Hilfe! Wie bewerbe ich mich richtig?

Veröffentlicht am 31 März 2020 von Verena Arnold
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Bewerbungen sind essentiell, da sie den ersten Schritt einer beruflichen Karriere darstellen. Obwohl sie so wichtig sind, wissen viele nicht, wie man sich richtig bewirbt und überzeugend präsentiert. Dies beginnt bereits beim Lebenslauf. Wie baue ich diesen am besten auf? Was gehört rein und was nicht? Wie formuliere ich ein Anschreiben so, dass das Interesse des Arbeitgebers geweckt wird? Hat man diese Hürden erfolgreich gemeistert, steht schon die nächste Herausforderung an: Wie überzeuge ich im persönlichen Vorstellungssgespräch? Um diese Fragen zu klären, gibt es Coaches, die einem dabei helfen, sich optimal vorzubereiten und sich darüber klar zu werden, welche Ziele man im Leben hat und wie man sich entwickeln möchte.  

Christine von Borcke-Wloka ist 49 Jahre alt und wurde in Elmshorn geboren. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn. Nach ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau studierte sie in Hamburg Psychologie. Darüber hinaus ist sie ausgebildeter Coach sowie zertifizierte Mediatorin. Ihre berufliche Heimat ist seit jeher der Personalbereich. Nach ihrem Studium stieg sie bei einem großen Telekommunikationsunternehmen in der Personalentwicklung und hatte dort die großartige Chance, neben der Personalentwicklung auch das HR Marketing sowie die strategische und operative HR Management-Arbeit kennenzulernen. Seit 2010 arbeitet sie als “One Woman Show” freiberuflich als Coach, Beraterin und Trainerin. Dies machte sie bis 2015 in Vollzeit und seit 2015 parallel zu ihrer Festanstellung als HR Managerin. 

Unsere Interviewpartnerin und Bewerbungscoach Christine von Borcke-Wloka

 

Christine, du bist das Gesicht hinter „Die Personal-Werkbank“. Wann hast du damit begonnen, als Coach für Bewerbungsgespräche tätig zu sein? Wie bist du zu deinem Praxiswissen gelangt? Welche Ausbildungen hast du dazu absolviert?

Ich bin seit 2010 selbständig als Coach tätig, nach zehn Jahren Berufserfahrung im HR-Bereich. Fünf Jahre lang war ich komplett selbständig und habe neben meiner Tätigkeit als Coach und Beraterin als Interim Managerin im HR-Bereich gearbeitet. Interim Manager gehen für eine gewisse Zeit in Unternehmen, um zum Beispiel eine krankheitsbedingte Vakanz zu überbrücken und einfach ein paar zusätzliche Hände zur Verfügung zu stellen. In dieser Zeit habe ich sehr viele unterschiedliche Unternehmen kennengelernt, vom kleinen Internet-Start Up über traditionelle Mittelstandsunternehmen bis hin zu multinationalen Konzernen. 2015 bin ich bei einer Firma „hängen geblieben“ nach einem Interim-Einsatz. Hier bin ich seit dieser Zeit fest angestellt. Sprich, ich habe mittlerweile fast 25 Jahre Berufserfahrung in allen Facetten der Personalarbeit, was für meine Klienten einen großen Mehrwert darstellt.
Ich habe Psychologie studiert und Weiterbildungen als Coach und Mediatorin absolviert. 

 

Welche verschiedenen Leistungen bietest du als Coach an? Wie läuft ein professionelles Bewerbungsgespräch nach deiner Ansicht ab? Hat sich hierzu in den letzten Jahrzehnten etwas verändert?

Mein Angebotsportfolio umfasst neben Coaching auch die klassische Bewerbungsberatung, Check von Bewerbungsunterlagen sowie Interview-Trainings für eine optimale Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Im Coaching geht es meist darum, eine Standortbestimmung vorzunehmen und darauf basierend zu entscheiden, wie der berufliche Weg weitergehen kann. Sobald darüber mehr Klarheit herrscht, gehe ich mit meinen Klienten in die Planung der nächsten Schritte.
In einem Vorstellungsgespräch geht es in erster Linie darum, dass sich Bewerber und Unternehmen kennenlernen. Sinn und Zweck eines solchen Gesprächs ist es, den durch die Stellenausschreibung und die Bewerbungsunterlagen entstandenen Eindruck zu vertiefen. Es geht darum, herauszufinden, ob Bewerber und Unternehmen zueinander passen, sowohl fachlich als auch persönlich. Optimalerweise sind beide Seiten daran interessiert, sich auf Augenhöhe zu Werdegang und Stellenprofil auszutauschen. Ein Vorstellungsgespräch ist keine Prüfung, sondern ein Dialog zum Abgleich von „Passt“ oder „Passt nicht“. Das ist meiner Ansicht nach immer schon so gewesen, wenn man mal von Sonderformen der Vorstellungsgespräche wie zum Beispiel Stressinterviews absieht. 

 

Welche Unterlagen oder Utensilien sollte man zu einem Bewerbungsgespräch mitnehmen? Was sollte man auf keinen Fall vergessen? 

Das ist eine wunderbare Frage, danke dafür. Was ich immer wieder erlebe, sind Bewerber, die ihre Bewerbungsunterlagen mitbringen, gern auch im schönen Bewerbungsmäppchen. Das ist komplett überflüssig. Wenn man sich digital beworben hat, kann man vertrauensvoll davon ausgehen, dass die Unterlagen dem Unternehmen vorliegen.
Sinnvoll ist es, Notizblock und Stift dabei zu haben, um sich Notizen zu machen oder aber auch die vorbereiteten Fragen dabei zu haben. Mehr muss man nicht beim Gespräch dabei haben.

 

Wie laufen die Bewerbungscoachings in der Regel ab? Welche Tipps gibst du deinen Klienten mit auf den Weg? Was machen die meisten falsch?

Ich unterscheide hier zwischen Coaching und Bewerbungsberatung. Im Coaching geht es wie gesagt darum, erst einmal Bilanz zu ziehen: wo stehe ich, wo will ich hin, wie komme ich dahin. Meine Coaching-Klienten befinden sich zumeist an einem Punkt auf ihrem beruflichen Weg, wo sie nicht mehr wissen, wie es nun weitergehen soll. Hier geht es dann in erster Linie darum, den Blick für neue Möglichkeiten zu öffnen und eigene Potenziale (wieder) zu entdecken.
Wer zu einer Bewerbungsberatung kommt, ist meist schon einen Schritt weiter. Diese Klienten wissen in der Regel, was sie wollen, vor allem, auf welche Stellen sie sich bewerben wollen. Bei der Bewerbungsberatung geht es dann darum, die Bewerbungsunterlagen markt- und adressatengerecht aufzubereiten und sich mit all seinem Know How und seiner Erfahrung optimal zu präsentieren. Optimal heißt an dieser Stelle selbstbewusst, aber realistisch. Bei einer Bewerbung bringt weder Hoch- noch Tiefstapeln etwas.
Klassische Fehler bei der Bewerbung sind zu lange Anschreiben mit zu vielen Worten, verschwurbelten Formulierungen und wenig Inhalt, Lebensläufe ohne klare Struktur und mit Lücken, sowie zu viele und zu alte, nicht mehr relevante Zeugnisse und Nachweise.
Die Bewerbung ist der erste Aufschlag im Unternehmen und sollte so sein, dass beim Leser Interesse und keine Fragezeichen entstehen. Absolute „no gos“ sind Fehler in Anschreiben und Lebenslauf sowie unerklärte Lücken. Und mit einer 08/15-Standardbewerbung gewinnt man heute auch keinen Blumentopf mehr.  

Christine von Borcke-Wloka will als Coach, Beraterin und Trainerin helfen

 

Coaching und Bewerbungstraining

Christine von Borcke-Wloka will als Coach, Beraterin und Trainerin ihren Klienten in zweierlei Hinsicht helfen. Auf der einen Seite bietet sie Coachings an, bei denen geklärt wird, was für berufliche Möglichkeiten die Klienten haben, wo sie in Zukunft hinmöchten und wie sie ihr Potenzial voll entfalten können. Auf der anderen Seite gibt es die Option, ein Bewerbungstraining bei ihr zu absolvieren. Dieses umfasst unter anderem einen Check der Bewerbungsunterlagen dahingehend, ob sie vollständig, strukturiert und überzeugend sind. Darüber hinaus können zusammen mit Christine von Borcke-Wloka Interviews geübt werden, um optimal auf Vorstellungsgespräche vorbereitet zu sein. Durch ihre jahrelange Erfahrung in diesem Bereich hat sie einige wertvolle Tipps auf Lager, die sie gerne an ihre Klienten weitergibt. 

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