Schmuckdesign verbindet Kunst und Handwerk

Veröffentlicht am 17 Juni 2020 von Verena Arnold
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Es gibt nur wenige Berufe, die Kunst und Handwerk so beeindruckend verbinden. Die eigene Kreativität ausleben und mit den edlen Werkstoffen arbeiten, stellt eine perfekte Kombination dar für kreative Menschen, die gern mit den Händen arbeiten. Bei aller Kreativität ist die Basis für diesen Beruf die fundierte handwerkliche Ausbildung als Goldschmied.

Um mehr über die Tätigkeit als Schmuckdesigner zu erfahren, haben wir mit Ariane Hartmann gesprochen, die durch Zufall zu diesem Beruf kam und darin ihre Berufung gefunden hat. 1971 in Düsseldorf geboren und Meerbusch aufgewachsen, besuchte sie dort das Gymnasium, das sie mit dem Abitur abschloss.

Eine Bekannte, die bei gemeinsamen Bahnfahrten oft von ihrer Ausbildung als Goldschmiedin erzählte und auch berichtete, dass in ihrem Ausbildungsbetrieb noch eine Lehrstelle frei war, weckte bei Ariane Hartmann das Interesse. Sie sprach darüber mit ihrer Mutter, die von früher einen Juwelier kannte, genau den Juwelier, bei dem noch ein Ausbildungsplatz frei war. Ariane Hartmann sah es so, dass dies kein Zufall sein konnte, sondern Schicksal. Nach einem Praktikum war sie so begeistert, dass sie erfolgreich die 3,5-jährige Ausbildung zur Goldschmiedin absolvierte. Danach studierte sie einige Jahre Schmuck- und Produktdesign an der FH Düsseldorf, die jetzt Peter Behrens School of Applied Arts heißt und das Studium inzwischen ein Bachelorstudiengang ist.

Ariane Hartmann ist somit Goldschmiedegesellin und Diplom Schmuckdesignerin (FH) und schon viele Jahre als selbstständige Solo-Designerin in ihren eigenen Werkstattatelier mit Ausstellungsraum tätig. In ihrer Werkstatt fertigt sie ausschließlich ihre eigenen mittlerweile 7 Kollektionen von Hand an. Durch Kundenanfragen entwickeln sich Kollektionen weiter. Von Zeit zurzeit entstehen neue Arbeiten, die entweder eine Spezialisierung einer bestehenden Kollektion sind oder völlig neu durch angewendete Technik oder Material sind.

In regelmäßigen Abständen finden in ihrem Atelier Ausstellungseröffnungen statt, zu denen sie ihr  Publikum einlädt. Teilweise finden bei diesen Vernissagen auch Lesungen statt. Dabei macht sie alles selbst, sei es der Schmuck, der Internetauftritt, Facebook oder Instagram.

Immer wieder nimmt sie auch an Wettbewerben teil. Es handelt sich dabei meistens um Designwettbewerbe oder Ausstellungsausschreibungen, die sie thematisch interessieren und bieten manchmal auch Anstoß für eine neue Kollektion. Als Mitglied in einigen Kunsthandwerk-Vereinen und Kunstvereinen und über die sozialen Medien baut sie ihre Kontakte zu Kollegen aus, auch international. Seit Anfang des Jahres  zeigt sie ihre Arbeit am Werkbrett regelmäßig im Stream auf Twitch

Unsere Interviewpartnerin Ariane Hartmann ist Goldschmiedegesellin und Diplom Schmuckdesignerin

Ariane, wie lange arbeitest du schon als Schmuckdesignerin und warum hast du dich für diesen Beruf entschieden? Trägst du persönlich viel Schmuck?

Im Prinzip arbeite ich mit Schmuck seit ich mein Abitur gemacht habe, das war 1990. Als selbstständige Schmuckdesignerin und Schmuckkünstlerin arbeite ich seit Ende 2002. Mich hat das Handwerk sofort fasziniert und im Laufe der Zeit bin ich durch Studium, Praktikum und selbstständige Arbeit auf einem eigenen Weg. Ich trage immer mindestens ein selbstgefertigtes Schmuckstück von mir. Wenn ich im Atelier bin trage ich etwas mehr Schmuck.

 

Man kann deinen Schmuck bei vielen Ausstellungen und Messen bewundern. Welche Ausstellungen sind demnächst geplant und was wird dort zu sehen sein?

Eigentlich war dieses Jahr viel geplant, aber durch die Corona Pandemie sind alle Ausstellungen gecancelt. Wenn es stattfindet, werde ich im Oktober  in der historischen Stadthalle in Wuppertal bei FineArts erstmalig meine Arbeiten wieder aushäusig präsentieren.

 

Welches Utensil oder Werkzeug verwendest du bei deiner Arbeit am liebsten und warum? Bei welchem Schmuck und wie wird es eingesetzt?

Charakteristisch für viele meiner Kollektionen ist das gestempelte Wort. Hierfür verwende ich unterschiedliche Stempelwerkzeuge. Ich habe etliche Stempelsätze des Alphabets von A-Z in 1,5mm, 2mm, 3mm und 4mm. Diese prägen im wahrsten Sinne des Wortes die Mottokollektion, STATIONEN und IM WORT Kollektion.

 

Wie kann man dich am besten kontaktieren, um ein Schmuckstück zu erwerben oder von dir anfertigen zu lassen? Hast du ein Atelier oder einen Laden, wo man dich persönlich treffen kann?

Man kann mich zu den regulären Öffnungszeiten im Atelier auf der Eppenhauserstr. 14 in 58093 Hagen vor Ort besuchen. Zurzeit natürlich nur mit Maske. Beim Betreten des Ateliers bekommt man dann von mir ein Handdesinfektionsmittel und kann dann alle Kollektionen probieren und einen Auftrag mit mir besprechen. Außerdem hat man die Möglichkeit, mir beim Arbeiten via Stream auf Twitch.tv beim Arbeiten zuzuschauen und kann im Chat live Fragen stellen, die ich dann sofort beantworte. Ich kann per Email kontaktiert werden, man kann via Facebook und Instagram kontaktieren oder sich auf meiner Internetseite einen Überblick verschaffen.

Das Atelier ist Dienstag und Samstag in der Zeit von 10 bis 14 Uhr geöffnet, Mittwoch und Donnerstag in der Zeit von 10 bis 15 Uhr und nach Vereinbarung. Stream-Zeiten sind jeweils an den offenen Ateliertagen von 10:30 Uhr bis 14 oder 15 Uhr auf Twitch

 

Ein Beruf mit Anspruch

Auch wenn man schon immer sehr kreativ ist, muss man lernen, diese Kreativität umzusetzen, ebenso wie man lernen muss, wie man aus den edlen Materialien, aus denen Schmuck hergestellt wird, genau das fertigen kann, was man sich vorstellt und eventuell als Entwurf auf Papier gebracht hat. Um dann mit diesem Beruf seinen Lebensunterhalt verdienen zu können, ist auch ein Gespür dafür, was bei den Kunden ankommt, unabdingbar. Wir bedanken uns bei Ariane Hartmann für das Gespräch und den Einblick in ihre Arbeit.

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