen, wie es in seinem Leben denn eigentlich weitergehen soll.

Die Fotografie war schon immer die Leidenschaft des 46-Jährigen. Er erhielt im Vorfeld bereits sehr viel positives Feedback für seine fotografischen Arbeiten. Den letzten Ausschlag hat dann sein bester Freund gegeben, der ein extrem erfolgreicher und hervorragender Foodfotograf in München ist.Und dann ging es recht schnell und PixelSaint Fotografie war geboren. Aller Anfang ist schwer und so musste auch Björn Hnida viele Hindernisse, vor allem finanzielle, überwinden. Er sieht das sehr entspannt, denn seiner Meinung nach, sind das Herausforderungen, die jeder Gründer zu Beginn bewältigen muss. Ist man glücklich mit dem, was man tut und von seiner Idee überzeugt, bleibt man auch dabei, wenn es etwas holprig wird, so Hnida. Es braucht einfach Zeit, Ausdauer und natürlich nicht zuletzt auch Qualität, um sich einen Namen zu machen. Sein Know-how im Online Marketing nutzt er, um sich auf dem Markt sichtbar zu machen. Tu Gutes und sprich darüber, ist seine Devise.

Unser Interviewpartner Björn Hnida ist Fotograf

 

Björn, jahrelang warst du im Vertrieb tätig und dann hast du auf einmal eine ganz andere Richtung eingeschlagen und bist Fotograf geworden. Wie waren deine Anfänge? Wie lang hast du gebraucht, um dir einen Namen zu machen?

Das war eine wilde Zeit. Ich war schon vorher viel in der lokalen Musikszene unterwegs, hatte Kontakte zu Musikern und so weiter. Anfänglich habe ich zumeist unentgeltlich für kleine, lokale Acts fotografiert. Das war für mich eine klassische Win-Win Situation. Die kleinen Musiker, die meist kein Budget haben, kamen so an professionelle Fotoaufnahmen und ich hatte die Möglichkeit zu lernen, mich zu verbessern und darüber hinaus auch noch Kontakte zu Bands oder auch Locations zu knüpfen. Ich kann diese Vorgehensweise nur jedem „Neuen“ empfehlen – du lernst extrem viel, wenn du auch in den dunkelsten Musikschuppen und mies ausgeleuchteten Bühnen fotografieren musst / kannst. Ein weiterer Vorteil ist, dass du so zu Beginn nicht in der Pflicht stehst, perfekt zu liefern. Es nimmt unerfahrenen Fotografen unheimlich den Druck, wenn man nach Sichtung der Bilder sagen kann: Sorry Leute, das habe ich leider verkackt. Bei kommerziellen Aufträgen musst du liefern – das ist das gute Recht deines Auftraggebers. Immerhin hat er dich dafür bezahlt.

 

Konzerte sind nicht einfach zu fotografieren, Fotopässe müssen besorgt werden, das Licht ist nicht ideal, die vorhandene Zeit ist kurz, kannst du uns ein paar Tipps verraten?

Konzertfotografie / Eventfotografie ist für mich die anspruchsvollste und schwierigste Spielart der Fotografie. Es ist eng, heiß und laut. Hinter dir toben die Fans und du teilst dir den Fotograben mit anderen Fotografen, der Security und kollabierten Zuschauern. Das Licht ist oft eine totale Katastrophe. Zu viel, zu wenig, extreme Farben – und du hast kaum bis keine Möglichkeit, darauf Einfluss zu nehmen. Du brauchst ein waches Auge für Situationen. Wenn dir auf einem Event, einer Hochzeit oder auch auf einem Konzert etwas entgeht, ist es unwiederbringlich verloren, es gibt kein: “Lass uns das doch eben nochmal machen“. Es ist extrem hilfreich, die Künstler zu kennen. Wie ist das Posing auf der Bühne, gibt es eine Choreografie und so weiter.

Die meisten Musiker habe ihre Eigenarten, sich auf der Bühne zu präsentieren. Beobachte den Künstler auf der Bühne genau und achte auch auf das Lichtsetting. Strahler, Spots, etc. laufen nach den Vorgaben des Lichttechnikers. Du kannst also ein Stück weit vorausberechnen, wann ein Musiker wie im Licht steht. Die Akkreditierung ist relativ schwierig – hier gibt es keine Anleitung mit 100% Erfolgsgarantie. Finde heraus, wer für die Vergabe der Fotopässe bei dem jeweiligen Konzert zuständig ist. Das kann die Band selbst, deren Management oder auch das Venue sein. Schreibe die Verantwortlichen an, erzähle kurz etwas zu dir, liefere gegebenenfalls Arbeitsproben (zum Beispiel über einen Link zu deiner Homepage) und stelle die Bilder kostenlos in Aussicht. Na ja und dann viel Glück.

 

Hast du eine Lieblingsmarke für deine Fotoausrüstung? Würdest du sie weiterempfehlen? Erfüllt sie deine Ansprüche besser als die anderen?

Ich arbeite mit Canon Equipment. Hier habe ich die Ausrüstung, die ich für meinen Job benötige. Die Qualität stimmt und die Auswahl an Optiken ist mehr als ausreichend. Wichtiger als der Hersteller sind aber die Merkmale, an denen sich die Ausrüstung messen lassen muss. Möglichst lichtstarke Objektive mit sehr guter Abbildungsleistung, rauscharme Sensoren, die auch höhere ISO Zahlen vertragen und eine gute Verarbeitung des Materials, da es im Eifer des Gefechts auch schon mal etwas ruppiger zugehen kann. Wer schon mal auf einem Heavy Metal Konzert ohne Bühnengraben war, versteht was ich meine.

 

Search Engine Optimisation ist ein umfangreiches Thema, auch für Fotografen. Welches sind deiner Meinung nach die wichtigsten Punkte in dieser Hinsicht?

SEO ist immens wichtig für Fotografen! Du kannst die tollsten Bilder der Welt schießen – wenn sie niemand sieht, ist es ein sehr einsames Vergnügen. Sichtbarkeit im Internet ist heutzutage das A und O eines jeden Unternehmens, da machen Fotografen keine Ausnahme. Regelmäßig frischer Content, die passende Auswahl an Keywords und die Verlinkung auf Dienstleistungsplattformen helfen da schon immens weiter. Natürlich gibt es noch zahlreiche Maßnahmen mehr, aber dies würde an dieser Stelle wohl zu weit gehen. In meinem Fall ist es so, dass etwa 80 % der Neukunden den Weg über meine Internetpräsenz zu mir finden (inklusive der Social Media Kanäle).

Ebenfalls sehr wichtig ist die Platzierung auf Branchenplattformen und Foren. Auch dies erhöht die Sichtbarkeit stark und führt zu Anfragen und bestenfalls zu neuen Aufträgen. Und genau hier liegt das Geheimnis des Erfolges von PixelSaint Fotografie. Fotografen gibt es wie Sand am Meer, Marketing Agenturen ebenfalls – aber der Mix aus beidem macht den Unterschied. Ich erstelle den benötigten Content in passender Form, bringe ihn ins Netz und sorge auch dafür, dass er gefunden wird – das alles aus einer Hand, ohne lange Absprachen mit unterschiedlichen Ansprechpartnern und sich daraus ergebenden Fehlerquellen. Meiner Meinung nach sind SEO, SEA und Social Media Management unverzichtbar, wenn man in unserer digitalen Zeit ein Unternehmen jedweder Größe erfolgreich führen möchte.

Fotografiekenntnisse alleine reichen nicht aus, um ein erfolgreicher Fotograf zu werden

 

Sich von der Konkurrenz abheben erfordert mehr als nur Talent

Aus dem Interview mit Björn Hnida wird klar, dass Marketing immer ein fester Bestandteil eines Unternehmens sein muss. Die Bilder eines Fotografen müssen gesehen werden, um weitere Kunden an Land zu ziehen. Ein großer Vorteil, wenn man wie Hnida vorher in dem Bereich gearbeitet hat und die Fähigkeiten für sich nutzen kann.

Wir bedanken uns für das interessante Interview und wünschen Björn Hnida weiterhin viel Erfolg mit seiner Unternehmung.

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