Kreative Klettermöglichkeiten auf der Rheinbrücke erkunden 

Veröffentlicht am 19 Februar 2020 von Verena Arnold
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Einfach nur in einer Halle zu klettern, ist schön und gut. Aber Tim Jacobs bevorzugt es, an Bauwerken hochzuklettern. Das ist legal und findet immer mehr Anhänger. Als seinen Lieblings-Spot favorisiert der 35-jährige Tim die Kaiserbrücke in Mainz. Mit „Buildering-Spots“ hat der Wiesbadener ein eigenes Gewerbe angemeldet. „Ich habe mein Hobby professionalisiert“, sagt Tim. „Und das macht mir viel Spaß.“

Da immer mehr Sportler die begrenzten Ressourcen Berge und Natur in Anspruch nehmen, sind alternative Klettermöglichkeiten zum natürlichen Fels gefragt. Tim veröffentlichte 2008 den ersten deutschen Builderingführer. Über sein Gewerbe bietet Tim weitere Literatur zum Klettern und Bouldern in der Stadt an, hält Vorträge und betreibt seine Internet-Plattform. Bei einzelnen Aktivitäten lässt er sich von Gleichgesinnten unterstützen.

Während der Schulzeit entdeckte Tim, wie sehr er das Klettern liebt. Eine der wenigen Kletterhallen, die es damals gab, lag für ihn gleich um die Ecke. Nach einiger Zeit traute er sich auch nach draußen und lernte, das Klettern an Felsen zu genießen. Tim studierte Biologie und eignete sich das Wissen über Klettern, Bouldern und Buildering autodidaktisch an.

Unser Interviewpartner Tim Jacobs beschäftigt sich mit dem Klettern

 

Was versteht man eigentlich unter Buildering? Warum wird das Buildering an Gebäuden immer populärer?

Klettern und Bouldern an Bauwerken nennt man Buildering. Dabei handelt es sich meist um öffentliche Bauwerke, an denen legal geklettert wird. Es ist überall möglich, macht viel Spaß und fördert Technik- und Krafttraining. Für jeden Kletterer oder Boulderer ist es eine wertvolle Bereicherung, ganz besonders für Menschen, die bis jetzt eher in der Halle geklettert sind. Buildering ist somit eine Möglichkeit, den städtischen Raum für mehr zu nutzen als zum Wohnen, Arbeiten und Spazierengehen und eine Chance für die zukünftige Freizeit-, Sport- und Stadtentwicklung. Der Ansatz von Buildering ist, ausgewählte Bauwerke, Brücken und Mauern als Kletter- und Boulder-Spots zu nutzen. Einen besonderen Reiz bieten die vielfältigen Strukturen und Materialien, die man greift. Kurzum: Buildering ist praktisch, einfach und vielfältig. Mit der steigenden Begeisterung für die Sportarten Klettern und Bouldern steigt auch das Interesse am Buildering.

 

Was muss man wissen und können, um mit Buildering zu beginnen? Bieten Sie auch einen Einführungskurs an?

Die Grundlagen, die man zum Buildering benötigt, sind ausführlich in meinem Buch „Buildering-Spots“ beschrieben, das man über Amazon beziehen kann. Oder man schaut sich mein Webinar an (http://www.buildering-spots.de/webinar.php). Darüber hinaus gebe ich regelmäßig Vorträge, auch auf Anfrage. Und es gibt die Möglichkeit, einen Kurs zu machen, denn ich verfüge über ein Netzwerk mit Leuten aus ganz Deutschland, die ich für Kurse kontaktieren kann. Wer selbst aktiv werden will, kann dies mit der Anleitung aus dem Buch oder Webinar tun oder über die Buildering-Spots-Gruppen in den sozialen Medien andere Leute kontaktieren, die sich bereits auskennen. Grundsätzlich eignen sich zum Klettern und Bouldern in der Stadt bestens Uferbefestigungen, Mauern, Stadtmauern oder auch Brücken und Brückenpfeiler. Buildering ist in jeder Stadt möglich. Nur die Grenzen der eigenen Kreativität schränken einen bei der Wahl des Spots ein. Jeder kann selbst aktiv werden und neue Orte zum Klettern und Bouldern an Gebäuden identifizieren. Es ist allerdings von Vorteil, sich von erfahrenen Builderer geeignete Orte zum Vergleich zeigen zu lassen.

 

Welche Ausrüstung empfehlen Sie zum Buildering zu verwenden und warum? Kann man die Ausrüstung bei Ihnen leihen?

Die Ausrüstung ist dieselbe, die man zum Bouldern und Klettern benötigt. Das Wichtigste sind die Kletterschuhe. Wenn man hoch hinaus will, braucht man auch einen Gurt, ein Seil und Sicherungsmaterial. Ich verleihe das auch, empfehle aber in der Regel zuerst einmal in der Halle zu klettern oder zu bouldern, bevor man das erste Mal Buildering ausprobiert.

 

Wie und wie oft sollte man trainieren, um gut klettern zu können? Ab welchem Alter dürfen Kinder bouldern?

Ein regelmäßiges Training ist nicht notwendig. Jeder kann zum Buildering gehen. Jede Form der körperlichen Fitness hilft und jede Art des regelmäßigen Trainings ist natürlich auch super, aber nicht Voraussetzung. Für Kinder eignet sich der Sport unter Aufsicht bereits sehr früh. Ein pauschales Alter zu nennen ist schwierig, aber wenn ein Kind irgendwo hochklettern kann, so ab 3 bis 5 Jahren, ist auch Buildering durchaus möglich.

Klettern und Bouldern an Bauwerken nennt man Buildering

 

Zum Kraft- und Techniktraining ab auf die Stadtmauer

Mit dem Bouldern oder dem Buildering können schon kleine Kinder beginnen, sobald sie irgendwo hochklettern können, sagt Tim Jacobs. Der 32-Jährige ist selbst begeisterter Kletterer. Im Buildering sieht Tim eine Möglichkeit, den städtischen Raum als Chance für die zukünftige Freizeit-, Sport- und Stadtentwicklung zu nutzen. In seinen Büchern, auf seiner Internet-Plattform, seinem Webinar und bei Vorträgen gibt der Wiesbadener Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene.

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