Mit Hypnose und VR Ängsten begegnen

Veröffentlicht am 10 Juni 2019 von Verena Arnold
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Hypnose ist eine Kommunikation mit dem Unterbewusstsein  Hypnose ist Tausende von Jahren alt und sicherlich eine der ältesten Therapieformen überhaupt. Über die Hypnose gibt es zahlreiche falsche Anschauungen und Irrtümer. Oft wird angenommen, die Hypnotisierten  würden während einer Hypnosesitzung nichts wahrnehmen und nicht wirklich anwesend sein.. Dabei ist Hypnose eher ein Zustand gesteigerter Wahrnehmung.

Der 54-jährige Gerhard Stummer wurde in Pfarrkirchen geboren. Gerhard hat Bäcker gelernt und seinen Meister gemacht. Danach war er selbständiger Kaufmann und als IT Administrator tätig. Nach Überwindung einer schweren Depression hat sich Gerhard Stummer den Heilberufen zugewandt und eine Ausbildung als Heilpraktiker gemacht. Die hat er vervollständigt durch eine Reihe weiterer Ausbildungen. Zudem hat er ein Psychologiestudium absolviert.

Gerhard ist heute Hypnose Coach, EFT- , Visios- und Schmerztherapeut. So ist er in der Lage, jedem seiner Klienten mit einer auf ihn ganz individuell zugeschnittenen Therapie zu helfen. Als erster Therapeut in Deutschland wendet er die innovative VR (Virtual Reality Therapie) an, mit der Menschen in eine virtuelle Umgebung versetzt und mit den Situationen konfrontiert werden, die bei ihnen Ängste auslösen.

Unser Interviewpartner und Hypnose Coach Gerhard Stummer

 

Gerhard, du bist Hypnotherapeut und betreust Kunden mit vielen verschiedenen Krankheitsbildern. Wann war es, dass du diesen Beruf für dich entdeckt hast und was zeichnet dich heute als großartigen Therapeuten aus?

Wie erwähnt hat eine heftige Depression mit Eigentherapie dazu geführt, mich wieder mit meinen eigentlichen Zielen zu beschäftigen. Den Wunsch, mit Menschen zu arbeiten, hatte ich bereits in meiner Jugend. Während meiner Internatszeit gab es immer wieder Fragen, warum ich so viele psychologische Werke lesen würde und so kam es, daß die Aussage eines Heimleiters, alle Psychologen oder Psychiater hätten einen Knacks weg, mich verunsichert hatte. Das bewirkte, dass ich erst auf Umwegen auf meinem Weg geführte wurde. Im Alter von etwa 36 Jahren hatte ich das Glück, zu einer Therapeutin zu finden, die mich auf diesen Weg zurück geführt hat.

Nach Jahren der Fortbildung eröffnete ich schließlich 2008 meine Praxis in Pfarrkirchen. Ob ich ein großartiger Therapeut bin, möchte ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall ist es mein Wunsch, meine Klienten bestmöglich zu unterstützen und ihnen zu zeigen, daß gerade Krisen eine große Chance darstellen auf unserem Lebensweg. Was mir auch sehr wichtig ist, ich bilde mich ständig weiter, um für meine Klienten ständig neue Ansätze bieten zu können. So absolviere ich 2019 die dritte unabhängige Ausbildung im Bereich Hypnose, um alle verschiedenen Ansätze kennenzulernen und um meine Erfahrungen auszutauschen. Grundsätzlich wäre das nicht notwendig, denn mein Terminplan ist jeden Monat voll.

 

Welches Hilfsmittel verwendest du für deine Hypnotherapien am liebsten? Inwiefern hilft dieses dir und deinen Kunden?

Es ist meist eine Kombination aus verschiedenen Ansätzen. Während der Anamnese, also der Besprechung der Themen und Probleme meiner Klienten, arbeite ich gerne mit EFT, so finde ich recht schnell zu Punkten mit emotionalen Reaktionen. Dies zeigt mir, worauf ich während der Hypnose eingehen muß. Die Hypnose bietet viele Möglichkeiten, z.B kann auch diagnostisch gearbeitet werden und das Unterbewusstsein direkt nach Lösungsansätzen befragt werden.

 

Hast du dich auf einen bestimmten Bereich innerhalb der Hypnotherapie spezialisiert? Was ist die am meisten nachgefragte Behandlung in deiner Praxis?

Der Königsweg aus meiner Erfahrung ist die Ideomotorik, das heißt, dass mein Klient auf Körperebene jeweils Rückmeldung gibt, ob das Unbewusstsein tatsächlich bereit dazu ist, mitzuwirken und mein Klient meine Aussagen bestätigen kann. Das ist eine Voraussetzung,  um aktiv mitzuarbeiten. Zum Beispiel an Suchtthemen (Übergewicht, Raucherentwöhnung), Zwangsstörungen, Sexualstörungen. Erstmals kommen mehr Männer als Frauen zu mir in die Praxis. Es sind meist überdurchschnittlich intelligente Menschen, die Ihre Gefühle übermäßig stark kontrollieren, was im Laufe von Jahren zu verschiedenen Symptomen bis hin zu Depressionen führt.

 

Es gibt viele Kunden, welche sich fragen ob sie einen Therapeuten aufsuchen sollten oder mit ihren Problemen selbst klarkommen können. An welchem Punkt empfiehlst du Kunden, dich als Therapeuten zu Rate zu ziehen?

Menschen kommen meist erst dann, wenn der Leidensdruck bereits seit Jahren besteht. Oft ist der Auslöser, der zu Depressionen führt, beispielsweise ein Todesfall, der bereits Jahre zurückliegt. Trauerarbeit wurde nicht geleistet, damit meine ich, der Schmerz wurde ausgeblendet und übergangen. Hilfreich ist ein Therapeut bei verschiedenen Angststörungen, wenn es bereits zu einem Vermeidungsverhalten führt, was das Leben stark einschränkt. Oder bei Mustern, die sich im Leben wiederholen und bei Suchtthemen. Hier gilt es, nicht Jahre zu warten, weil diese Muster sich im Alltag sehr stark einprägen und die Behandlung dadurch nicht leichter wird.

Menschen kommen meist erst dann, wenn der Leidensdruck bereits seit Jahren besteht

 

Manche Heilpraktiker neigen zum Experimentieren

Wer voller Staunen die zahlreichen Ausbildungen – häufig mit Diplom – zur Kenntnis nimmt, die mancher Heilpraktiker durchlaufen hat, fragt sich, wie der noch die Zeit findet, seinen Beruf auch auszuüben. Von vielen Therapien hat der Klient noch nie gehört, was den Heilpraktiker nur darin bestärkt, ihren Nutzen in den höchsten Tönen zu preisen. Hier ist von Seiten des Klienten eine gesunde Skepsis angebracht. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass all diese Therapien erprobt und wirksam sind. Es ist zwar davon auszugehen, dass sie unbedenklich sind, aber ob sie auch helfen, steht auf einem anderen Blatt. Seine eventuellen Bedenken sollte der Klient klar ansprechen, denn es sollte nicht sein, dass er als Experimentierfeld dient.

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