Stressbewältigung durch Achtsamkeit 

Veröffentlicht am 4 Mai 2020 von Verena Arnold
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In der heutigen Zeit vergessen wir manchmal, auf die wirklich wesentlichen Dinge im Leben zu achten. Wir merken, dass uns etwas fehlt und suchen nach den maßgebenden Dinge, um einen zufriedenen und stressfreieren Alltag zu erleben. Um diese Dinge zu finden und nicht aus den Augen zu verlieren, haben sich die Geschäftsinhaberinnen von MBSR-Eppendorf auf Stressbewältigung durch Achtsamkeit spezialisiert.

Die 48-jährige Katharina Schacht schätzt die Arbeit im Team. Zusammen mit ihrer Kollegin und Freundin Sabine Bergmann sind die zwei Unternehmerinnen und MBSR-Eppendorf. 

MBSR steht für Mindfulness Based Stress Reduction nach Prof. Dr. Jon Kobat-Zinn. Zu deutsch: Stressbewältigung durch Achtsamkeit. Darüber hinaus arbeiten die zwei im Verbund mit weiteren Kolleginnen zusammen. Mit „Achtsamkeit @Unternehmen“ haben sie einen Verbund geschaffen, der Achtsamkeit für Firmen anbietet. 

Unsere Interviewpartnerin Katharina Schacht (rechts) mit Ihrer Kollegin Sabine Bergmann

 

 

Wie ist dein Interesse an dem Thema Achtsamkeit entstanden? Was hast du in dieser Hinsicht mittlerweile herausgefunden?

Ich habe über eine persönliche Krise zur Achtsamkeit gefunden. Die äußeren Umstände, meine Firma zog nach Berlin, haben mir dann sozusagen den Weg in die Selbstständigkeit erleichtert.
An der Achtsamkeit hat mich besonders beeindruckt, dass sie keine Vorgaben macht und in diesem Sinne wirklich stressfrei ist. Statt vorzugeben: Wenn du Stress hast, musst du erst Schritt 1, dann Schritt 2 und schließlich Schritt 3 machen und das hilft dann, lässt die Achtsamkeit uns Raum für Selbsterkenntnis. Sie hilft uns, uns unserer Selbst bewusster zu werden und aus dieser Einsicht heraus einen hilfreichen Umgang für uns und insbesondere mit den schwierigen Erfahrungen in unserem Leben zu finden.

Die Achtsamkeit ist in diesem Sinne sehr individuell und persönlich. Schließlich sind wir ja auch alle unterschiedlich. Jeder hat seine eigenen Verhaltens- und Bewertungsmuster im Laufe seines Lebens entwickelt. Achtsamkeit hat also weniger mit „müssen und sollen“ und viel mit Selbsterkenntnis und AH-Momenten zu tun.

Diese Art des Lernens macht einfach richtig Freude. Und das ist es auch, was ich täglich in meiner Arbeit erfahre. Meine Klienten und Kurs-TeilnehmerInnen sind dankbar für die Erfahrung, endlich mal nicht zu „müssen“ – sich einfach nur selber zu lauschen und daraus Kraft und Frieden zu schöpfen. Und gleichzeitig hat das nichts mit Stillstand zu tun, wie man vielleicht im ersten Moment denken könnte. Die innere Klarheit, die dadurch mehr und mehr entsteht, unterstützt uns dabei, wirkliche Veränderungen herbeizuführen.

In diesem Sinne ist Achtsamkeit auch weit mehr als nur Stressbewältigung. Sie lässt uns tatsächlich klarer sehen, mehr in unsere innere Mitte kommen und uns und unseren Mitmenschen freundlicher begegnen.

Ein „Müssen“ gibt es übrigens doch noch. Achtsamkeit braucht Übung: Sich immer wieder des Momentes bewusst werden, der eigenen Gedanken, Körperempfindungen, Gefühle und Verhaltensimpulse. Dann, so zeigt die wissenschaftliche Forschung, entstehen auf neuronaler Ebene neue Synapsenverbindungen, die uns tatsächlich einen anderen Umgang mit stressigen Situationen im Leben ermöglichen.

 

Was versteht man unter Achtsamkeit und was soll das überhaupt bringen? Was ist das Ziel der Achtsamkeit? Welche Grenzen hat die Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist ein Geistestraining. Das zentrale Thema von Achtsamkeit ist die Schulung der Wahrnehmung.

Im Kontext von Stressbewältigung lässt es sich wie folgt beschreiben:

Achtsamkeit bedeutet, sich bewusst zu werden, was in einem selbst (Körperempfindungen, Gedanken, Gefühle) und um einen herum in jedem Augenblick tatsächlich geschieht ohne es zu bewerten. Durch die Schulung der Selbstbeobachtung wird uns das eigene Verhalten klarer. Bezogen auf Stress werden Stressauslöser und die darauf folgende, impulshafte Stressreaktion bewusster wahrgenommen. Dadurch entsteht ein Handlungsspielraum, der es uns ermöglicht, das nächste Mal anders zu reagieren. Wir der Stresssituation weniger ausgeliefert, sondern erhalten mehr und mehr Einfluss auf unser Verhalten.

Zum Thema Grenzen: Achtsamkeit ist kein Allheilmittel. Sie unterstützt uns im Leben, aber sie ist keine Medizin mit einer vorhersehbaren Wirkung. Wenn ich zum Beispiel ernsthafte, psychische Probleme habe, dann brauche ich eine Therapie. Achtsamkeit kann mich jedoch zusätzlich unterstützen.

 

Welche Achtsamkeitsmethoden verwendest du am liebsten und warum? Welche Achtsamkeitsmethoden können bei Menschen gut und wirksam angewendet werden? Welche mussten modifiziert werden? Und gibt es welche, die gar nicht funktionieren?

Wir unterrichten MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction). Das 8-wöchige Achtsamkeitstraining MBSR wurde von Prof. Jon Kabat-Zinn in den 70er-Jahren an der Universitätsklinik in Massachusetts, USA, entwickelt. Als ganzheitlicher Ansatz verbindet es moderne Forschungsergebnisse aus Medizin und Psychologie mit Erkenntnissen aus fernöstlichen Methoden der Geistes- und Körperschulung. 

MBSR ist ein erprobtes und wissenschaftlich überprüftes Übungsprogramm, das weltweit praktiziert wird. Zahlreiche Studien belegen die Wirksamkeit des Programms, das zur Steigerung der Lebensqualität beiträgt. Es wird zur Gesundheitsförderung und Prävention eingesetzt, aber auch speziell für Personen, die unter großer Belastung stehen, unter chronischen Erkrankungen oder Schmerzen leiden. Die Methode wird sowohl im Gesundheitsbereich, in pädagogischen und sozialen Einrichtungen als auch in Wirtschaftsunternehmen erfolgreich angewendet. 


Darüber hinaus unterrichten wir noch weitere, 8-wöchige Programme, die sich an MBSR orientieren und verschiedene Schwerpunkte setzen:
Speziell für Depressionen und Angststörungen gibt es MBCT (Mindfulness-Based Cognitiv Therapy) und für mehr Mitgefühl sich selbst und anderen gegenüber MBCL (Mindfulness-Based Compassionate Living) und MP (Mindfuless Comapssionat Parenting) steht für achtsames Eltern sein. 


MBSR ist das am besten erforschte Achtsamkeitsprogramm. Es gibt zahlreiche, wissenschaftliche Studien, die seine Wirksamkeit belegen. Und auch die anderen, 8-wöchigen Formate (MBCT,MBCL und MP) werden mehr und mehr erforscht und zeigen ebenfalls eine signifikante Wirkung. Weitere Informationen zur Forschungslage gibt es auf unserer Website unter www.coaching-mbsr-hamburg.de

 

Was empfiehlst du Menschen, die Achtsamkeit lernen wollen? Braucht man gewisse Vorkenntnisse? Wie kann man einen Termin vereinbaren?

Ein 8-wöchiger MBSR-Kurs eignet sich gut als Einstieg in die Achtsamkeit.

 

Es braucht dazu keine Vorkenntnisse. Eine gewisse Offenheit ist hilfreich, die aber allein durch die Bereitschaft zur Anmeldung oft schon gegeben ist. Wichtig ist noch zu wissen, dass es auch zwischen den wöchentlichen Terminen Achtsamkeitsübungen gibt, die zu Hause praktiziert werden sollen. Das sind Meditationen und verschiedene Wahrnehmungsübungen für den Alltag.

Bevor die TeilnehmerInnen die Anmeldung unterschreiben, führen wir noch ein unverbindliches, telefonisches Vorgespräch mit ihnen, in dem auch alle noch offenen Fragen geklärt werden können.

Für Firmen erarbeiten wir auch gerne ein konkretes, auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittenes Format.

Bei Interesse freuen wir uns auf Ihren Anruf oder Ihre Mail. Unsere Kontaktdaten finden Sie auf unserer Website www.coaching-mbsr-hamburg.de

Achtsamkeit braucht Übung

 

Weniger Stress im Alltag

Durch eine bewusste Achtsamkeit lassen sich heikle Situationen und schwierige Herausforderungen besser meistern. Dank der Arbeit des Achtsamkeitsunternehmen können Menschen ihr eigenes Bewusstsein schulen und ihre Achtsamkeit verbessern. Dies hilft ihnen bereits in alltäglichen Situation, sowie im Beruf oder in der Liebe.

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