YOGA meets YOU!

Veröffentlicht am 10 Mai 2020 von Verena Arnold
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Yoga bedeutet übersetzt „Vereinigung, Verbindung“ und ist im weiteren Sinne schlicht als „Einheit/Harmonie“ zu verstehen. Yoga ist sowohl eine rund 5000 Jahre alte indische Philosophie als auch ein praktisches Übungssystem. Es befasst sich mit astrologischen Konstellationen, Anwendungen, dem Prinzip der Gelegenheit, Übungswegen zur Erlangung von Befreiung, meditativen Zuständen ohne Gedanken, sowie körperlichen und geistigen Übungen, die dahin führen sollen. In der Geschichte des Yoga entstanden ein Vielzahl verschiedener Traditionen. Sie lehren Yoga in unterschiedlichen Ausprägungen. Alle Traditionen verfolgen das Ziel, Menschen an ihre göttlich-universelle Kraft wieder anzubinden und die Selbstverwirklichung zu erlangen. Heute liegt der Schwerpunkt für viele Yoga-Übende auf den positiven gesundheitlichen Wirkungen des Yoga und Yoga-Kurse erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. 

Keshava Peter Weitgasser ist 53 Jahre alt und kommt aus Salzburg. Er ist ein ehemaliger Yoga Mönch (Swami Keshavananda) und vormaliger Innenarchitekt. Seit 1998 praktiziert, lebt und verinnerlicht er den klassischen Yogastil. Zugang zum Yoga fand er nach einem Burnout mit dem Buch „Autobiographie eines Yogi von Paramahamsa Yogananda“. Er war 13 Jahre als Innenarchitekt tätig, bis er durch den Burnout eine Zeit in Zurückgezogenheit und Innenschau verbrachte. Ihm wurde bewusst, dass er das Leben bisher wie in einem Hamsterrad verbracht hatte und nur auf den äußeren Materialismus und die Gier nach Geld fixiert war. Alkohol und Zigaretten war er sehr zugeneigt und so knapp davor, wie seine Mutter zu enden, die als Alkoholikerin mit 60 Jahren an Herzversagen verstarb. Ein Astrologe teilte ihm mit, Yoga oder Chi Gong zu praktizieren. 

Nach einem intensiven Traum, der ihm zur Wahl stellte, so wie bisher weiterzumachen oder in eine neue Unbekannte zu gehen, meldete er sich 1999 zu seinem ersten Yoga-Kurs an. Von da an besuchte er noch weitere Kurs und auch einen Meditationskurs und machte im Jahr 2000 die Yogalehrer-Ausbildung. Angetan von der Lebensweise und auch als Anker in der Not, blieb er für weitere 16 Jahre und wurde im Jahr 2008 zum Yoga Mönch eingeweiht. Er lernte Hatha Yoga in der Tradition von Swami Sivananda, Yoga Vedanta Philosophie, Ayurveda und die indische Wissenschaft der Kunst des Bauen namens Vastu in der größten Yoga Organisation. Er verbrachte viel Zeit im Ashram und auch in Indien, wo er für organisatorische Dinge und für den Yoga- und Philosophie-Unterricht verantwortlich war. Er unterstützte und unterrichtete Tausende von Yogastudenten während ihrer Yogalehrer-Ausbildungen und in Yoga Retreats auf der ganzen Welt. Er war über 30 Mal in Indien, hat dieses Land von Anbeginn an lieben gelernt und dabei jedes Mal ein Gefühl des Nach-Hause-Kommens erfahren.

Seit dem Jahr 2000 ist er zertifizierter Yogalehrer und bei der Yoga Alliance (RYT) registriert. Im Jahr 2016 gründete er mit seiner Lebenspartnerin Samira YOGA meets YOU. Sie unterrichten vorwiegend in Yoga Retreats und geben Yogastunden in Lochau am Bodensee, Workshops in Yoga-Schulen und Online-Yoga-Classes. Der Unterrichtsstil von Keshava ist natürlich, erfrischend und dynamisch. Seine Erfahrung als Yogalehrer wird während des Unterrichts geschätzt – er gibt genaue Anweisungen, wie Asanas ausgeführt werden sollen und korrigiert allfällige Fehler. Seine Intuition und Sensibilität für individuelle Bedürfnisse schaffen eine unterstützende und angenehme Lernumgebung und machen jede Yoga-Klasse zu einem Erlebnis. Er ist ausgebildeter Meditations- und Yogaphilosophielehrer, ein Experte in Kirtan- und Mantrasingen und spielt mit Hingabe verschiedene Instrumente wie Harmonium, Tabla und Zimbeln.

„Peters langjährige Yoga-Erfahrung wird spürbar, wenn er genauestens darauf achtet wie einzelne Asanas ausgeführt werden, korrigiert und Yogastunden kurzerhand umplant, wenn er merkt, dass die Teilnehmer etwas anderes brauchen.“ – Kristina T., Germany

Unsere Interviewpartner und Yogalehrer Keshava Peter Weitgasser

 

Peter, du bist seit dem Jahr 2000 als Vollzeit-Yogalehrer tätig. Zuvor warst du Yoga Mönch. Was versteht man hierunter und inwiefern hat dein Dasein als Yoga Mönch deinen Lebensweg beeinflusst? Was bedeutet Yoga für dich?

Das ist eine von Mönchen und Nonnen praktizierte religiösen Lebensform mit heilsamen, asketischen Idealen. „Nivritti“ ist dabei zentral – weltlichen Zielen entsagend und ganz spirituell lebend. Dieser Weg entspricht dem Ideal des Sannyasin, der alles hinter sich lässt, um sich ausschließlich seiner spirituellen Entwicklung zu widmen. Damit tritt er im altindischen Verständnis „aus der Welt“ und allen Verpflichtungen heraus. Bereits in vielen alten Kulturen gab es Verhaltensweisen und Anforderungen an ausgewählte Personen, die die Methoden und Wege des Mönchtums vorwegnahmen und übernommen haben.
Yoga gehört mit seinen geistigen und körperlichen Übungen der Enthaltsamkeit und Konzentration dazu. In der mystischen Lehre des Yoga sollen vor allem Meditation und Askese den Menschen vom Gebundensein an die Last des Körperlichen befreien und die Vereinigung des Individuums mit dem unendlichen Universum ermöglichen. Die vielen verschiedenen Formen von Yoga mit ihrer eigenen Philosophie und Praxis legen teils meditativ ihren Schwerpunkt auf die geistige Konzentration und vollkommene Versenkung, teils eher auf körperliche Übungen oder die Askese.
Ein Mönch kann allein als Einsiedler (Eremit), als Anachoret leben – entweder abgeschlossen für sich in der Nähe der menschlichen Siedlungen oder weit weg in der Wildnis der Wälder oder in der Einsamkeit der Wüste. Andere Mönche, die sogenannten Koinobiten, führen ein mehr oder weniger zurückgezogenes „gemeinsames Leben“ (= griechisch koinos bios) in Klöstern oder Ashrams.

 

Welche verschiedenen Yogakurse sind bei YOGA meets YOU verfügbar? Welche speziellen Workshops gibt es? Inwiefern stehen die Kochworkshops mit den Yogakursen im Zusammenhang?

YOGA meets YOU organisiert authentische Yoga Urlaube, Yoga Ferien und Yoga Kurse an besonderen Kraftplätzen.
Wir leben und praktizieren selber jeden Tag „authentisches und ganzheitliches Yoga“ und möchten bleibende Gesundheit durch die positiven Wirkungen der Hatha Yoga Asanas, der Pranayama Techniken und der Meditation näher bringen. Sowohl im Yoga Urlaub, in den Yoga Ferien oder in den Yoga Kursen über einen kürzeren oder längeren Zeitraum begleiten wir dich mit unserem ganzen Herzen ein Stück auf deinem Lebensweg.
Yoga ist ein traditioneller Weg zu einer gesunden Lebensführung, eine „exakte Wissenschaft, ein perfektes, praktisches System der Selbstbildung“ – Swami Sivananda
Dank unseres Yoga Meisters Swami Sivananda, welcher das Yoga für alle Menschen zugänglich machte, unabhängig von Alter, Status oder Ort und wesentlich zur Verbreitung des Yoga im Westen beitrug, dürfen wir in seinem Namen heute dieses praktische System an dich weitergeben. Swami Sivananda fasste dieses System in fünf einfache Prinzipien, nach denen wir das Yoga mit den Teilnehmern praktiziere und lehren:
1. Richtige Körperübungen
Asanas erhöhen die Beweglichkeit von Wirbelsäule, Gelenken, Muskeln, Bändern und Sehnen. Sie stimulieren den Kreislauf, massieren die inneren Organe und regen diese in ihrer Funktion an.

2. Richtige Atmung – Pranayama
Die Yoga-Atmung verbindet den Körper mit seiner Batterie, dem Solar Plexus, wo enorme Energiereserven gespeichert sind.

3. Richtige Entspannung – Savasana
Wenn Körper und Geist ständig überanstrengt werden, verlieren sie ihre Leistungsfähigkeit und die Gesundheit wird beeinträchtigt. Ein paar Minuten physischer, geistiger und spiritueller Entspannung, wie sie in einer Yoga-Stunde zu erfahren sind, helfen dem Wohlbefinden.

4. Richtige Ernährung
Yoga empfiehlt eine lakto-vegetarische Ernährung.

5. Positives Denken – Vedanta & Meditation – Dhyana
Durch die Kontrolle des Geistes werden negative Gedankenwellen aufgelöst und tiefer innerer Frieden erfahren.

Integrales Yoga – Die 4 Yogawege

Karma Yoga
ist der Weg der Handlung und entspricht dem aktiven Temperament. Durch selbstloses Handeln, ohne an Erfolg oder Lohn zu denken, wird das Herz gereinigt und das Ego geläutert. Karma Yoga ist die beste Vorbereitung auf die Praxis der stillen Meditation.

Bhakti Yoga
ist der Yoga der Hingabe und entspricht der emotionalen Natur. Durch Gebet, Verehrung und Ritual richtet sich das Bewusstsein auf das Göttliche als eine Verkörperung von Liebe. Mantrasingen ist ein wesentlicher Teil von Bhakti Yoga.

Raja Yoga
ist die Wissenschaft der körperlichen und geistigen Kontrolle. Die Asanas (Yogastellungen) und Pranayamas (Atemübungen) des Hatha Yoga sind ein wichtiger Teil dieses Yogaweges. Die Hauptpraxis des Raja Yoga ist die stille Meditation, in der körperliche und geistige Energien allmählich in spirituelle Energien verwandelt werden.

Jnana Yoga
ist der Yoga der Weisheit oder des Wissens und entspricht dem intellektuellen Temperament. Durch die analytische Selbstbetrachtung der Vedanta-Philosophie wird die eigene Natur erforscht mit dem Ziel, das höchste Selbst in sich und in anderen zu erkennen.

Kochworkshops: yogisch gesund, vegetarische Ernährung und Ayurveda
Die Nahrung, die wir zu uns nehmen, die Luft, die wir atmen, die Dinge, die wir hören, sehen, fühlen und berühren, machen unsere Umwelt aus. Diese wiederum beeinflusst und formt in hohem Maß unsere innere Welt. Wir sind buchstäblich, was wir zu uns nehmen.
Die yogische Ernährung ist gesund, traditionell lakto-vegetarisch bestehend aus Getreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen, Samen und Milchprodukten. In kleinen Kochworkshops zeigen wir dir tolle Ideen und Tricks wie du schnell und raffiniert mit frischen Produkten, Gewürzen und Kräutern gesunde, ausgewogene Gerichte zubereiten kannst.
„Der Mensch ist, was er isst.“ sagt ein Sprichwort.
Was wir uns „einverleiben“, wird zum Teil unseres Körpers. Jedoch erkannten die Yogis schon vor langer Zeit, dass die Art, Qualität und Menge der aufgenommenen Nahrung nicht nur den physischen Körper nährt und formt, sondern auf subtilere Weise auch den Astralkörper und damit Geist und Gefühle des Menschen beeinflusst. Das ganzheitlich ausgerichtete Konzept der Yoga-Ernährung zielt auf die Reinigung, Stärkung und Entwicklung aller Ebenen unseres Menschseins. Während die meisten anderen Ernährungssysteme sich auf die körperlichen und chemischen Wirkungen der Ernährung konzentrieren, berücksichtigt die Yoga-Ernährung auch die geistig-seelischen Aspekte unserer Nahrungsmittel.
Die wenigsten Menschen sind sich bewusst, dass die Art unserer Ernährung Einfluss auf unsere Konzentrationsfähigkeit, auf die Klarheit unseres Denkens, auf das seelische Befinden, auf Ausgeglichenheit und Reizbarkeit hat. So werden beispielsweise Zwiebel und Knoblauch allgemein als gesunde Nahrungsmittel betrachtet, während diese in Yoga wegen ihrer problematischen Auswirkungen auf den Geist abgelehnt werden.
Um die geistig-seelischen Wirkungen der Nahrung zu verstehen, wollen wir einen Blick auf die Philosophie der drei Eigenschaften der Natur werfen. In der Yoga-Philosophie wird der manifestierte Kosmos als ein Zusammenwirken von drei unterschiedlichen Qualitäten beschrieben. Diese Qualitäten oder Eigenschaften werden als Gunas bezeichnet:
•  Sattva steht für das reine, klare, ausgewogene Prinzip, für Harmonie, Frieden und Ausgeglichenheit.
•  Rajas ist das Erregende, sich Verändernde, das Leidenschaftliche, die Gier und die Unruhe.
•  Tamas ist der Aspekt der Finsternis, der Unwissenheit. Tamasig ist die Unklarheit, die Trägheit, alles Verdorbene und Unreine.
Die drei Gunas sind subtile Muster, ein „energetischer Archetyp“, welcher allen stofflichen und nichtstofflichen Manifestationen zugrunde liegt. Die Yoga-Philosophie besagt, dass das Überwiegen einer Guna in unserem Leben ganz bestimmte Folgen hat. Das Überwiegen von Sattva führt zu freudvollen Erfahrungen, zu Frieden und Harmonie im Leben. Das Überwiegen von Rajas führt zu Leiden auf der seelischen, psychisch-emotionalen und auf der geistigen Ebene. Das Überwiegen von Tamas führt zu Leiden primär auf der physischen und energetischen Ebene.
Alle Yoga-Techniken streben das Erhöhen des Sattva an. Asanas erhöhen Sattva, Pranayamas erhöhen Sattva, Meditation erhöht Sattva. Andererseits wirkt etwa bestimmte Musik rajasig, und negative Gesellschaft oder Gespräche können Tamas vermehren. Auch mit der Nahrung können wir beeinflussen, welche der drei Qualitäten wir in unserem Leben stärken.
Wenn wir wissen, welche Art von Nahrung welche Eigenschaft enthält und stärkt, so können wir durch Anpassen des Speiseplanes allmählich zu mehr Sattva und damit zu mehr Freude, Harmonie und Gesundheit finden. Betrachten wir jetzt die drei Gunas im Einzelnen:

1. Sattva
Die Sattva-Nahrung lässt unseren Geist klar und ausgeglichen werden, kräftigt den Körper und hält ihn gesund und beweglich. Sattva-Nahrung ist rein, vollwertig, leicht verdaulich und von Natur aus schmackhaft. Sie bringt dem Körper frische Energie und lässt den Menschen seine Talente und Fähigkeiten voll entfalten. Die Sattva-Qualität herrscht in der Yoga-Nahrung vor. Man findet sie in den folgenden fünf Nahrungsmittelgruppen:
a.  Vollkornprodukte wie Vollkornbrot und Vollkornnudeln, Vollreis, Hirse, Buchweizen, Dinkel, Grünkern und Gerste.
b.  Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen, Erbsen und Sojaprodukte wie Tofu – diese müssen jedoch gut gekocht werden, um leicht verdaut werden zu können.
c.  Gemüse gekocht und roh. Im rohen Gemüse ist am meisten Prana, Lebensenergie, vorhanden. Es ist empfehlenswert, verschiedene Gemüsesorten zu essen, um ein großes Spektrum an Nährstoffen zu bekommen.
d.  Obst, ebenfalls bevorzugt in roher Form, sowie Obstsäfte.
e.  Milch und Milchprodukte. Bei bestimmten Erkrankungen (Asthma, Grippe) sollte man jedoch auf diese Nahrungsmittel verzichten.
Als sattvig gilt, die Nahrung ruhig und bewusst, im Geist der Dankbarkeit zu sich zu nehmen, langsam und gut zu kauen sowie nur mäßig viel zu essen. Es wird auch empfohlen, schweigend zu essen.

2. Rajas
Die Rajas-Nahrung stört unser geistig-körperliches Gleichgewicht, indem sie den Körper auf Kosten des Geistes ernährt. Rajas-Nahrung überreizt den Körper und erregt Leidenschaften. Der Geist wird unruhig und unkontrollierbar.
•  Scharfe Nahrungsmittel wie Gewürze, starke Kräuter, Senf
•  Stimulantien wie Kaffee und schwarzer Tee
•  Fisch, Eier
•  Süßigkeiten, Salz
•  Allgemein sehr intensiv – scharf, bitter, sauer oder salzig – schmeckende Nahrung
•  Sehr heiße oder sehr kalte Speisen
Es ist auch rajasig, hastig oder gierig zu essen, ungenügend zu kauen und zu viele verschiedene Nahrungsmittel bei einer Mahlzeit zu sich zu nehmen. Auch Sprechen und Lesen während des Essens wird als rajasig betrachtet.

3. Tamas
Tamasige Nahrung raubt dem Körper und Geist Kraft und Klarheit und macht uns träge. Die Abwehrkräfte des Körpers werden zersetzt und der Geist tendiert zu düsteren Empfindungen wie Neid, Ärger oder Habgier. Auch Depressionen und seelisches Ungleichgewicht können entstehen. Zu tamasiger Nahrung rechnet man:
• Fleisch
• Alkohol
• Zwiebel und Knoblauch
• fermentierte Lebensmittel wie Essig
• Pilze
• viele Drogen und Medikamente
Tamasig ist die Völlerei, das unachtsame Essen und der Tabakgenuss.

Wenn du versuchst, tamasige Lebensmittel zu vermeiden, rajasige Speisen zu reduzieren und dir vermehrt Nahrung der Sattva-Qualität zuzuführen, so wird davon nicht nur deine physische Gesundheit profitieren, sondern auch dein geistig-seelisches Befinden – Sattva-Nahrung macht den Menschen „als Ganzes“ gesünder!

 

Welches Equipment benötigt man, um Yoga zu praktizieren? Welche Utensilien legst du vor allem Anfängern nahe? Was gehört zu deiner Grundausstattung? Worauf kannst du keinesfalls verzichten?

Für Yoga-Stellungen, auch Yoga-Asanas genannt, gibt es keine Altersbegrenzung. Ob mit 5 oder 95 – man kann in jedem Alter praktizieren. Yoga-Asanas sind Körperstellungen, die langsam und meditativ ausgeführt werden. Bewusste Atmung spielt dabei eine große Rolle. Die Yoga-Stellungen stärken nicht nur den Körper, sondern wirken auch positiv auf Geist und Seele.
Das Lehrsystem ist grundsätzlich für jeden geeignet und kann individuell angepasst werden, sollten Einschränkungen vorliegen. Wir bieten Yogastunden für verschiedene Niveaus. Neben den Yoga Kursen stehen auch Philosophiekurse, Meditationseinführungen, Kirtan (Mantrasingen) sowie Ernährungs- und Ayurvedakurse auf dem Programm.
Meditatives Halten der Asanas und klassischen Variationen sind fester Bestandteil des Unterrichts. Eine Yogastunde besteht aus Aufwärmübungen (Sonnengebet) und Dehnübungen (Asanas). Dadurch werden körperliche Verspannungen gelöst sowie Kraft, Ausdauer und Flexibilität entwickelt. Atemübungen (Pranayama) laden die Energiespeicher wieder auf. In der abschließenden Tiefenentspannung können Körper und Geist wirksam entspannen – eine dringende Notwendigkeit für einen gesunden und leistungsfähigen Organismus.
In allen Kursen lernt man, den Körper wieder zu spüren, durch tiefere Atmung gelassener zu werden und durch Entspannung Leichtigkeit ins Leben zu bringen. Unterstützt von engagierten Lehrern lernt man im eigenen Tempo Sonnengebet, Asanas (Yogastellungen), Atemübungen und die Kunst der richtigen Entspannung.
Dazu bekommt man einen Einblick in die „fünf Punkte“ – die wichtigsten Yoga-Grundsätze für den Alltag.
Man erfährt, wie der eigene Körper und Geist tief entspannen, man dabei neue Kräfte tankt und Muskelkraft und Flexibilität aufbaut. Bewusstes Atmen öffnet wie von selbst den Zugang zur eigenen inneren Energiequelle.

Was anziehen?
Einfach bequeme, lockere Sportkleidung mitbringen, Garderoben sind vorhanden.

Was noch?
Beim ersten Mal bitte 20 Minuten vor Stundenbeginn da sein. Bring gerne die eigene Yogamatte mit oder nutze unsere Yogamatten und Decken.


Um die optimale Yoga-Wirkung zu erfahren: Zwei bis drei Stunden vor der Yogastunde nichts Schweres essen.
Damit alle richtig abschalten können, bitte Handys ausschalten.
Und damit nichts kaputt geht, bitte Brille oder Zerbrechliches während der Stunde im Hartschale-Etui aufbewahren.

 

Was ist das besondere am Hatha Yoga, den Pranayama Techniken und der Meditation? Welche Vorteile bringt die jeweilige Anwendung mit sich?

Aller Anfang ist leicht und schrittweise. Deswegen möchten wir dir eine Weisheit ans Herz legen, die Yogis schon seit Jahrtausenden leben: Mit Bewusstsein und Rücksicht auf den Körper zu üben. Regelmäßige Praxis und „Dranbleiben“ sind wertvoller als kurzlebiger Ehrgeiz. Es ist ganz normal, wenn anfangs noch nicht alles perfekt klappt. Zwischen-Entspannungen gleichen den Energiehaushalt schon nach jeder Übung aus. Bei gesundheitlichen Problemen oder Einschränkungen können alle Übungen an individuelle Bedürfnisse angepasst werden. bitte sprich uns gerne dazu an. Wenn man zu viel Dehnung spürt, kann man jederzeit auch früher aus den Stellungen herauskommen und entspannen  

Hatha Yoga-Stellungen oder Yoga-Asanas
“Asanas machen stark, befreien von Krankheiten und machen die Glieder geschmeidig.”  Hatha Yoga Pradipika

Wohltuende Wirkungen auf Körper, Geist und Seele
Yoga-Asanas machen Rückgrat und Gelenke beweglich und stärken Muskulatur, Drüsen und die inneren Organe. Der Körper wird gekräftigt, gestrafft und erhält seine ideale Form zurück. Die regelmäßige Praxis von Yoga-Asanas weckt ungeahnte Energiereserven und führt zu einem völlig neuen Körper-Wohlgefühl.
Die sanften Bewegungen haben darüber hinaus auch eine tiefe spirituelle Wirkung. Sie befreien von Ängsten und helfen, Vertrauen und positive Gelassenheit aufbauen.

Asanas – das perfekte Schmiersystem für den Körper
Richtige Körperübungen sind wie Schmieröl für Gelenke, Muskeln, Bänder und Sehnen – sie erhöhen die Beweglichkeit und kurbeln darüber hinaus den Kreislauf an. Yoga-Übungen wirken auf das ganze Wesen und können darin mit keinem anderen System verglichen werden. Eine Yoga-Asana (der Begriff Asana bedeutet feste Körperstellung) sollte immer für einige Zeit gehalten werden. Langsam und bewusst ausgeführt bringen die Asanas nicht nur körperliches Wohlbefinden, sondern sind auch geistige Übungen in Konzentration und Meditation.

Ein beweglicher Rücken – Schlüssel zu einem langen Leben
Yoga-Übungen konzentrieren sich zuerst auf die Gesundheit der Wirbelsäule. Die Wirbelsäule enthält das zentrale Nervensystem, das telegrafische System des Körpers. Als eine direkte Verlängerung des Gehirns unterstützt eine gesunde Wirbelsäule die Gesundheit des ganzen Körpers. Wenn man Flexibilität und Stärke der Wirbelsäule durch richtige Übungen erhält, wird der Blutkreislauf intensiviert, den Nerven die Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff gesichert und der Körper bewahrt seinen jugendlichen Zustand. Ein chinesisches Sprichwort sagt: “Wahrhaft, ein beweglicher Rücken garantiert ein langes Leben.“

Feinstoffliche Wirkungen auf Energiebahnen und Organe
Asanas arbeiten an der inneren Maschinerie des ganzen Körpers, besonders an Schlüsseldruckpunkten, die den chinesischen Akupunktur-Zonen entsprechen. Die Stimulation dieser Punkte erhöht den Fluss der Lebensenergie, des Pranas (Sanskrit) oder Qi (chinesisch).

Durch Asanas werden auch unsere inneren Organe massiert. Diese Massage regt den Kreislauf der Organe an, wodurch mehr Sauerstoff und lebenswichtige Nährstoffe zu diesen gelangen. Auch können Schlacken und Giftstoffe, die sich im Gewebe abgelagert haben so besser abtransportiert werden. Das Ausüben der Asanas hat demnach zur Folge, dass unsere inneren Organe besser funktionieren können.

Geisteskontrolle durch Asanas
Da Yogaübungen immer in Verbindung mit tiefer Atmung, Entspannung und Konzentration praktiziert werden, helfen die Asanas auch, geistige Kontrolle zu entwickeln. Der von Natur aus unruhige und ständig durch Sinneseindrücke erregte Geist wird zurückgezogen, von den Sinnesobjekten gelöst, von Zerstreuungen befreit und langsam unter Kontrolle gebracht.

Einführung in Pranayama
Die Wissenschaft des Hatha Yoga hat die Wechselwirkungen zwischen Atem und dem körperlichen, geistigen und seelischen Befinden des Menschen über lange Zeit untersucht und hat Techniken entwickelt, die diese Wechselbeziehung direkt nutzen – die Pranayamas.
Der Begriff Pranayama wird oft als Atemübung übersetzt. Treffender wäre es, von Pranayama als einer Energieübung zu sprechen – eine Energieübung, die sich der Atmung als Werkzeug bedient. Während die Atemübung sich auf das Trainieren der Atembewegung und das Stärken des Atemsystems konzentriert und damit eine notwendige Grundlage für Pranayama bildet, ist das Ziel des Pranayama die Veränderung unserer pranischen (energetischen) Struktur. Das Ziel der Pranayama-Übungen ist es, unseren Astralkörper (die Energiebahnen und Energiezentren) zu reinigen und die Energie zu balancieren.

Was ist Prana?
Prana mag als Luft, Sauerstoff oder Energie bezeichnet und betrachtet werden, aber es ist mehr als das. Es ist die „Idee“, die Substanz, die hinter dem physisch manifestierten Prinzip des Gases „Luft“, der Energie und hinter allem Leben wirkt. Es ist ähnlich wie mit dem Wind. Du kannst den Wind nicht sehen, aber du kannst seine Wirkung an der Bewegung der Wolken und der Bäume erkennen. Ebenso erkennst und spürst du Prana in den zahllosen Manifestationen des Lebens. Prana ist die Lebensessenz, die alle Bewegung, alles Leben, jeden Gedanken bewirkt und ermöglicht. Prana manifestiert sich als Geist, als Klang, als Energie, doch Prana selbst ist subtiler als diese. Prana durchzieht wie Äther unser gesamtes Dasein und formt unser Leben. Die Menge und Bewegung des Prana in uns und um uns bestimmt unser Leben. Unser Denken, unser Fühlen, die Weise, wie wir uns selbst und die Welt um uns wahrnehmen, ist eine Wirkung des Prana. Prana ist die Ursache, unser Denken und Fühlen ist die Wirkung. Yoga sagt, dass wir unser Prana verändern können. Und wenn wir unser Prana verändern können, so können wir auch unsere Welt verändern!

Die Bedeutung des Pranayama
Oft fühlen wir uns als Opfer, das zumeist in die Defensive gedrängt wird, und öfter reagiert als agiert. Man fühlt sich als Spielball der Gewalten, ohne sich bewusst zu werden, dass für diese Situation nicht nur die uns lenkenden und manipulierenden äußeren Kräfte verantwortlich sind, sondern auch unser Unvermögen oder mangelnde innere Kraft, in angemessener Weise auf die äußeren Faktoren zu reagieren.
Und nicht nur äußerer Art sind die uns manipulierenden Kräfte, meist reagieren wir automatisiert und werden zum Opfer unserer Süchte und Gelüste, fühlen uns beleidigt, werden wegen Kleinigkeiten wütend – und auf all diese Regungen scheinen wir keinen Einfluss zu haben. Es ist, als hätten unsere Gedanken und Gefühle ein Eigenleben, das sich unserer Kontrolle entzieht. Die Triebe und Gelüste, die Ängste, Aggressionen und Vorurteile scheinen stärker zu sein als wir. Wäre es nicht wünschenswert, dass wir stärker werden als diese Elemente?
In diesem Sinne, nämlich die innere Kraft zu wecken, sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen und damit auch die Verantwortung für das eigene Wohlergehen und die persönliche Entwicklung zu übernehmen, hilft das Stärken, Kontrollieren und Ausrichten der Prana-Bewegung durch Pranayama. Die Kontrolle über diese geheimnisvolle, alles durchdringende Essenz Prana vermag unser gesamtes Leben zum Positiven zu verändern.
Die Konzentrationsfähigkeit nimmt zu. Man vermag klar, scharf und konzentriert zu denken.
Die Abhängigkeit von äußeren Faktoren nimmt ab. Man ist nicht mehr Spielball des Wetters, der Gestirne und der Launen anderer Menschen.
Die Willenskraft nimmt zu. Die Ausdauer und innere Stärke werden erhöht.
Die innere Haltung wird ausgeglichener. Man fühlt sich mehr im Gleichgewicht und steht mehr „über den Dingen“. 

Die Lebensqualität erhöht sich. Das erhöhte Energieniveau bewirkt auf der physischen Ebene verbesserte Gesundheit, da alle Organe mehr Prana erhalten, und auf der psychischen Ebene ein stabiles Selbstbewusstsein und innere Kraft.

 

Es ist eine Frage der Energie und des kontrollierten und bewussten Einsetzens der Energie. Das Mittel, das Instrument, um dies zu bewerkstelligen, ist Pranayama. Die Bewegung des Geistes ist das Abbild der Bewegung des Prana. Der Geist ist eine Manifestation des Prana. Gelingt es dir, Prana zu verändern, so hast du deinen Geist und damit dein gesamtes Leben in der Hand. Pranayamas sind hochwirksamen Übungen zur Veränderung und Reinigung unserer gesamten Prana-Struktur. Pranayama bewirkt einerseits eine Vermehrung des Prana, was zu einer Stärkung von Geist und Körper führt, andererseits verbessert Pranayama den freien Fluss der Energie und hilft, Blockaden zu beseitigen. Beide Aspekte haben deutlich spürbare positive Auswirkungen auf unser gesamtes Befinden. Schließlich wirkt Pranayama auf die Balancierung und Harmonisierung subtilerer Aspekte unseres Geistes. So entsteht als Ergebnis ausdauernder Pranayama-Übung ein sich ständig vertiefender innerer Frieden, ein Gefühl des Ganzseins, des In-Seiner-Mitte-Ruhens.

YOGA meets YOU organisiert authentische Yoga Urlaube, Yoga Ferien und Yoga Kurse

 

Yoga unabhängig von Alter, Status oder Ort

YOGA meets YOU umfasst für alle Interessierten verschiedene Yoga-Urlaube, Yoga-Ferien und Yoga-Kurse, die online angeboten werden. Es werden unterschiedliche Yogastile integriert und das Konzept orientiert sich an den fünf Prinzipien Swami Sivananda. Diese bestehen aus den richtigen Körperbewegungen, der richtigen Atmung, der richtigen Entspannung, der richtigen Ernährung und positivem Denken. Auf diese Weise werden Gesundheit und Wohlbefinden gesteigert. Neben den Yoga Kursen stehen auch Philosophiekurse, Meditationseinführungen, Kirtan (Mantrasingen) sowie Ernährungs- und Ayurvedakurse auf dem Programm. In Kochworkshops lernt man die yogisch gesunde Ernährung, die auf einer lakto-vegetarischen Basis konzipiert ist. Denn man ist, was man isst und man kann sich nur rundum wohlfühlen, wenn man den Körper auch mit notwendigen Nährstoffen versorgt. Diese und viele weitere wertvolle Lehren lassen sich aus den verschiedenen Kursen ziehen.

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