Ihr Experte fürs Fertighaus

Veröffentlicht am 4 April 2020 von Verena Arnold
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Viele haben den Traum vom Eigenheim – doch ist dieser nicht einfach zu verwirklichen. Oft funktioniert nicht alles wie geplant, Termine verschieben sich oder es treten versteckte Kosten zum Vorschein, die man nicht einkalkuliert hat. Im Bereich des Hausbaus erfreuen sich Fertighäuser immer größerer Beliebtheit. Bereits vorab geplant überzeugen sie auch mit ihrer ökologischen Bauphase und sind besonders für jene geeignet, die möglichst schnell und unkompliziert den Schlüssel in der Hand halten wollen. Doch auch hier sind eine Menge Fallgruben zu beachten. Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Anbietern – und nicht alle sind in gleicher Weise zu empfehlen. Um sich in diesem Dschungel aus Fertighausanbietern und versteckten Stolpersteinen nicht zu verirren, ist ein Fertighausexperte wie Tobias Beuler gefragt.

Er ist 40 Jahre alt, wurde im Rheinland geboren und lernte das Thema Fertighaus von der Picke auf – er baute selbst die Häuser mit auf und ist somit ein klassisches Baustellenkind. Er sagt, “lieber ein dick belegtes Brötchen und ein kühles Feierabendbier statt fünf Gänge mit Weinbegleitung” genießen. Zuerst machte er eine klassische Ausbildung bei der HWK im Rheinland zum Rollladen- und Jalousiebauer, um danach zu einem Fertighausunternehmen zu wechseln. Dort arbeitete er aufgrund seiner Ausbildung erstmal im Werk und baute die Wände und Fassaden. 

Danach ging es zwei Jahre europaweit auf Montage und er baute die Fertighäuser mit auf. Außerdem machte er Kellerausbauten. Also genau die Jobs, die heute leider kaum noch jemand machen möchte. Danach folgte noch ein halbes Jahr Servicefahrten. Er kümmerte sich also darum, Mängel an schon fertig gestellten Fertighäusern zu beheben. Das angesammelte Wissen kann er heute noch zielführend auf seinen Baustellenkontrollen einsetzen, weil er ganz genau weiß, wo man hinschauen muss.

Anschließend machte er eine weitere Ausbildung. Diesmal bei der IHK und ebenfalls in einem Fertighausunternehmen. Also eignete er sich neben dem technischen Know How dann auch noch das kaufmännische Wissen an. Er wurde drei bis sechs Monate in allen relevanten Abteilungen ausgebildet. Also neben Bemusterung und Ausstattung auch im Controlling, der Leitstelle, im Einkauf, im Verkauf und der Kalkulation. Nach zwei Jahren wurde er Assistent der Geschäftsleitung in Marketing und Vertrieb und lernte so bis 2009 sämtliche internen Abläufe im Fertighausunternehmen kennen. 

2009 kam der Wechsel in den Vertrieb und er leitete sechs Jahre lang für das Fertighausunternehmen zuerst die Niederlassung in einer Fertighauswelt und später parallel auch noch eine zweite Niederlassung in der Ausstellung Eigenheim und Garten bei Stuttgart. Ab 2014 erkannte er, dass Vertrieb zwar sehr lohnenswert ist, aber er das nicht die nächsten 30 Jahre machen möchte. Zudem ging es da schon los, dass die Firmen immer speziellere Verträge aufsetzten und der versprochene Festpreis im Musterhaus eben nicht mehr zum Vertragsabschluss feststand, sondern immer erst nach Bemusterung. Daraufhin schrieb er sich 2015 im WBZ der Universität St. Gallen ein und studierte zwei Jahre lang Management. Unter anderem auch zusammen mit Jens Keller und Vladimir Klitschko. 

Die Inhalte dort waren so wertvoll, dass dies sein ganzes Mindset weiterentwickelte. Noch während des Studiums kündigte er im Fertighausunternehmen seinen Vertrag und gründete mit dem angesammelten Know How 2016 sein Unternehmen. Der Ausflug in die Schweiz kostete rund 30.000 Euro und das Fertighausunternehmen stellte aufgrund der Kündigung erstmal noch alle offenen Zahlungen ein. Lange Rede, kurzer Sinn: Gerade am Anfang war es teilweise recht hart, weil er ein hohes Risiko eingegangen ist. Aktuell sieht es so aus, dass es die beste Entscheidung war, die er hätte treffen können.

Zur Anfangszeit des Unternehmens war er neben Bauleitungen, Hausabnahmen und Dokumnetenprüfungen auch für alles Weitere alleine zuständig. 2019 wuchs sein Team um zwei Personen. Florian kümmert sich um die kaufmännischen Belange der Bauherren. Er optimiert zum Beispiel Verträge und stattet Bauherren mit Know how aus, damit sie im Musterhaus mit dem Hausverkäufer auf Augenhöhe verhandeln können. Judith kümmert sich um Social Media. Sie hilft den Bauherren, die über Instagram oder Facebook Hilfe suchen oder sich, um teure Fehler zu vermeiden, gut vorbereiten möchten.

Durch Tobias technische und kaufmännische Ausbildung in einem Fertighausunternehmen kann er seinen Bauherren vor allem eins versprechen: er macht ihre Häuser besser. Zwei Beispiele dazu: Viele buchen einen Sachverständigen, der den Bau begleiten soll. Im schlimmsten Fall ist das dann ein pensionierter Architekt, der den Fertighausunternehmen zeigen möchte, wie man richtig baut. Das macht es dann oft schlimmer, als es ist, denn am Ende verlieren immer die Bauherren. Gibt es zum Beispiel einen Baustopp, ist es ja nicht so, dass nach einer Woche alles weiterläuft. Meistens steht die Baustelle dann acht oder zwölf Wochen still, weil die Handwerker schon weit im Voraus auch auf anderen Baustellen verplant sind. So kommt es, dass die Bauherren dann auch acht oder zwölf Wochen länger Miete und Bereitstellungszinsen zahlen müssen, um das neue Haus zu finanzieren. Also eine doppelte Belastung, oft wegen einer Kleinigkeit. Der Ansatz von Tobias und seinem Team ist ein anderer: Sie fahren dann auf Baustelle, wenn die ehemaligen Kollegen vor Ort sind und das Haus gerichtet wird. So können schiefe Wände unverzüglich und gemeinsam korrigiert werden. Sie verhindern Baustopps und machen auch das Haus tatsächlich besser. Lieber ein gutes Haus statt später bei der Hausübergabe mit dem Bauleiter der Fertighausfirma über Gutschriften zu streiten. 

Unser Interviewpartner ist Fertighausexperte Tobias Beuler

 

Tobias, seit wann gibt es deinen Blog und wie bist du auf die Idee gekommen, einen eigenen Blog über Fertighäuser und Baunebenkosten zu erstellen? Warum betreibst du deinen Blog und wie bist du eigentlich ein Fertighausexperte geworden?

Ursprünglich hatte ich nur einen Onlineshop für meine Dienstleistungen, also Angebotsvergleiche, Baubeschreibungen auf versteckte Kosten prüfen oder auch Begleitungen zu Hausabnahmen. Dann hatte ich recht schnell gemerkt, das viele Bauherren ganz viel wissen wollen und das dieses Thema im Netz noch nicht gut dargestellt ist. Als ich dann mit dem Blog angefangen habe, kamen zwei Sorten von Bauherren auf mich zu: Einmal die, die bereit waren, für meine Dienstleistung etwas zu zahlen, damit ihr Haus besser wird. Und einmal die Bauherren, die leider schon zu weit im Prozess waren, komplett rasiert wurden und leider keine Möglichkeit haben.

 

Fertighäuser haben ihren Ruf von der „Pappschachtel“ längst abgelegt. Warum entscheiden sich immer mehr Menschen für ein sogenanntes Fertighaus? Welche Vorteile bietet ein Fertighaus und für wen eignen sich Fertighäuser besonders gut?

Im Grunde kann man die Vorteile auf die drei wichtigsten Punkte herunterbrechen: Man hat eine kurze Bauzeit, was Miete und Bereitstellungszinsen spart. Achtung, hier ist es aber wichtig, den richtigen Hersteller zu wählen. Man erhält außerdem nach Bemusterung einen Festpreis und kann heute ökologisch bauen, was früher nur mit den Premiumanbietern möglich war. Auch hier zählt aber: Man muss als Bauherr die richtige Hausbaufirma wählen und nicht auf greenwashing reinfallen. Somit ist auch klar, welche Bauherrengruppe am meisten von den Vorteilen profitiert: Bauherren, die wenig Zeit haben und schlüsselfertig bauen wollen. 

 

Welches Tool und welches Hilfsmittel nutzt du am liebsten für deine Arbeit? Woher bekommst du neue Ideen für Postings und Beiträge? Wie nutzt du andere Social Media Kanäle und welche Social Media Kanäle sind für dich bedeutsam?

Auf der Baustelle sind der Winkel und die Wasserwaage immer noch die Tools der Stunde. Im Büro ist mein Lieblingstool mein Gehirn. Die meistens Angebote und Verträge kenne ich inzwischen auswendig und weiß schon, wenn ich nur die Marke des Hausanbieters höre, was man da noch optimieren und verhandeln kann. Bezüglich der Postings und Beiträge teile ich tatsächlich meinen Alltag und versuche stets, den Nutzen der User zu bedienen. Das hilft vor allem auch den Bauherren, die sich vielleicht keine professionelle Begleitung leisten können, aber genauso wenig ins offene Messer rennen möchten.
Leider müssen wir ja auch Geld verdienen und ab und zu was arbeiten. Darum sind wir nicht überall da präsent, wo es möglich ist. Im Moment liegt der Fokus auf Instagram, Facebook und unseren Erklärvideos auf YouTube.

 

Was kostet ein Fertighaus im Durchschnitt und von welchen Faktoren hängt der Preis für ein Fertighaus normalerweise ab? Und mit welchen Baunebenkosten muss man rechnen? Welche Ausgaben können noch zu den reinen Baukosten hinzukommen?

Durchschnitt ist hier das richtige Stichwort, da der Preis des Hauses von ganz vielen Faktoren abhängt. Nicht nur von der Größe, sondern auch von der Dachform, von der Anzahl der Bäder, dem Kniestock und natürlich dem Wandaufbau. Die eigentliche Frage müsste lauten: Welcher Hersteller erfüllt meine Bedürfnisse zum besten Preis-Leistungsverhältnis? Manche sind zum Beispiel top in Sachen Stadtvillen, dafür aber ein Katastrophe in Sachen Flachdachhäuser. Hier muss man ganz genau prüfen und Bauherren sollten sich nicht von Verkäufern und Prospekten blenden lassen. Wer hier noch Tipps braucht, kann sich auch gerne melden. Je nach Region, in der man bauen will, kann man sicher den ein oder anderen Anbieter ausschließen oder sogar empfehlen. Pauschal gilt, dass man mit 10% des Hauspreises rechnen sollte. Da es aber leider viele Billiganbieter gibt, die auch Häuser für unter 300.000 Euro bauen, sollten Bauherren hier eher mit 15% bis 20% rechnen.
Der beste Schutz, um bezüglich Baunebenkosten Kostenklarheit zu erhalten, ist eine gute Vorbereitung. Kaufen Sie niemals ein Haus ohne Grundstück, lassen Sie sich nicht in einen Vertrag locken, um „alte Preise“ zu sichern und machen Sie vor Werkvertragsunterschrift ein Bodengutachten und lassen Sie das Grundstück vermessen. Auch den Bebauungsplan zu prüfen, macht Sinn. Es gibt leider immer noch Bauherren, die kaufen wegen den eben genannten Gründen ein Haus und danach findet erst die technische Prüfung beim Hausanbieter durch den Architekten statt. Auf einmal passt das Haus nicht ins Baufenster, oder die Dachneigung muss angepasst werden. Dann muss neu geplant werden, eine neue Stark gerechnet werden und es entstehen hohe Zusatzkosten, die man mit guter Vorbereitung hätte vermeiden können. So fehlt dann das Geld bei der Ausstattung oder für einen schönen Garten.

Man hat eine kurze Bauzeit, was Miete und Bereitstellungszinsen spart

 

Top vorbereitet für das Fertighaus

Rund um den Hausbau gibt es viele Hindernisse, über die man stolpern kann. Tobias Beuler will Bauherren, die sich für ein Fertighaus entscheiden, zur Seite stehen, damit sie möglichst schnell und unkompliziert den Schlüssel zu ihrem Eigenheim in der Hand halten können. Er kennt die verschiedenen Anbieter und weiß, welche je nach den individuellen Bedürfnissen empfehlenswert sind. Aufgrund jahrelanger Erfahrung weiß er auch, was bereits vor der Bauphase zu beachten ist und welche versteckten Kosten sich vermeiden lassen. Mit Postings und Beiträgen steht er online all jenen als Experte zur Verfügung, die sich umfangreich über das Thema informieren möchten. Doch auch vor Ort auf der Baustelle kann er mit seinem Know How einen wertvollen Beitrag zur schnellen Fertigstellung leisten.

Weitere Infos unter: fertighausexperte.com

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