Sport für die Gemütlichen unter uns 

Veröffentlicht am 20 März 2020 von Verena Arnold
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Oft ist nicht die Unlust, sondern lediglich ein fehlendes Trainingskonzept schuld, wieso wir uns nicht gerne in ein Fitnessstudio begeben. Ein wenig effizientes Training und dann fühlt man sich auch noch in der Umgebung unwohl – kein Wunder, dass man da lieber zu Hause bleibt. Was aber, wenn es Einrichtungen gibt, die sich ganz von herkömmlichen Studios unterscheiden? 

Diese Frage hat sich auch Lukas Carda gestellt und sich schließlich selbstständig gemacht: Der 36-Jährige wurde in Wien geboren, wo er auch heute beruflich tätig ist. Am Wochenende sei er aber sehr gerne am Land, wo er seit einiger Zeit eine Hobbyimkerei betreibe, erzählt er uns im Interview. Studiert hat Lukas Sportwissenschaften an der Uni Wien und machte dann seinen Abschluss zum sportwissenschaftlichen Berater an der Bundessportakademie in Linz.

Das EMS-Trainingsstudio befindet sich innerstädtisch im 8. Bezirk. Das Konzept richtet sich zwar an alle Interessenten, allerdings wird wegen der Lage neben dem Krankenhaus sowie neben diversen Privatkliniken das Studio stark von Ärzten und Therapeuten besucht. Lukas ist hier als Geschäftsführer und Trainer die meiste Zeit vor Ort, wobei er außerdem von seinem Mitarbeiter Max unterstützt wird.

Unser Interviewpartner Lukas Carda ist EMS-Trainer

 

Du bist im EMS-Studio NoSports in Wien tätig. Wann hast du persönlich EMS zum ersten Mal ausprobiert? Was begeistert dich daran besonders? Welche Aufgaben übernimmst du bei No Sports?

Auf EMS-Training bin ich das erste Mal im Rahmen einer Fortbildung an der Bundessportakademie in Linz gestoßen. Später hatte mein damaliger Arbeitgeber (ein größeres Fitnessstudio) EMS-Training als Nebenprodukt im Angebot, was bei den Kunden extrem gut angekommen ist. Von Anfang an hat mich die Möglichkeit beeindruckt, ein Krafttraining ohne Gewichtsbelastung zu realisieren. 

 

In meinem damaligen beruflichen Alltag war ich oft mit Kunden konfrontiert, die mit schweren Gewichten nicht wirklich etwas anfangen konnten oder wollten oder auch mit Menschen, bei denen aufgrund diverser Vorschädigungen ein Training mit Gewichten eine sehr heikle Sache darstellte. Die Möglichkeit eines intensiven Muskeltrainings mit geringer mechanischer Beanspruchung war für mich eine spannende Sache. Die Idee und die Konzeptionierung unseres Trainingsstudios geisterte vor über 6 Jahren in meinem Kopf herum und seit 5 Jahren bin ich nun geschäftsführender Gesellschafter und Trainer im Studio NoSports Fitness.

 

Was versteht man unter EMS? Weshalb wird es auf der Website von NoSports als der „Sport für Faule“ beschrieben? Welche Vorteile bringt EMS mit sich?

EMS steht für Elektromuskelstimulation. Mittlerweile gibt es unterschiedliche technologische Entwicklungen, bei denen man auch von EMA (elektrische Muskelaktivierung) spricht. Prinzipiell gibt es diese Art von Technologie bereits seit den 50er Jahren und wurde bis heute vor allem in der Medizin, insbesondere in der Physiotherapie eingesetzt. Mittlerweile sind die Entwicklungen so weit, dass EMS auch für ein herkömmliches Ganzkörpertraining verwendet werden kann. Prinzipiell gilt nachwievor die Notwendigkeit des sportwissenschaftlichen Prinzips  des „Trainingswirksamen Belastungsreizes“. Das soll heißen, dass der Körper nur an Herausforderungen wächst, und man sich auch bei EMS-Trainings an seine Leistungsgrenzen heran tasten muss, damit das Training wirkt. 

 

Allerdings bringt EMS-Training einige Vorteile mit sich, die dem heutigen Zeitgeist recht entgegen kommen. Mit EMS-Training ist es möglich, viele Muskeln zeitgleich zu stimulieren, wobei eine hohe Effizienz zustande kommt. Ebenso kann man mit Elektromuskelstimulation die Muskulatur intensiv trainieren, ohne eine hohe Gewichtsbelastung und mechanische Beanspruchung über Gewichte in Kauf zu nehmen. Ich halte herkömmliches Krafttraining nach wie vor für eine tolle Sache. Allerdings gehört viel Know-how dazu, um mit hohen Gewichten gut trainieren zu können, ohne grobe Schäden zu riskieren. 

Ich denke, für Menschen, die sich nicht sonderlich mit Sport beschäftigen wollen oder auch die Zeit nicht aufbringen möchten, stellt EMS-Training eine gute Alternative dar. Abgesehen von EMS-Training versuchen wir bei uns, möglichst alle Hemmschwellen vorweg zu nehmen, die es für unsere Kunden geben könnte und versuchen, das Training so gut wie möglich in den Alltag integrierbar zu machen. So bieten wir für unsere Kunden innerstädtische Kundenparkplätze und Wäscheservice an. Das heißt, unsere Kunden brauchen keine Sporttasche zu packen und wir kümmern uns um die Pflege der persönlichen Trainingskleidung. Jeder Kunde hat bei uns eine eigene private Umkleide mit Dusche und Pflegeprodukten und wir bieten eine gediegene familiäre Wohnzimmeratmosphäre, die nicht an ein Trainingsstudio erinnern soll. Im Gesamten versuchen wir, keine Ausrede übrig zu lassen, regelmäßig etwas Sinnvolles für die Fitness zu tun, und das eben auch für Menschen, die mit herkömmlichen Konzepten keinen Zugang zu Muskeltraining finden würden.

 

Welche Ausstattung benötigt man beim EMS-Training? Welche Kleidung sollte man am besten tragen? Mit welchen Geräten ist NoSports ausgestattet?

Generell wird in den meisten Fällen ein Elektrodenanzug oder eine Elektrodenweste über eine dünne Unterziehkleidung angezogen und mit Arm- und Beinmanschetten ergänzt. Der Anzug wird mit einem Terminal verbunden, über den die Intensitäten der einzelnen Muskelgruppen gesteuert werden kann. Es gibt unterschiedliche Hersteller von EMS-Geräten. Prinzipiell kann man sagen, dass die meisten Hersteller hohe Qualität liefern. Die Entscheidung, mit welchen Geräten man arbeiten möchte, ist eine Geschmacksfrage. Wir haben uns bewusst für Geräte der Firma Amplitrain entschieden. Amplitrain stellt eine etwas andere technologische Entwicklung dar, basierend auf einer sogenannten modulierten Mittelfrequenz. Die Trainingsreize können etwas pluraler und Abwechslungsreicher gestaltet werden, und auch ein statisches Training ist denkbar. Auch der oft erwähnte krasse Muskelkater nach dem EMS-Training, der oft zu viel des Guten ist, hat man recht gut unter Kontrolle.

 

Wie läuft ein EMS-Training für gewöhnlich ab? Wie lange dauert eine Trainingseinheit und welche Körperpartien werden dabei trainiert?

Kunden trainieren bei uns in 20-Minuten-Einheiten. Es werden maximal 2 Kunden von einem Trainer betreut. Bei den meisten Anbietern werden normale Übungen wie Kniebeugen etc. gemacht. Bei uns sind Bewegungen optional. Mit unseren Gerätschaften lässt sich auch ein statisches Training gut realisieren, und wir legen das Hauptaugenmerk vor allem auf genügend trainingswirksame Intensität, bevor wir komplizierte Turnübungen machen. 

Bei uns wird niemand gezwungen, sich auszubelasten, da wir auch vermehrt mit Kunden arbeiten, die noch keine Erfahrung mit hoch intensiven Trainingseinheiten haben. Bei uns gilt das Prinzip, niemand soll überfordert, aber eben auch nicht unterfordert werden. In gemeinsamer Absprache versuchen wir, mit dem Kunden das für ihn maximale an Trainingsreiz in 20 Minuten heraus zu holen. In den meisten Fällen ist EMS-Training ein Ganzkörpertraining. Man kann natürlich Schwerpunkte setzen, allerdings wäre es schade, Muskelpartien auszulassen, da EMS-Training genau dafür geeignet ist, in 20 Minuten alle Muskelpartien zugleich zu trainieren.

EMS steht für Elektromuskelstimulation

 

Ganzheitliches Training 

Lukas hat sich mit seinem Fitnessstudio einen Traum erfüllt. Hier kann er seine Konzepte umsetzen, von denen auch Menschen profitieren können, die nicht gerne Gewichte stemmen oder sonst wie nicht sonderlich im Krafttraining erfahren sind. Mittels der Elektromuskelstimulation kann der Körper ganzheitlich trainiert werden, wobei durch die Steigerung des Reizes nach und nach immer mehr Muskulatur aufgebaut werden kann. Wichtig ist Lukas vor allem, dass sich die Kunden wohlfühlen, optimal ausgelastet werden und der für sie richtige Schwerpunkt im Training gesetzt wird. 

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