Lektor – mit Liebe zum Wort

Veröffentlicht am 5 August 2019 von Verena Arnold
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Der krönende Abschluss eines Studiums ist in den meisten Fällen eine wissenschaftliche Arbeit. Ist einmal eine Dissertation, Bachelor- oder Masterarbeit geschrieben, geht es ans Korrigieren. Das kann mehr oder weniger zeitaufwendig sein und eine Herausforderung darstellen. Schließlich soll die Abschlussarbeit nicht nur inhaltlich brillieren, sondern auch frei von grammatischen und Rechtschreibfehlern sein. An dieser Stelle kann es Sinn machen, sich an ein Lektorat zu wenden. Um mehr über den Beruf des Lektors zu erfahren, haben wir mit dem 54-jährigen Hermann Eisele gesprochen.

Hermann Eisele studierte in Heidelberg Soziologie und Erziehungswissenschaften und promovierte zum Doktor der Philosophie. Seit seinem Studium lebt und arbeitet er in Heidelberg, ist verheiratet und hat drei Kinder.

Er arbeitete unter anderem als IT-Fachmann und Geschäftsführer eines Internet Payment Providers sowie für Verlage. Er schrieb ein paar Bücher, bevor er sich als freier Lektor selbständig machte. Seit über 15 Jahren arbeitet er als freiberuflicher Lektor. Er hat einige freie Mitarbeiter, die ihn bei Bedarf unterstützen und Formatierungsarbeiten übernehmen oder auch englische Texte lektorieren. Da er schon während seines Studiums die Arbeiten von Kommilitonen und Kommilitoninnen Korrektur las und später für Verlage arbeitete, merkte er, dass ihm diese Arbeit sehr viel Spaß macht und ihm besonders liegt. 

Unser Interviewpartner und Lektor Hermann Eisele

 

Hermann, wie hast du dich ausgebildet? Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus?

Ich habe schon im Studium Arbeiten korrigiert, dann bei/für Verlage gearbeitet und das Korrekturlesen dort von der Pike auf gelernt. Damals habe ich noch klassisch mit Rotstift auf Papier korrigiert, heute macht man das alles nur noch am PC, was auch viele Vorteile hat.

Ich arbeite etwa 60 Stunden in der Woche, dabei korrigiere ich fast jeden Tag um die 100 Seiten, und das seit über 15 Jahren (bis jetzt also rund 500.000 Seiten!). In einer durchschnittlichen 70-seitigen Arbeit verbessere ich mindestens 1000 Fehler. Das sind sehr viele Rechtschreib-, Grammatik- und Kommafehler, aber auch stilistische und Ausdrucksfehler. So hat z.B. jeder seine Lieblingswörter, die er dann eben ständig und viel zu oft benutzt, wenn er etwa schon in der Einleitung zig Mal hintereinander „in der vorliegenden Arbeit“ schreibt, was sehr oft vorkommt und sich dann grausam anhört.

Auch „darstellen“ und „aufzeigen“ sind so Wörter, die manche ständig wiederholen und die ich durch Synonyme ersetze. Zudem beinhaltet jede noch so gute Arbeit immer auch völlig unsinnige Sätze, die zu verbessern meine Aufgabe ist – bevor sie der Professor/Gutachter entdeckt. Darüber hinaus führe ich indes kein inhaltliches Fachlektorat durch, da das streng verboten ist, sondern ein umfassendes sprachliches Lektorat.

 

Was ist das Besondere an dem BWL-Lektorat? Welche Leistungen sind besonders gefragt?

Im Prinzip spielt es für mich keine Rolle, ob ich BWL-Arbeiten oder Abhandlungen aus anderen Bereichen wie etwa Jura oder Medizin korrigiere. Da ich bereits über 2000 BWL-Arbeiten verbessert habe, sind mir die Begrifflichkeiten und Formalien etc. natürlich bestens bekannt. Darüber hinaus mache ich ja kein inhaltliches Fachlektorat, zumal das wie gesagt streng verboten ist, sondern ein ganz normales sprachliches Lektorat. Dabei schreibe ich neben den vielen Korrekturen auch zahlreiche Kommentare zu Layout- und Formatierungsfehlern, wie Schusterjungen und Hurenkindern, und alle möglichen nützlichen Anmerkungen, wodurch die Arbeit dann nochmal auf ein höheres Niveau gehoben und entsprechend besser benotet wird.

 

Welches Equipment darf bei deiner Arbeit auf keinen Fall fehlen?

Ohne PC mit Microsoft Word und Internetzugang geht es heutzutage kaum, da ich viele Begriffe, etwa Namen von Autoren und Unternehmen, googeln muss. Dazu kommen der Duden und die telefonische Sprachberatung des Duden für ganz verzwickte Fälle sowie das Buch vom Duden „Richtiges und gutes Deutsch – Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle“. Auch auf www.duden.de bin ich täglich ein paar Mal, um dort etwas nachzuschauen, z.B. ob es „richtungsweisend“ oder aber „richtungweisend“ heißt.

 

Wie hoch sind die Kosten für deine Leistungen? Welche Angebote bietest du speziell für bestimmte Branchen an?

Die Kosten hängen natürlich vom Text, dessen Umfang und Fehlerdichte ab. Für kurze Bachelorarbeiten mit einer normalen Fehlerdichte berechne ich meist 3,99 Euro je Normseite als Honorar. Bei einer durchschnittlichen Arbeit mit 50 Seiten sind das dann nicht einmal 200 Euro. Bei längeren Master- oder Doktorarbeiten berechne ich meistens nur 2,99 Euro je Seite. Letztlich ist das ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn man bedenkt, dass der Unterschied zwischen einer von mir professionell lektorierten und einer nicht lektorierten Arbeit wie Tag und Nacht ist. Darüber hinaus biete ich auch ein kostenloses Probelektorat von ein paar Seiten an, damit die Kunden und Kundinnen sehen, was und wie ich lektoriere und dass ein professionelles Lektorat durch mich auf jeden Fall sehr lohnenswert für sie ist.

 

Ein krönender Abschluss

Eine perfekte Abschlussarbeit in Händen halten zu können, ist keine Selbstverständlichkeit. Dabei kann es sehr hilfreich sein, ein Lektorat mit der Korrektur zu beauftragen. Denn schließlich soll die Abschlussarbeit frei von Fehlern sein und im besten Fall mit einer guten Note bewertet werden. Hermann Eisele kann mit jeder Menge Erfahrung punkten, hat er doch bis jetzt über 2000 BWL-Arbeiten korrigiert. Die Kundenstimmen auf seiner Website geben ihm jedenfalls recht. Wir danken Hermann Eisele für das interessante Gespräch und den Einblick in seinen Beruf als Lektor.

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