Wie man die eigene Hochzeit immer wieder erleben kann

Veröffentlicht am 31 März 2020 von Verena Arnold
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Die Hochzeit ist der schönste Tag im Leben – und dabei voll mit Programm. Der Gang in die Kirche, der Ringtausch, der erste Tanz, das Anschneiden der Hochzeitstorte, ein Highlight jagt das andere. Es gibt so viele Eindrücke und emotionale Momente, dass es dem Brautpaar unmöglich ist, alles bewusst zu erleben und wahrzunehmen. Die Aufgabe eines Hochzeitsfotografen ist hierbei, alle noch so kleinen Augenblicke einzufangen und für das Brautpaar festzuhalten. Wenn diese dann im Nachhinein die Bilder betrachten, werden sie das Gefühl haben, ihre Hochzeit nochmal erleben zu können – und entdecken gleichzeitig immer neue Details auf den Fotos, die ihnen an dem Tag entgangen sind und sie zum Lächeln bringen.

Yannick Beckmann wurde 1992 im schönen Wuppertal geboren und wohnt seit 2014 in Düsseldorf. Seine Leidenschaft für die Fotografie entwickelte sich 2009 mit der ersten Spiegelreflexkamera. Im Jahre 2012 konzentrierte er sich bereits fast ausschließlich auf die Fotografie von und mit Menschen und begann, die schönsten Momenten in Paarshootings und Hochzeiten festzuhalten. Die Fotografie betreibt er allerdings nur nebenberuflich. Hauptberuflich ist er für die Informationssicherheit in einem mittelständischen Unternehmen verantwortlich, ein eher unkreativer Job. Den Schritt in die vollständige Selbstständigkeit möchte er bewusst nicht gehen. Fotografie ist etwas, was ihm sehr viel Freude bereitet und damit das auch so bleibt, beschloss er, nur eine begrenzte Anzahl an Jobs pro Jahr anzunehmen. Auch die Chemie zwischen ihm und seinen Paaren muss stimmen, damit die Bilder etwas Besonderes werden.

Wie viele in der Branche hat auch Yannick Beckmann keine Ausbildung oder ein Studium in der Richtung und nicht einmal etwas Kreatives gelernt. Aber vielleicht war auch genau das der Grund für ihn, sich als Ausgleich etwas Kreatives und neue Herausforderungen zu suchen. Sein Unternehmen existiert seit knapp acht Jahren, seit 2012 in Düsseldorf. In der Regel wird er im Umkreis von knapp 200 km um seinen Standort gebucht. Er begleitet aber auf Wunsch auch Hochzeiten in ganz Deutschland und durfte schon mehrfach bei Hochzeiten auf Mallorca oder in Italien sein. Er arbeitet den Großteil alleine, nur für größere Aufträge und Hochzeiten arbeitet er mit erfahrenen Kollegen zusammen. Es ist wichtig, sich blind auf die Kollegen verlassen zu können, sich nicht gegenseitig im Bild zu stehen und doch alle Momente aus mehreren Blickwinkeln festhalten zu können.

Unser Interviewpartner ist Hochzeitsfotograf Yannick Beckmann

 

Yannick, du bist als Hochzeitsfotograf in Düsseldorf tätig. Weshalb hast du beschlossen, dich als Fotograf speziell auf Hochzeiten zu konzentrieren? Was macht dich als Fotograf aus?

Es ist die Arbeit mit Menschen, die mir besonders viel Spaß macht und mich immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Jede Hochzeit ist einzigartig und die Momente einmalig. Ich bin immer auf der Jagd, die Emotionen einzufangen und für die Ewigkeit festzuhalten. Ich werde von meinen Paaren immer herzlich aufgenommen und unter die Gäste gemischt. So entstehen ungestellte Fotos, nicht nur des Paares, sondern auch aller Gäste. Wenn man sich später die Fotos wieder anschaut, hat man das Gefühl, den Tag noch einmal erleben zu dürfen.

 

Welche Momente versuchst du, als Fotograf auf einer Hochzeit einzufangen? Auf welche Details achten Brautpaare in der Regel vor allem? Wie schaffst du es, die Wünsche deiner Paare umzusetzen?

Ich gebe alles dafür, die schönen und emotionalen Momente auf einer Hochzeit einzufangen. Auf der Hochzeit sind das zum Beispiel das erste Aufeinandertreffen von Braut und Bräutigam, das Ankommen und Begrüßen der Gäste, die Ringübergabe, der Kuss und ganz wichtig die Freudentränen der Familie und Freunde. Wichtig ist meinen Paaren neben den eigentlichen Momenten, auf denen sie selbst zu sehen sind, auch solche Dinge einzufangen, die sie selber als Brautpaar gar nicht so wahrnehmen an ihrem Tag. Es gibt so viel Freude, gute Laune, und erwachsende Menschen, die plötzlich Bobbycar-Rennen fahren, ohne dass sie als Brautpaar das mitbekommen. Diese teilweise bisher unbekannten Momente im Anschluss zu sehen, zaubert den Paaren ein großen Lächeln ins Gesicht.

 

Mit welcher Kamera arbeitest du? Auf welche Funktionen dieser Kamera greifst du besonders häufig zu? Mit welchen Bildbearbeitungsprogrammen arbeitest du?

Ich persönlich habe mich entschieden, mit zwei Kameras von Canon zu arbeiten, einer EOS 1DX und einer EOS 5D Mark III. Diese bieten mir aufgrund der guten Lichtempfindlichkeit die besten Voraussetzungen, um auch in dunklen Locations schöne Momentaufnahmen ohne Blitz machen zu können. Dazu kommen einige lichtstarke Festbrennweiten von Canon und Sigma. Die Technik spielt für mich aber nur eine nebensächliche Rolle, heutzutage kann man mit fast allen professionellen Kameras super Fotos machen. Der Blick für die Momente, die Bildkomposition und das Spiel mit dem Licht machen den wohl wichtigsten Teil meiner Bilder aus. Seit 2019 setze ich auch eine Fotodrohne ein, wenn die Location dies ermöglicht. Dies lässt mich ganz neue Perspektiven einnehmen. Aber diese Aufnahmen bilden eher die Ausnahme. Für die Bearbeitung und Organisation nutze ich Adobe Lightroom und Photoshop.

 

Wie verläuft die Zusammenarbeit mit dir als Hochzeitsfotograf? Welche Vorbereitungen sind notwendig? Wie gehst du während der Trauung und der Feier vor?

Nach dem ersten Kontakt, der in der Regel per Mail oder Telefon erfolgt, treffe ich mich mit den Paaren persönlich, um die Details der Hochzeit zu besprechen und mehr über die Hintergründe zu erfahren. Das persönliche Kennenlernen ist mir und den Paaren besonders wichtig, um mich auf der Hochzeit unauffällig unter die Gäste mischen zu können. Da ist es sehr hilfreich, wenn die Chemie stimmt. Und sollte sich ein Paar nach dem Vorgespräch dann doch einmal gegen mich entscheiden, ist das überhaupt kein Problem. Das bildet zum Glück die Ausnahme, aber so können beide Seiten sicherstellen, das es am Tag der Hochzeit nicht zu bösen Überraschungen mit dem Fotografen führt.
Während der Trauung verhalte ich mich sehr rücksichtsvoll, bewege mich vorsichtig, mache Bilder der Location, der Dekoration und der Details – selbstverständlich dürfen die Gäste und das Brautpaar nicht fehlen. Oft wurde ich vom Brautpaar nach der Trauung schon angesprochen, wo ich eigentlich war, da sie mich offensichtlich nicht wahrgenommen haben. Das ist wohl das größte Lob, was man in dieser Situation bekommen kann. Insbesondere wenn man sich den Großteil vor dem Brautpaar aufgehalten hat. Aber in diesem Moment ist das Paar so sehr auf sich und die Trauung fokussiert, dass sie alles um sich herum auszublenden scheinen. Wenn ich es schaffe, diese Situation auf den Fotos wiederzugeben, dann habe ich das Ziel erreicht!

Yannick Beckmann versucht sich auf Hochzeiten bewusst im Hintergrund zu halten

 

Auf der Jagd nach den Emotionen

Yannick Beckmann versucht sich auf Hochzeiten bewusst im Hintergrund zu halten und dennoch alle Momente mit seinen Kameras festzuhalten. Vor allem bei der Trauung selbst versucht er, die Situation und die Emotionen einzufangen, ohne vom Brautpaar bemerkt zu werden. Besonders wichtig ist ihm bereits vorab, dass er das Brautpaar kennenlernt und ihre Vorstellungen bespricht. Am Hochzeitstag selbst fotografiert er nicht nur seine Paare, sondern auch die Gäste und die Momente, die das Brautpaar vielleicht gar nicht wahrnimmt, weil es so viele Eindrücke gibt. Wenn es ihm gelingt, dem Paar ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, wenn sie die Bilder ansehen und diese die Emotionen des Tages widerspiegeln, dann hat er alles richtig gemacht.

Weitere Infos unter: schleier-und-fliege.com

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