Von der 3D-Animation zur Veranstaltungsfotografie

Veröffentlicht am 15 November 2019 von Verena Arnold
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Oliver Bodmer geht oft auf Partys. Aber nicht zum Feiern, sondern zum Arbeiten. Der selbstständige Fotojournalist und Eventfotograf drückt jedes Jahr etwa 100.000 Mal auf den Auslöser. Das Motiv „Mensch“ ins rechte Licht zu rücken und dafür den richtigen Moment zu finden, steht seit 2001 neben dem Fotografieren von Architektur im Mittelpunkt seiner Tätigkeit.

Bei besonders großen Events arbeitet Oliver mit Kollegen zusammen, mit denen er gut vernetzt ist. Auch bevor er Fotograf wurde, verlief Olivers Leben sehr ereignisreich. Der heute 44-Jährige stammt aus Ulm, studierte zunächst Sozialwissenschaften, dann Informatik. Einige Jahre arbeitete er als Systemadministrator bei der Schwäbischen Zeitung.

Als Oliver klar wurde, dass er kreativer arbeiten wollte, ging er nach München, um Digital Film Production zu studieren. Er beschäftigte sich autodidaktisch intensiv mit der Fotografie. Um sich eine teure Kamera leisten zu können, stellte er sich bei Lokalzeitungen vor. Beim Münchner Merkur erhielt er sofort die Chance, für die Lokalberichterstattung zu fotografieren.

Unser Interviewpartner Oliver Bodmer ist Eventfotograf

 

Wann und wie hast du bemerkt, dass die Kamera deine berufliche Zukunft darstellt? Wie konntest du in diesem Berufsfeld Fuß fassen?

Die Zeitung hat mich seit dem Tag, an dem ich mich mit einer Mappe vorgestellt habe, jeden Tag gebucht. So hat der Job eher mich gefunden als andersrum. Ich konnte vom ersten Monat an davon leben, sodass mein eigentlicher Fokus, 3D-Animation, komplett in den Hintergrund gedrängt wurde. Ich war völlig überrascht, dass es diesen Beruf gibt und dachte, dass mir das potenziell ein Arbeitsleben lang Spaß machen könnte. Mit mehr Erfahrung habe ich dann angefangen, auch Eventfotografie anzubieten. Man lernt auf den Presseterminen viele potenzielle Auftraggeber kennen. Ich finde es schön, visuelle Probleme zu lösen. In der Regel hat man eine recht konkrete Aufgabe, was zu fotografieren ist. Allerdings ist die Umsetzung immer einem selbst überlassen. Bei einem Termin hat man also vor Ort immer ein paar Minuten Zeit, um ein möglichst ideales Bild „zusammenzubasteln“.

 

Auf welche Fachbereiche würdest du deine Tätigkeit in der nahen Zukunft gerne noch ausweiten? Was hält dich davon ab?

Eine Zeit lang dachte ich, dass das Fotografieren und Filmen von Luftbildern noch etwas für mich wäre. Allerdings sind die Regulierungen und Auflagen streng, sodass ich es beim Versuch belassen habe. Der Aufwand ist zu groß. Vor zwei Jahren habe ich noch eine Fotobox gebaut, die ich bei Events zuweilen mit vermiete. Es ist schön zu sehen, wieviel Blödsinn die Leute vor einem Automaten machen, den sie vor einem Fotografen nie machen würden.

 

Welche Kamera begleitet derzeit deinen Berufsalltag? Was macht diese Kamera für deine Tätigkeit besonders geeignet?

Derzeit nutze ich mehrere Kameras, darunter Spiegelreflexkameras der Firmen Canon und Sony sowie spiegellose Kameras. Die Canon ist sozusagen das „Arbeitspferd“ für die großen Events, bei denen ich sehr viele Menschen in Gruppen fotografiere. Die spiegellose Sony hat den Vorteil, dass sie sehr leise ist – ein tolles Feature bei Konzerten und ähnlichen Veranstaltungen. Zudem ist sie leichter. Man merkt den Unterschied, wenn man sie den ganzen Tag lang mit sich herumträgt.

 

Wie unterscheidet sich die Veranstaltungsfotografie von anderen Tätigkeiten als Fotograf? Wo stellen sich dir oft Herausforderungen?

Die Veranstalter erwarten immer fröhliche Menschen, volle Säle, gute getroffene Porträts. Die Herausforderung ist also, immer den richtigen Moment zu erwischen, in dem die Leute gut aussehen. Wer lacht schon die ganze Zeit, wenn er sich unterhält? Man hat einerseits nur eine begrenzte Zeit, um alles festzuhalten, andererseits soll alles super schick aussehen. Mit einem Auge scanne ich daher immer den Saal, um mitzubekommen, ob etwas Interessantes passiert oder sich eine besonders schöne Situation findet.

Die Veranstalter erwarten immer fröhliche Menschen, volle Säle

 

Das ideale Bild „zusammenbasteln“

Volle Säle und gut gelaunte Menschen, die ständig fröhlich lachen – so wollen viele Veranstalter ihre Events in der Zeitung sehen. Oliver Bodmer scannt mit Kennerblick die Menschenmengen, die er hauptberuflich für seine Auftraggeber ablichtet. Potenzielle weitere Auftraggeber lernt Oliver häufig auf Presseterminen kennen. Wenn er nicht gerade Menschen porträtiert, sind es architektonische Besonderheiten, die im Fokus seiner Kameras stehen. 

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