Momente, die das Leben bringt

Veröffentlicht am 20 Mai 2019 von Verena Arnold
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Vom Kleinkind, über die Hochzeit bis zum Beruf: Martin Börner hat als Fotograf drei Schwerpunkte, die von vorne bis hinten das Leben begleiten und den 34-Jährigen Geschichten andere Menschen begleiten und ihren Weg in Fotografien ausdrücken lassen. Im folgenden Interview berichtet er über seine Faszination für seinen Beruf, die Herausforderungen, die er mit sich bringt und mit welchen Materialien er am liebsten arbeitet.

“Etwas mit Menschen” wollte der Fotograf immer machen und kam mehr oder weniger durch Zufall zu seinem heutigen Beruf. Er hat jemanden getroffen, der im Gespräch erwähnte, dass er jemanden für Fotos benötigt. Als im gleichen Jahr auch noch Martins Tochter geboren wurde, hatte er die Erkenntnis, dass auch er Fotos wie im Klinikum machen kann – ob Zufall oder jugendlicher Leichtsinn, eins steht fest: Über zehn Jahre nach der Gründung war es rückblickend betrachtet die richtige Entscheidung.

Seine GbR besteht aus dem geborenen Wismarer mit einem weiteren Gesellschafter. Die GbR selber hat einen Mitarbeiter. Vor allem aber auch aus der Unterstützung von Martins Familie, seiner Partnerin und den Menschen in seinem Umfeld, die seine Arbeit schätzen. Von Baby- und Kinderfotografie (insbesondere in Kliniken), Hochzeitsfotografie und das Studio für den alltäglichen Bedarf als auch für die besonderen Ereignisse hat Martin Börner hauptsächlich drei Schwerpunkte in Rostock aber auch darüber hinaus.

Unser Interviewpartner Martin Börner ist als Fotograf tätig

 

Auf deiner Website zitierst du Cartier-Bresson mit folgendem Spruch: „Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.“ Was macht für dich persönlich ein gutes Foto aus? Welche Details bringen Menschen dazu, sich mit einer Fotografie zu beschäftigen? Was fasziniert dich besonders an der Fotografie?

Früher fand ich es irgendwie cool, einen der Großen zu zitieren. Ich habe mir da eigentlich nicht so viel bei gedacht. Heute, nach mehr als zehn Jahren Selbstständigkeit im Bereich der Fotografie hat das Zitat auch auf Grund des starken Wandels durch die sozialen Medien und unserem Fotokonsumverhalten eine ganz andere Bedeutung für mich.

Wir sind ja permanent umgeben von – auch bewegten – Bildern. Allein wie viel „Fotos“ man am Tag per WhatsApp bekommt. Es wird glaube ich auch immer schwerer gute von besserer Fotografie zu unterscheiden. Jeder kann über sein Handyfoto einen Filter oder ähnliches legen. Das ist sicherlich ein Teil der Fotografie. Zur Fotografie gehört aber auch eine Bewusstheit. Was sehe ich, was sagt mir das Motiv, was könnte es den anderen Betrachter mitteilen? Ist es der beste Moment, um dieses Foto zu machen? Wird man auf das Foto länger als eine Sekunde schauen?

Ein Foto kann einige Funktion haben: Unter anderem kann ein Foto die Zeit von einem schönen Moment festhalten. Es ist ein Dokument. Ein Speicher von Emotionen, die in mir ausgelöst werden. Es gibt auch aus meiner Sicht auch einen rein technischen Aspekt: Schärfe, Farbe und Licht. Diese Aspekte faszinieren mich an der Fotografie. Hinzu kommt: In der digitalen Fotografie habe ich sofort ein (erstes) Ergebnis. Ich fotografiere auch analog. Sehr selten. Das ist dann aber in vielerlei Hinsicht was ganz was anderes.

Der Zugang zur Fotografie ist sehr einfach: Jeder hat theoretisch eine Kamera, wenn er ein halbwegs aktuelles Handy besitzt. Früher war Fotografie auch eine Frage des Geldes. Fehlversuche konnten schnell ins Geld gehen. Ein weitere Vorteil: Die Digitalisierung hat die Kreativität entfesselt. Man kann vieles probieren, Dinge machen, die früher technisch nicht möglich waren.

Ich liebe die Arbeit mit Menschen, den Austausch, ihre Geschichte. Das finde ich spannend. Man bekommt Einblicke vom Leben anderer Menschen. Gleichzeitig macht man Menschen mit guten Fotos eine Freude. Bekommt direkt Feedback bzw. Anerkennung.  Je nach Auftrag ist es auch immer ein Abenteuer: Man bekommt einen Rahmen und muss versuchen, in diesem seine Fotos zu gestalten, zu lenken.

 

Auf welche Motive setzt du deinen Fokus und weshalb? Welche Veranstaltungen begleitest du häufig? Welche besonderen Herausforderungen gibt es bei der Arbeit mit Kindern oder Babys?

Schwerpunkt meiner Fotografie ist der Mensch. Menschen und ihre Geschichten finde ich spannend. Man selber hat ja nur ein Leben und kann gar nicht alles ausprobieren. Wie arbeitet es sich als Feuerwehrmann, wie wird Hack hergestellt oder wie sieht eine Bestattung im Ruheforst aus?

Durch meine Fotografie habe ich das Glück solche Ereignisse dokumentieren zu dürfen. Ich bin für einen Moment Teil, wenn auch nur oberflächlich. Ich finde das sehr spannend. Auf der anderen Seite kann ich mich mittlerweile auch für eine einfache Blüte begeistern. Vielleicht ist es auch die Suche nach dem Schönen.

Die Babyfotografie erfordert Geduld und gutes Timing, Wechselsachen und einen vollen Magen des Babys. Im Grunde ist es wie bei uns.

 

Welche Kameras verwendest du für deine Shootings am liebsten und weshalb? Legst du hierbei auf eine bestimmte Marke Wert? Welche weitere Ausstattung ist für ein Shooting notwendig?

Ich fotografiere mit Nikon, das ist dem Umstand geschuldet, dass dort der Einstieg damals relativ günstig war. Angefangen hat es mit der Nikon D50. Sechs Megapixel für 599€ (2005). Wenn man dann ein bisschen Geld in Objektive investiert hat, hemmt das schon, mal einfach einen Systemwechsel zu machen.

Bei Nikon fühle ich mich zu Hause. Diese Kamera ist mir vertraut. Man kennt die Macken, Eigenschaften und kann sich auf das Wesentliche konzentrieren: Auf seine Fotografie.

Im Moment fotografiere ich am liebsten mit der Nikon DF, weil sie recht leicht ist in Kombination mit meinen Lieblingsbrennweiten: 35mm bzw. 50mm. Die Auflösung mit 16 Megapixel ist ausreichend und man produziert nicht so viele Daten. Wichtiger als die Kamera ist das Objektiv meiner Meinung nac -. 80% Objektiv, 20% Kamera. Ich kann selbst mit einer „alten“ DSLR gute Fotos machen.

Es hängt natürlich immer auch vom Shooting ab bzw. davon,, was fotografiert werden soll. Ich bin meistens mit zwei Kameras und wenigstens zwei Objektiven, einem 35mm und einem 85mm unterwegs. Ein Blitz sollte nicht fehlen. Haben ist ja besser als brauchen. Müsste ich mich für ein Objektiv entscheiden: Ich würde ein Objektiv mit einer Brennweite von 35mm nehmen.

 

Du bezeichnest dich als Rostocker Fotograf. In welchen Ecken der Stadt hältst du dich besonders gerne für Fotos auf? Welche architektonischen oder künstlerischen Besonderheiten bietet Rostock für Fotografen?

Die Bezeichnung Rostocker Fotograf hat den Vorteil, dass man mich nicht unbedingt in München verorten würde. Gleichzeitig würde ich aber auch als Fotograf nach München fahren, wenn man mich dort haben möchte.

In Rostock selber bin hauptsächlich in Warnemünde und Umgebung unterwegs. Danach kommt eigentlich schon die Innenstadt.

Aus meiner Sicht bietet Rostock gerade mit Warnemünde eine Fülle an Motiven, die das Herz warm werden lassen: Strand, Wasser, Kreuzfahrtschiffe und mehr. Man findet somit eine besondere Natur. Das Fernweh treibt ja nicht ohne Grund viele nach Rostock, bzw. an die Küste. Wahrscheinlich kommt daher auch der Slogan: Arbeiten wo andere Urlaub machen.

Schwerpunkt von Martins Fotografie ist der Mensch

 

Teil von Menschen sein

Für einen kurzen Moment kann Martin Börner Teil der Geschichte und des Lebens anderer Menschen sein. Man hat nur ein Leben, das man möglichst mit allem füllt, was irgendwie geht, möglichst viel ausprobiert und im Laufe der Jahre verschiedenste Hobbys, Sportarten oder auch Jobs austestet. Trotzdem kann man niemals alles erleben, was das Leben bietet. Was man aber kann: Durch Fotografie in die Geschichten anderer Menschen eintauchen, sie einfangen, sich austauschen und anderen mit guten Ergebnissen eine Freude bereiten.

Genau das macht Martin Börner als Rostocker Fotograf mit seiner Nikon. Menschen und ihre Geschichten findet er spannend – sie treiben ihn vorwärts und liefern die Basis für seine tägliche Arbeit und seine Leidenschaft, für die er auch einmal quer durch Deutschland fahren würde: die Fotografie.

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