Künstlerische Fotografie aus Bremen

Veröffentlicht am 26 Juni 2019 von Verena Arnold
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Caspar Sessler ist selbstständiger Fotograf. Als solcher lichtet er nicht nur Menschen, sondern auch architektonische Meisterwerke ab. Um mehr über seine Tätigkeit zu erfahren, luden wir ihn zum Interview. 

Der 36-Jährige war nicht immer Fotograf. Tatsächlich schrieb er sich nach dem Zivildienst für Informatik an der TU Karlsruhe ein. Innerhalb von 4-6 Wochen war allerdings klar, dass das nichts wird. Nach einer handwerklichen Berufsausbildung als Mediengestalter wollte er unbedingt studieren und ist über Umwege in Bremen gelandet. Im Studium hat er sich neben Fotografie vor allem für Buch- und Magazingestaltung begeistert. An irgendeinem Punkt war dann aber klar, dass sein Herz für die Fotografie schlägt. 

Nach einer gewissen Findungsphase haben sich mittlerweile die Bereiche Architektur- und Porträtfotografie als Kernkompetenzen herausgebildet. Caspar Sessler genießt sehr die Arbeit an freien Projekten, auch wenn diese aktuell etwas hinter dem Geldverdienen und dem Familienleben zurückbleiben. Als Fotograf arbeitet er alleine, erhält jedoch punktuelle Unterstützung durch Assistenten oder Visagisten. 

Unser Interviewpartner Caspar Sessler ist als Fotograf tätig

Caspar, was ist dein persönlicher und beruflicher Ansporn? Wie lange bist du schon in der Branche tätig?

Ich glaube an das Gute im Menschen. Ich bin fasziniert von seiner Fähigkeit Neues zu erschaffen. Ich bin überzeugt, dass wir mit neuen Ideen, Konzepten und Dingen die Welt jeden Tag ein bisschen besser machen. Fortschritt entsteht beim Machen. Fotografie hat die Kraft, diesen Fortschritt – sei er gesellschaftlich, politisch, künstlerisch, gestalterisch oder architektonisch – sichtbar und gerade im digitalen Zeitalter einem weltweiten Publikum zugänglich zu machen. Deshalb arbeite ich seit meinem Diplom vor mittlerweile sechs Jahren selbstständig als Fotograf.

Welche Motive fotografierst du? Warum hast du dich auf abstrakte Fotografie spezialisiert?

In meinen Freien Arbeiten interessieren mich Veränderungsprozesse. Politische Großprojekte wie die Energiewende ebenso, wie städtebaulich, architektonische Prozesse oder soziale Phänomene. Je nach Fragestellung entwickeln sich dabei unterschiedliche Ansätze für Bilder. Deshalb kann ich die Frage nur schwer beantworten. Bzw. gar nicht.

Bezogen auf Auftragsarbeiten ist das einfacher: Genau das, was vom Kunden gefragt ist. Ich habe natürlich ein Faible für raffiniert gestaltete und exquisit eingerichtete Orte am besten mit Kunstbezug, aber das Leben ist da halt kein Wunschkonzert. Vielleicht komme ich ja irgendwann an einen Punkt, mir Aufträge rein nach Qualität auszusuchen, aber im Grunde habe ich dafür zu viel Spaß an meiner Arbeit.

Welches Equipment darf bei deiner Arbeit mit Kunden auf keinen Fall fehlen?

Stativ, Speicherkarte, Akku. OK, Porträts kriegt man auch ohne Stativ hin, aber für die Architekturfotografie ist ein gutes Stativ das a und o. Einmal hätte ich beinahe einen Auftrag versemmelt, weil alle Speicherkarten im Büro lagen. Zum Glück konnte mir ein Laden nebenan noch aushelfen. Ich glaube, denen bin ich immer noch eine Flasche Wein schuldig.

Was macht ein gutes Porträtfoto aus? Wie lange dauert die Nachbearbeitung?

Eine Urlaubsbekanntschaft hat mir vor zwei Jahren einen Lesetipp gegeben, dem ich leider bis heute nicht nachgegangen bin. In dem Buch untersuchen Psychologen und Neurowissenschaftler, woran man ein authentisches, also ehrliches Lächeln von einem gespielten, dem sogenannten sozialen Lächeln unterscheiden kann. Wenn ich das Buch gelesen hätte, könnte ich wahrscheinlich eine kürzere und präzisere Antwort geben. Aber das entscheidende Kriterium ist für mich die Authentizität. Von Kindesbeinen an lernen wir, unterbewusst Mimiken zu lesen, deshalb erkennen wir extrem schnell gekünstelte Gesichtsausdrücke.

Natürlich wollen wir z.b. auf Bewerbungsfotos oder für die Selbstdarstellung auf einer Webseite möglichst freundlich, locker, zugänglich und gleichzeitig zielstrebig, ernsthaft und seriös rüberkommen. Was in dem ein oder anderen Punkt ein bisschen widersprüchlich sein kann. Da die richtige Balance zu finden, sozusagen die platonische Tugend – die Mitte zwischen zwei Extremen – ist für jeden Menschen individuell und meistens der Teil der »Nachbearbeitung«, der am meisten Zeit beansprucht. Ich bin jetzt auch kein Freund unendlicher Beauty-Retuschen, aber ein bisschen fotografische Sorgfalt ist immer geboten. Wie sagen die Proffs den Erstsemestern immer: »Kein Bild ist fertig, wenn es aus der Kamera kommt«.

Caspar glaubt an das Gute im Menschen

Entscheidend ist die Authentizität

Im Gespräch mit Caspar Sessler merkt man, dass er mit voller Leidenschaft Fotograf ist. Doch nicht nur das, er hat auch das nötige Wissen seine Objekte – ob Mensch oder Gebäude – entsprechend abzulichten und auch nachzubearbeiten. 

Wir bedanken uns für das interessante Interview und wünschen Herrn Sessler weiterhin viel Erfolg.

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