Gute Unterhaltung mit Feuershow und Feuerspucker

Veröffentlicht am 10 April 2020 von Verena Arnold
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Feuer ist ein ganz besonderes Element und hat Menschen schon immer fasziniert. Daher ist es auch als Showelement sehr beliebt und die unterschiedlichen Möglichkeiten, das Publikum mit Feuer zu unterhalten, ist eine sehr alte Kunst, die von den jeweiligen Künstlern auf eigene Art weiterentwickelt und ganz unterschiedlich präsentiert wird.

Wir wollten mehr über Feuershows und die Arbeit als Feuerspucker erfahren und haben mit dem Team von Ignis-Draconis gesprochen. Dieses Team besteht aus dem 33-jährigen Daniel Lindner, der seit bereits im Alter von 16 Jahren als Solo-Künstler begann, sowie dem aus Zwickau stammenden 42-jährigen Thomas Schellenberg, dem Mitgründer von Ignis-Draconis. Außerdem gehört die ebenfalls aus Zwickau stammende 38-jährige Sandra Schellenberg, Ehefrau von Thomas und das Feuerküken. Sie ist erst seit 2012 ebenfalls Feuerkünstlerin, gilt aber als heimliche Chefin, da sie alles am laufen hält und sich um alles rund um das Unternehmen kümmert.

Alle Drei betreiben die Feuerkunst im Nebengewerbe und haben zusätzlich ihre Hauptberufe. Daniel ist gelernter Koch und heute in der Altenpflege tätig, Thomas ist gelernter Industriemechaniker mit Fachrichtung Betriebstechnik und seit 20 Jahren in dem selben Betrieb als CNC Dreher tätig und Sandra hat Restaurantfachfrau gelernt und arbeitet heute als Kurierfahrerin.

Dies wollen sie auch so beibehalten, da die Feuershows sich zumeist nur auf Freitag und Samstag beschränken, dann wenn eben andere Menschen feiern und zu ihrer Feier ein besonderes Highlight möchten. Daher ist es schwer bis unmöglich, soviel Geld damit zu verdienen, dass drei Personen davon leben könnten und auch alle anfallenden Kosten abgedeckt wären.

Die Feuershow Ignis-Draconis gibt es bereits seit 2004 und wurde wegen der zuerst steigende Zahl der mitwirkenden Künstler als Verein geführt. Viele Mitglieder kamen und irgendwann gingen sie auch wieder. 2015 waren sie wieder bei ihrem dreiköpfigen Team und entschieden sich 2016, aus den Verein eine GbR zu machen. Seitdem sind sie ein eingeschworenes Team und immer mit Herz und Leidenschaft dabei. Bei bestimmten Auftritten, wie zum Beispiel Kinderfeste, sind auch noch drei Minikünstler dabei. Dabei handelt es sich um die Kinder von Thomas und Sandra Schellenberg im Alter von 13, 10  und 5 Jahren. 

Unser Interviewpartner ist das Team von Ignis-Draconis

 

Daniel, Sandra und Thomas, wie lange arbeitet Ihr schon mit dem Element Feuer und wie seid Ihr zu dieser außergewöhnlichen Tätigkeit gekommen? Was fasziniert euch am meisten an Feuershows?

Daniel Lindner: Als ich mit 15 Jahren zum ersten Mal eine Feuershow gesehen habe, war ich so fasziniert, dass für mich feststand, dass ich dies auch erlernen möchte. Der Künstler wollte es mir auch beibringen, allerdings erst, wenn ich 16 werde. Aber ich saß die Zeit ab und stand dann mit 16 (2002) wieder vor seiner Tür. Er hielt sein Versprechen und hat mir mit viel Geduld versucht, alles beizubringen was er konnte. Ich durfte sogar mit ihm zusammen einige Auftritte absolvieren. 1 Jahr später stand aber für mich fest, dass ich meinen eigenen Weg gehen muss. So brachte ich dann wiederrum meinen Freunden alles bei und es dauert nicht lange, dass es sich im Bekannten- und Freundeskreis rum sprach und so nahm es alles seinen Lauf…

Thomas Schellenberg: 2003 wollte ich nur mal eben einen Kumpel in einer Kneipe in der Stadt abholen. Dass dieser da eine Feuershow durchführte, war mir nicht klar, aber es zog mich sofort in seinen Bann. Scherzhaft sagte ich noch, dass ich dies auch kann und mitmache. Ob es noch als jugendlicher Leichtsinn durchgeht, wage ich zwar zu bezweifeln. Aber mit besagten Kumpel fuhr ich dann zum Geburtstag unseres gemeinsamen Freundes und just for fun erhielt ich dort meine Feuerprobe. Von da an war ich Feuer und Flamme…

Sandra Schellenberg: 2011 als ich meinen jetzigen Mann kennenlernte, hatte ich schon mal eine Feuershow gesehen, aber selbst bei einer mitzuwirken, das kam mir bis dato nie in den Sinn. Nun ja, wenn man aber einen Freund hat, der jedes Wochenende durch Deutschland tingelt, um Feuershows zu machen, kommt man dem Feuer automatisch näher. Ich sah mich immer als Maskottchen, das die Kamera hält und Fotos macht, während die Jungs den Gästen einheizen. Bis 2012 unser Daniel krankheitsbedingt eine kleine Pause einlegen musste und ich vom Maskottchen zum Feuerazubi wurde. Eh ich mich versah, war ich Teil dieser Feuergruppe, das Feuer und ich näherten uns langsam an, doch jetzt ist es eine heiße Liebe…

Ich spreche da für uns drei, wenn ich sage: Wer einmal „Feuer fängt“, den lässt es nie wieder los. Die Faszination, etwas zu beherrschen, was so gefährlich ist, ist eine Kunst, die magisch für Künstler und Zuschauer ist.

 

Welchen Tipp habt ihr für diejenigen, die ihre eigene kleine Feuershow veranstalten möchten? Wo kann man sich ausbilden lassen oder einen Kurs besuchen? Welche Sicherheitsvorkehrungen müssen unbedingt getroffen werden?

Sandra: Unser Tipp: Spiele nicht mit dem Feuer, wenn du Angst hast, dich zu verbrennen!

Es gibt, denke ich, in jeder Stadt Kurse, wo man das Poi spielen oder zum Beispiel Hula Hoop erlernen kann (sicher auch andere Elemente). Doch ich persönlich bin der Meinung, wer wirklich mit Feuer spielen möchte, sollte dies erst tun, wenn er sein Element so beherrscht, dass er beim Spielen keine Fehler mehr macht.

Eine direkte Ausbildung mit einer Prüfung gibt es nicht, obwohl dies hilfreich wäre. Learning by doing ist die Devise. Vielleicht hat man auch das Glück, dass es eine Feuergruppe in seiner Nähe gibt. Am besten lernt man von denen, die es können, denn auch das Thema Sicherheitsvorkehrungen ist ein heißes Thema.

Ich möchte an dieser Stelle nicht auflisten, auf was man alles achten muss, denn ich möchte nicht, dass dies hier jemand liest und sich denkt „Ach, hier steht, ich brauch das, das und das“ und dann könnte er sich auf die Bühne stellen und es könne nichts mehr passieren. Die Wahrheit ist, selbst wenn man an alles gedacht hat, ist es immer noch Feuer und manchmal reicht ein Windstoss, um aus einer sicheren Position eine gefährliche zu machen. Also ist die wichtigste Sicherheitsvorkehrung, dass man wissen muss, was man tun muss, wenn es brenzlig wird. Und dies lässt sich hier nicht niederschreiben.

 

Welches Gerät oder Utensil verwendet ihr bei der Feuershow am liebsten und warum? Was macht es so besonders?

Daniel: Ich liebe das Feuerspucken. Jeder Zuschauer liebt dieses Element am meisten und tut dies meist mit einem „Wow“, „Krass“ oder Ähnlichem kund. Es ist gewaltig, man kann es hören, man spürt die Hitze bis ins Publikum und es ist auch bei Tageslicht sehr gut sehen. Es ist auch das gefährlichste Element und deswegen vielleicht auch so faszinierend.

Thomas: Ich liebe meinen Funkenstab, wenn ich inmitten des meterhohen Funkenregen eingehüllt werde, ist das für mich und die Zuschauer ein magischer Moment. Es ist ein tolles Gefühl, mittendrin zu stehen und die Macht des Feuer spüren zu können.

Sandra: Mein Lieblingselement sind meine Feuerfächer. Ich liebe das Spiel von Tanz mit dem Feuer. Es geht nicht wie bei meinen Kollegen darum, die Kraft des Feuers zu zeigen, sondern eher darum, dass Feuer und Mensch zusammen auch etwas Romantisches, Leichtes haben kann. Meist kommt von den Zuschauern auch ein ergriffenes Seufzen, wenn mein Mann und ich meist zu einem Liebeslied unsere Feuerfächer zum Takt der Musik schwingen und zum Schluss innig vereint mit den Feuer umschlingen. Manchmal habe ich da selbst Gänsehaut dabei, vor allem, wenn das Publikum „Küssen“ ruft, dann weiß ich, dass wir das Publikum mit auf unsere Reise genommen haben.

 

Wie kann man Ignis Draconis engagieren, wie ist der Ablauf der Feuershow und wie viel kostet das Spektakel? Gibt es auch öffentliche Auftritte, wo man euch bewundern kann?

Sandra: Uns kann man auf allen möglichen Wegen kontaktieren. Unsere Website ist dafür immer ein guter Anlaufpunkt. Da kam man sich auch ein Bild machen, was alles so buchbar ist. Aber auch in den sozialen Medien sind wir präsent und man kann uns darüber kontaktieren.

Der genaue Ablauf und auch die Kosten sind immer sehr individuell. Man erfragt sie am besten. Genaue Kosten kann man deshalb jetzt schwer sagen, da es immer darauf ankommt, für welche Art und in welchem Umfang wir gebucht werden.

Wir haben auch mehrmals im Jahr öffentliche Auftritte, wie zum Beispiel das Stadtfest in Zwickau oder auch einige Street Food Festivals. Wer Interesse hat, der kann alle öffentlichen Auftritte auf unserer Website erfahren oder auf unserer Facebookseite. 

Tipp: Spiele nicht mit dem Feuer, wenn du Angst hast, dich zu verbrennen!

 

Leidenschaft und Gefahrenbewusstsein

Dies sind wichtige Grundvoraussetzungen, wenn man als Feuerkünstler arbeiten möchte. Die Macht des Feuers ist nicht zu unterschätzen und ohne Anleitung und Ausbildung durch einen erfahrenen Feuerkünstler ist es nicht ratsam, diese Tätigkeit auszuüben. Man kann sonst sich und auch sein Publikum durchaus in Gefahr bringen. Zu den theoretischen Kenntnissen gehört auch ein gewisses Maß an Routine dazu, bevor man auf die Bühne gehen sollte. Wir bedanken uns beim Team von Ignis-Draconis für dieses Gespräch und den Blick hinter die Kulissen der Feuerkünstler.

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