Yoga macht frei für Begegnung

Veröffentlicht am 4 Februar 2020 von Verena Arnold
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In sich hineinhorchen, der Seele zuhören, zu sich finden – wir alle kennen wohl diesen dringlichen Wunsch, einfach innezuhalten, um sich selbst zu begegnen. Sinnsuche hat Konjunktur wie nie und Ratgeber hierfür gibt es massenweise auf dem Markt. Das schwierige ist nun jedoch dabei, die individuell richtige Methode zu finden, um aus einer Krise wieder herausfinden zu können. 

Christine Ranzinger hat das mit Yoga geschafft: “Ich ich bin so dankbar, dass ich in meinen jungen Jahren dem Ruf nach innerer Freiheit gefolgt bin”, erzählt sie uns im Interview: Dies sei – wie so oft bei vielen anderen Menschen – über eine persönliche Krise gegangen, die sie auch schließlich tief mit Yoga verbunden habe. 

Heute ist Christine Yogalehrerin und in ihrer Heimatstadt München aktiv – und dies bereits seit Anfang der 80er. Mittlerweile hat sie auch einige Bücher über Yoga und Meditation geschrieben. Und weil sie so gerne in der Welt herumreist, gibt sie auch immer wieder Yoga-Retreats in Österreich oder begleitet Yogareisen. Ihr erster Beruf sei übrigens Übersetzerin gewesen, verrät uns Christine noch, da sie schon immer gerne viel geschrieben und mit Worten experimentiert habe.   

Unsere Interviewpartnerin Christine Ranzinger ist Yogalehrerin

 

Christine, wie hast du zum Yoga gefunden – oder besser gesagt, wie hat Yoga dich gefunden? Welchen Einfluss hat Yoga auf dein Leben bisher gehabt? Kannst du dir ein Leben ohne Yoga vorstellen? Was hilft dir in stressigen Momenten und was ist deine Vision als Yogalehrerin?

Ich kann mir ein Leben ohne Yoga eigentlich nicht mehr vorstellen. Es ist einfach zu einem Teil meiner Persönlichkeit geworden. Bei mir Zuhause lasse ich die Yogamatte stets aufgerollt liegen, damit ich in stressigen Momenten, wenn mich etwas ärgert oder traurig macht, zum Beispiel mit einer ausgiebigen Entspannung (Yoga Nidra) oder Yin Yoga wieder in meine Mitte finde. Yoga fand mich – ich mag deine Formulierung –, und zwar Mitte der 80er Jahre, als ich erkannte, dass mir ein Nine-to-five-Job überhaupt nicht liegt und mir die Luft zum atmen nimmt, und auch weil ich durch die Körperhaltungen des Yoga so gut in meine Mitte und in meine Erdung fand. Im Lauf der Jahre hat sich die Praxis mehr in Richtung Yin Yoga und Meditation verlagert.

Eines meiner Hauptanliegen war immer schon „Yoga für Frauen“, weil wir einfach eine andere Art des Übens brauchen als Männer, die mehr in Richtung Kreativität und Anerkennung unserer Rhythmen (Menstruation, Wechseljahre…) ausgerichtet ist. Und ich wünsche mir Freiheit und Toleranz, eine Yoga-Welt, in der es nicht nötig ist, jede neue Erkenntnis mit einer neuen Marke zu sichern. Yoga ist ein Zustand – und all die Yogawege können die Türe in diesen Zustand hinein öffnen. Die Praxis und das Unterrichten von Yoga bringt mir eine grundlegende Zufriedenheit – einen realen, inneren Frieden, der immer da ist. Weißt du, ich wünsche mir einfach aufrechte Menschen, offen, ohne Angst, frei für Begegnung. Frei sein, wo immer ich bin und in Frieden mit mir und der Welt. Glücklich ohne Grund. Dass wir uns alle fragen, was wir heute tun können, dass unser schöner Planet auch in 300 Jahren noch existiert, und wir in uns gehen, reflektieren, wie unser Beitrag dafür aussehen könnte.

 

Welche Kurse und welche Workshops bietest du an? An wen genau richtet sich dein Kursangebot? Welcher Yogastil wird bei dir unterrichtet und woher weiß ich überhaupt, welcher Yogastil am besten zu mir passt?

Ich habe in München einige fortlaufende Kurse, – Yin + Yang Yoga, und Female Yoga. Jede/r ist willkommen. Außerdem gebe ich Einzel-, Aus- bzw. Weiterbildungen im Bereich Yin Yoga und Yoga Nidra und intensive Yoga-Retreats, die auch gerne von YogalehrerInnen als Weiterbildung wahrgenommen werden. Grundsätzlich empfehle ich eine Probestunde anzuvisieren, um herauszufinden, ob die Lehrerin und der vermittelte Stil zu dem passt, was gebraucht wird. In meinen Kursen sind überwiegend Frauen zwischen 30 und 70. Und im Female Yoga sind immer wieder Frauen mit Kinderwunsch, und ich freue mich, dass es so oft „klappt“.

 

Welche Ausstattung und welche Kleidung muss man für seine eigene Yoga-Praxis anschaffen? Welche Ausstattung braucht ein Anfänger? Stellst du Matten und sonstiges Yoga-Zubehör zur Verfügung oder muss man von Anfang an sein eigenes Yoga-Equipment mitbringen?

In meinen Kursen sind Matten und Equipment vorhanden. Am Anfang ist aus meiner Sicht die eigene Yogamatte und bequeme Kleidung völlig ausreichen – und am besten auch gleich ein Yogakurs, in dem man sich Zuhause fühlt.

 

Was genau sind eigentlich Yoga-Retreats und für wen sind Yoga-Retreats gedacht? Was ist Ziel und Zweck eines Yoga-Retreats? Braucht man auch ein Yoga-Retreat, wenn man regelmäßig meditiert, Yoga ausübt und Achtsamkeit betreibt?

Yoga Retreats sind aus meiner Sicht eine wunderbare Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit die Batterien wieder aufzuladen und nachhaltig zu regenerieren. Ich selbst mache jedes Jahr eines mit – oft im Rahmen meines privaten Yoga-Retreats während meiner 3-monatigen Auszeit in Indien, manchmal auch in Europa. Gerade wenn bereits eine regelmäßige Praxis vorhanden ist, kann das passende Yoga-Retreat eine wunderbare Vertiefung der eigenen Praxis mit sich bringen. Yoga-Retreats sind Auszeiten für sich selbst, um den Ruf der Seele wieder zu spüren oder vertieft zu spüren, um Impulse zu setzen, die sich in den Alltag transportieren lassen.

Christine bietet einige fortlaufende Kurse, – Yin + Yang Yoga, und Female Yoga an

 

Ein Leben für Yoga

Yoga ist über die Jahre ein fixer Bestandteil in Christines Leben geworden, den sie nicht mehr missen möchte. Durch die verschiedenen Techniken schafft sie es immer wieder, ihre Balance zu finden und sich einfach frei und glücklich zu fühlen. Neben Meditation, Yin Yoga und regelmäßigen Yoga-Retreats ist ihr Yoga für Frauen ein besonderes Anliegen, da diese ganz eigene Bedürfnisse haben, auf die sie in ihren Kursen gerne eingehen möchte. 

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