Therapie schmerzfrei und sanft

Veröffentlicht am 19 Februar 2020 von Verena Arnold
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Wenn der Bewegungsapparat nicht mehr so richtig funktionieren will und sogar Schmerzen im Spiel sind, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. FOI (Funktionelle Orthonomie und Integration) ist eine schonende Technik, den Schmerzen auf die Spur zu kommen. Matthias Lukarsch hat sich auf dieses Therapiekonzept spezialisiert und erzielt damit gute Erfolge. Wir haben mit ihm gesprochen und einiges über seine Tätigkeit erfahren.

Der 30-jährige Matthias Lukarsch wurde in Frankfurt geboren. Heute wohnt er in Hofheim am Taunus und ist seit fast acht Jahren Physiotherapeut. Schon als Kind und Jugendlicher musste er aufgrund mehrerer Verletzungen selbst oft physiotherapeutische Behandlungen in Anspruch nehmen. Es beeindruckte ihn immer wieder aufs Neue, was alles mit regelmäßigen Übungen und guter Behandlung möglich ist und was für Fortschritte man erzielen kann. Die Möglichkeit anderen Menschen helfen zu können, ihnen den Alltag zu erleichtern oder Schmerzen lindern zu können, begeisterte ihn sehr. Vor seiner Ausbildung absolvierte er nach seinem Fachabitur ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) bei einem mobilen Pflegedienst in Hofheim. Dort konnte er bereits viele wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Menschen bzw. generell im Pflege- und Gesundheitsbereich sammeln.

Er absolvierte seine Ausbildung an der Hochschule Fresenius in Idstein. Die Ausbildung ging insgesamt drei Jahre, wovon über ein Jahr viel Praktikumszeit in verschiedenen Krankenhausstationen (Orthopädie, Chirurgie, etc.) war. Nach seiner Ausbildung fing er sehr schnell die Fortbildung zum FOI-Therapeuten (FOI = Funktionelle Orthonomie und Integration) an, die er ebenfalls mit einem Examen abschloss. Des Weiteren ist er Heilpraktiker für Physiotherapie, was ihm ermöglicht Patienten ohne ärztliche Verordnung zu behandeln. Außerdem besuchte er folgende Fortbildungen: Manuelle Lymphdrainage, Sportphysiotherapie (DOSB anerkannt), Tapeing, Medical Flossing, Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD).

Bereits seit über zwei Jahre betreibt er seine kleine Privatpraxis für Physiotherapie in Wiesbaden, mit dem Namen Orthonom. Allerdings war er bereits seit 2015 selbstständig als freier Mitarbeiter in verschiedenen Praxen im Main-Taunus-Kreis tätig. Außerdem ist seine Praxis ein Kompetenzzentrum für die funktionelle Orthonomie und Integration. Er behandelt hauptsächlich nach diesen ganzheitlichen Therapiekonzept, welches in seiner Art einzigartig ist. In Hessen gibt es FOI-Praxen recht selten, ein besonderes Merkmal seiner Praxis. Dieses Therapiekonzept beinhaltet viele sanfte und schmerzfreie Techniken. Gerade Patienten mit einer langen Krankengeschichte und chronischen Problemen reagieren auf diese Therapie sehr gut.

Vom Putzen über Terminvereinbarungen, Rechnungen schreiben, Einkaufen bis hin zur Durchführung der Therapie macht er alles komplett allein. Auf der einen Seite ist das natürlich recht anstrengend und zeitintensiv, auf der anderen Seite ist es auch schön unabhängig und frei in seinen Entscheidungen zu sein. 

Unser Interviewpartner Matthias Lukarsch leitet Physiotherapiepraxis

 

Matthias, welche Herausforderungen stellen sich dir bei der Leitung einer Physiotherapiepraxis? Wie kannst du diese bewältigen?

Da ich meine Praxis als „One-Man-Show“ betreibe hält sich der organisatorische Aufwand in Grenzen. Ich trage keine Verantwortung für Mitarbeiter oder Angestellte. Der Nachteil ist, dass man zu jeder Zeit präsent sein muss und die Patienten natürlich nur auf meine Person fixiert sind. Neben der hohen körperlichen Belastung als Physiotherapeut, ist es nicht immer einfach den Menschen etwas von seiner positiven Energie abzugeben. Gerade wenn es einem persönlich vielleicht nicht zu 100% gut geht oder einem etwas in seinem privaten Umfeld belastet. Auch für die Psyche eines Therapeuten kann es auch schon mal recht belastend sein, sich jeden Tag mit Schmerz, Krankheit und persönlichen Schicksalsschlägen auseinandersetzen zu müssen.

 

An welchen wichtigen Prämissen ziehst du deinen Rehasport auf? Worauf gilt es zu achten, wenn man die Heilung einer Verletzung fördern will?

Im Rahmen meiner ganzheitlichen Behandlung steht in erster Linie die Wiederherstellung der Beweglichkeit sowie Physiologie der einzelnen Wirbelsäulenabschnitte bzw. peripheren Gelenke im Vordergrund. Nach dem Behandlungskonzept der FOI (funktionelle Orthonomie und Integration) versuche ich sogenannte Kompensationsmuster (Schonhaltungen) des Körpers zu lösen. Diese Techniken sind sanft und schmerzfrei. Neben der Behandlung bekommen meine Patienten noch einfache und effektive Übungen für zu Hause gezeigt, welche den Therapieeffekt positiv unterstützen sollen.

Grundsätzlich sollte man bei der Heilung von Verletzungen auf die Wundheilungsphasen der einzelnen Strukturen (Bänder, Muskeln, Sehnen etc.) im Körper achten. Jede Struktur braucht unterschiedlich lange zur vollständigen Genesung. Die Krux einer effektiven Rehabilitation ist es, einen gesunden Mittelweg zwischen Belastung und Erholung zu finden. Verletzte Strukturen brauchen einen adäquaten Belastungsreiz, was zur Förderung der Genesung beiträgt. Manche Patienten muss man mit ihrem Übereifer ein wenig bremsen. Anderen Patienten muss man erst ein wenig die Angst nehmen, etwas mit Training „kaputt“ zu machen.

 

Mit welchen Geräten arbeitest du im Fitnesssport? Warum hast du an diesen Gefallen gefunden?

In meiner Praxis arbeite ich in der Regel ohne Geräte oder zusätzlichen Gewichte. Ich arbeite ausschließlich mit dem Eigengewicht der Patienten. Wichtig dabei ist mir die saubere Technik bei der Ausführung einer Übung. Durch diese, meist isometrischen Übungen, ist das Verletzungsrisiko (bei sauberer Ausführung) deutlich reduziert. Trainingseffekte sind unter anderem die Steigerung der intramuskulären Koordination, was bedeutet, dass der Körper in der Lage ist, mehr Muskelfasern gleichzeitig anzuspannen. Auch die intermuskuläre Koordination wird dabei verbessert: Das Zusammenspiel einzelner Muskeln (oder Muskelgruppen) mit der gleichen Funktion läuft besser und effektiver, wodurch mehr Kraft freigesetzt werden kann. Trainingsziele sind dabei: Beweglichkeit verbessern, Muskelkräftigung und Verbesserung der Stabilisation.

 

Welche Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Rehasport? Bei welchen Verletzungen ist dies der Fall?

Da es sich bei meiner Praxis um eine reine Privatpraxis handelt, werden die Behandlungskosten ausschließlich von den privaten Krankenkassen, sofern eine ärztliche Verordnung vorliegt, übernommen. Aufgrund meiner Zusatzqualifikation zum sektoralen Heilpraktiker für Physiotherapie ist es mir möglich, Patienten auch ohne ärztliche Verordnung zu behandeln und über die Gebührenordnung für Heilpraktiker abzurechnen. Manche Patienten besitzen eine Heilpraktikerzusatzversicherung, ohne dass sie etwas davon wissen. Ein Anruf bei der jeweiligen Krankenkasse genügt, um Auskunft über eine eventuelle Kostenübernahme zu bekommen. Die Art der Verletzung/Erkrankung spielt bei der Erstattung keine Rolle, insofern die Diagnose durch die WHO klassifiziert und durch einen ICD-10 Code (internationale Klassifikation von Diagnosen) versehen worden ist. 

Die Praxis als „One-Man-Show“

 

Behandlungskonzept mit Erfolg

Im Laufe der Jahre gewöhnen sich viele Menschen eine Schonhaltung an, die Verspannungen und Durchblutungsstörungen zur Folge haben kann. Diesen Schonhaltungen auf die Spur kommen, ist mit dem sanften und schmerzfreien Behandlungskonzept der FOI möglich. Begonnen wird die Behandlung an der Wirbelsäule. Erst wenn die physiologische Funktion der Wirbelsäule wiederhergestellt wurde, nähert sich der Therapeut der eigentlichen schmerzhaften Region an. Matthias Lukarsch absolvierte eine Fortbildung zum FOI-Therapeuten und setzt heute diese Behandlungsmethode erfolgreich bei seinen Patienten ein.

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