Wenn der Handfeuerlöscher „eine geklebt bekommt”

Veröffentlicht am 12 Februar 2020 von Verena Arnold
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Bernd Heißler begeisterte sich bereits als Kind für die Feuerwehr. Er trat der Jugendfeuerwehr bei und ist auch heute, als 54-Jähriger, weiterhin aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Durch dieses Engagement war sich Bernd immer der Gefahren eines Brandes in Betrieben bewusst und setzte sich für die Sicherheit am Arbeitsplatz ein. So passte es perfekt für ihn, die Firma Raab Feuerschutz zu übernehmen.

Geboren wurde Bernd in Karlsruhe, aber er lebt schon immer in Philippsburg zwischen Mannheim und Karlsruhe. Er beendete eine Ausbildung zum Schlosser in einem Industriebetrieb und absolvierte danach eine Weiterbildung zum Maschinenbautechniker. Vor der Übernahme der Firma Raab Feuerschutz war er Leiter der Werksinstandhaltung in einem Betrieb, der Folien und Laminate herstellt. Das Unternehmen, das Bernd heute leitet, stellte dort damals bereits den Brandschutz sicher.

Bernd definiert die Aufgaben seines Dienstleistungs- und Serviceunternehmen mit fünf Mitarbeitern folgendermaßen: „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen, Tiere und Sachwerte vor den Gefahren von Feuer und Rauch zu schützen.“

Unser Intterviewpartner Bernd Heißler leitet das Feuerschutz Unternehmen

Bernd, wie lange ist die Firma Raab Feuerschutz GmbH im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes tätig? Wie hat sich dein Leistungsangebot seit deinen Anfängen geändert? Wie groß ist dein Unternehmen und was gehört zu deinem Tätigkeitsschwerpunkt?

Die Firma Raab Feuerschutz GmbH wurde 1965 in Philippsburg gegründet und ist nun seit mehr als 50 Jahren im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes tätig. Der Grundstein wurde durch den Vertrieb und die Wartung von Handfeuerlöschgeräten für Privathaushalte sowie für öffentliche Einrichtungen und gewerbliche Zwecke gelegt. Durch unsere ständige Weiterentwicklung und Flexibilität in den letzten Jahrzehnten haben wir uns dem technischen Fortschritt stets angepasst. Um mit den steigenden Anforderungen in Sachen Brandschutz Schritt zu halten, haben wir unseren Leistungsumfang erweitert. Das betrifft unter anderem den Bereich der Brand- und Gefahrenmeldetechnik, die Brandschutzfachplanung und den Feuerwehrservice, zum Beispiel die Instandhaltung von persönlicher Schutzausrüstung, der Atemschutztechnik und den Schläuchen nach Übungen und Einsätzen.

Mein Team besteht aus fünf Mitarbeitern mit den verschiedensten Qualifikationen und Sachkundenachweisen im Bereich des vorbeugenden, organisatorischen und anlagentechnischen Brandschutzes. Damit sind die Bereiche Wartung, Prüfung und Instandhaltung von Feuerlöschgeräten, Wandhydranten, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen oder die Brandschutzfachplanung abgedeckt.

Meine Tätigkeitsschwerpunkte sind die Beratung und Planung von brandschutztechnischen Einrichtungen. Ich führe Begehungen als externer Brandschutzbeauftragter für Betriebe durch und kümmere mich um Angelegenheiten der Feuerwehr, wie das Prüfen und Instandhalten von Atemschutzgeräten. Vom Büro und bis zur Baustelle bin ich überall anzutreffen.

 

Wie läuft die Wartung eines Feuerlöschers bei euch ab? In welchem Abstand muss ein Feuerlöscher einer Überprüfung unterzogen werden? Woran erkennt man eigentlich, dass der Feuerlöscher gewartet oder sogar ausgetauscht werden muss?

Unsere Software erinnert uns automatisch daran, dass bei der Firma XY im nächsten Monat die Feuerlöscher gemäß DIN 14406, TeiI 4, überprüft werden müssen. Feuerlöscher müssen regelmäßig, mindestens jedoch alle zwei Jahre durch eine sachkundige Person geprüft werden. Diese muss zahlreiche Arbeiten durchführen. Dazu gehört die Begutachtung des Feuerlöschers auf allgemeinen Zustand und Sauberkeit, Überprüfung der Lesbarkeit, Vollständigkeit und Richtigkeit der Beschriftung, Kontrolle der Armaturen, Schläuche und Sicherungen und Beachtung der Fälligkeit von Prüffristen des Schutzanstriches, zum Beispiel auf Korrosionserscheinungen. Außerdem müssen die Kunststoffteile auf Brüche, Verformungen oder Risse kontrolliert werden. Die Auslöse- und Unterbrechungseinrichtungen müssen ebenso geprüft werden wie das Gewicht oder das Volumen des Löschmittels. Dann gilt es noch, die Gewindeanschlüsse hinsichtlich mechanischer Beschädigung und Gängigkeit zu prüfen sowie das Löschmittel auf seine Verwendbarkeit. Dichtungen werden ausgetauscht. Bei Auflade-Feuerlöschern ist zusätzlich der Druck oder das Gewicht des Treibgases zu prüfen und die Funktionsbereitschaft des Feuerlöschers wiederherzustellen. Die Halterung des Feuerlöschers wird hinsichtlich der Befestigung geprüft. Schließlich werden noch der Instandhaltungsnachweis am Feuerlöscher angebracht und die durchgeführten Arbeiten dokumentiert. Bei all diesen Arbeiten muss man natürlich immer die Wartungsanweisung der einzelnen Hersteller beachten. 

Es gibt noch weitere gesetzliche Regelungen, die beachtet werden müssen, aber es würde zu weit führen, diese komplexen Regelungen alle aufzulisten. Ausgesondert werden müssen Feuerlöscher, wenn die Lebensdauer überschritten ist, die je nach Hersteller bei 20 bis 25 Jahren liegt, oder wenn Feuerlöscher beschädigt sind, zum Beispiel durch Dellen, Rost oder abgebrochene Bauteile.

 

Welches Equipment darf bei einer Brandschutzfirma auf keinen Fall fehlen? Gibt es eine Apparatur, mit der du besonders gern arbeitest? Wo bekomme ich so etwas zu kaufen?

Natürlich sollte eine Firma, die einen Prüfdienst anbietet, auch die geeigneten Prüfgeräte mit sich führen. Hier gibt es je nach Prüfgegenstand andere Prüfgeräte. Bei einer Feuerlöscher-Überprüfung sollte man immer ein Gerät zur Entleerung des Feuerlöschers mitbringen und dazu die passenden Steckschlüssel für die verschiedensten Verschraubungen. Bei einer Wandhydranten-Prüfung muss ich ein Prüfgerät dabei haben, mit dem ich die Ruhe- und die Fließdruck-Prüfung sowie die Schlauchdruckprüfung durchführen kann. All diese Sachen bekommt man ausschließlich beim Fachhandel und den Herstellern.

 

Wie viel kostet die Wartung eines Feuerlöschers im Durchschnitt? Inwieweit spielen Typ und Größe des Feuerlöschers eine Rolle und welche Rolle spielt das Alter des Feuerlöschers für die Wartungskosten? Welche Kosten verursacht der Austausch des Löschmittels?

Die Instandhaltung eines Feuerlöschers kostet im Durchschnitt bei einem seriösen Dienstleister zwischen 15 und 25 Euro. Hier kommt es natürlich auf die Anzahl, Art und Größe der Feuerlöscher an. Zum Beispiel wird ein zwei Kilogramm schwerer CO2-Löscher immer günstigere Prüfkosten verursachen als ein 12 Kilogramm schwerer Pulverlöscher. Denn bei einem solchen Pulverlöscher benötigt man in der Regel 15 Minuten Arbeitszeit, während man für den CO2-Löscher nur halb so viel Zeit braucht. Natürlich spielt auch das Alter eines Feuerlöschers eine Rolle, da verschiedene Löschmittel ein Ablaufdatum haben, das die Lebensdauer des Feuerlöschers weit unterschreitet. So müssen beispielsweise Schaummittel je nach Hersteller alle sechs bis zehn Jahre ausgetauscht werden. Bei einem Austausch des Löschmittels kann der Preis je nach Löschmittel sehr stark schwanken. Ich gehe mal von einem 6-Liter-AB-Schaumlöscher aus. Dabei betragen die Kosten etwa 30 bis 45 Euro.

 

Für einen Pulverlöscher braucht der Profi 15 Minuten Prüfzeit

Kosten für die Wartung eines Feuerlöschers sind bei der Firma Raab Feuerschutz GmbH sehr transparent. Je nach Art, Größe und Alter des Geräts gibt es Preisspannen, die Bernd Heißler seinen Kunden bekannt gibt. Nur sachkundige Personen dürfen die zahlreichen Prüfarbeiten an Feuerlöschern durchführen, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Dazu gehört die Prüfung auf Korrosion ebenso wie die der Kunststoffteile auf Brüche, Verformungen oder Risse. Nur wenn wirklich alles stimmt, klebt das Team der Firma Raab Feuerschutz einen Instandhaltungsnachweis auf das Gerät.

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