Zart, edel, feminin – Goldschmiedearbeiten mit hohem Wiedererkennungswert  

Veröffentlicht am 17 Juli 2019 von Verena Arnold
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Kreativ, bunt und wunderschön – so bezeichnet Yvonne Sander-Biesecke ihre Wahlheimat Leipzig. Die 36-Jährige fühlte sich hier von der ersten Minute an zu Hause. Hier findet sie immer wieder aufs Neue die nötige Inspiration für ihre handgefertigten Schmuckstücke, die sie seit 2015 in ihrer eigenen Goldschmiedewerkstatt anbietet.

Ende des Jahres 2017 merkte Yvonne, dass sie mehr Aufträge bekam, als sie alleine bewältigen konnte. Mittlerweile beschäftigt sie fünf Mitarbeiterinnen. Von der klassischen Goldschmiedin, über freischaffende Künstlerinnen und Designerinnen ist alles dabei – jede Mitarbeiterin hat ihr eigenes Spezialgebiet.

Yvonne belegte ein Studium der Kunstgeschichte und ließ sich im Bereich Grafik/Design ebenso ausbilden wie in klassischer Goldschmiedekunst. Durch ihren breit gefächerten Werdegang entwickelte sie ein gutes Auge für Proportionen und Design, erlernte aber auch das fundierte Handwerk. Neben ihrer Werkstatt betreibt sie eine Galerie in der Südvorstadt, wo sie ihren Schmuck verkauft, der oft nur in Kleinserie produziert wird.  

Unsere Interviewpartnerin und Goldschmiedin Yvonne Sander-Biesecke

 

Du bist als Goldschmiedin tätig und leitest deine eigene Goldschmiede Wolkengold. Du schreibst auf deiner Webseite, dass dir bei deinen Schmuckstücken wichtig ist, dass Schmuck eine Seele hat. Wie setzt du dieses Ziel in die Tat um? Was ist das besondere an deinen Stücken?

Das kann man gar nicht so pauschal sagen. Oft ist es so, dass die Entwicklung von neuen Schmuckstücken ein recht langer Prozess ist, in dem das Stück wächst. Meistens habe ich ein Bild vor Augen, wie das Stück aussehen soll. Bei der Umsetzung merke ich dann, dass es etwas ganz anderes wird. Es kann sein, dass es mir anders besser gefällt und so entwickelt sich eine Eigendynamik. Bei Auftragsstücken beginnt dieser Prozess oft durch das Gespräch mit dem Kunden. Steht ein Anlass dahinter, zum Beispiel eine Verlobung? Gibt es bestimmte Vorlieben oder Sachen, die das Schmuckstück als Botschaft tragen soll? All das fließt dann in die Entwürfe und natürlich auch in das Schmuckstück mit ein. 

 

Welchen Schmuck fertigst du in deiner Goldschmiede an? Wie würdest du deinen Schmuckstil beschreiben? Welche Personengruppen möchtest du mit deinem Schmuck ansprechen?

Wir machen so ziemlich alles. Vorrangig sind es natürlich unsere eigenen Sachen, aber auch Eheringe und Verlobungsringe. Man kann bei uns auch seine Eheringe selber herstellen und wir fertigen nach Kundenwunsch an, sofern das natürlich umsetzbar ist. Meinen Schmuckstil würde ich als sehr klar beschreiben. Ich habe in letzter Zeit immer mal wieder über einen Slogan nachgedacht und bin dabei bei den Worten „zart, edel, feminin“ hängengeblieben. Ich finde, das trifft es ganz gut.

Ich versuche, unsere Schmuckstücke so tragbar wie möglich zu machen. Dabei behalte ich immer den Blick für das Besondere, für ein schönes Detail, wie zum Beispiel unsere facettierten Tropfen, die sich in vielen Varianten von Ohrringen wiederfinden. Insgesamt ergibt das einen recht zeitlosen Stil. Die Bandbreite unserer Kundinnen – von 25 bis zu 65 Jahren – bestätigt das. Einen direkten Fokus auf eine Personengruppe habe ich deshalb nicht. Mein Ziel ist es, den Frauen ein Schmuckstück anzubieten, das sie lange begleitet, das sie sowohl im Alltag als auch zu besonderen Anlässen gerne tragen. 

 

Mit welchen Gerätschaften arbeitest du in deiner Werkstatt? Welche Werkzeuge gehören zur Grundausstattung einer Goldschmiedin? Welche Materialien nutzt du, um deinen Schmuck herzustellen?

Natürlich gibt es Grundwerkzeuge wie Säge, Feile, Hammer und Feuer. Aber insgesamt finden sich in unserer Werkstatt gefühlt tausend Werkzeuge, die genutzt werden. Insofern ist es schwer, das einzugrenzen. Was die Materialien angeht, halte ich es so einfach wie möglich. Silber und Gold kommen zum Einsatz. Gold wird bei uns erst ab 14 Karat verarbeitet, dafür aber in allen Farbvarianten, also rot, rosé, weiß und gelb. Als Besatz gibt es bei uns in der Regel Edelsteine oder Perlen. Ziel ist es, ein Schmuckstück herzustellen, das eine sehr gute Qualität und eine lange Lebensdauer hat. Deshalb kommen Kompromisse wie Vergoldung oder Glasbesatz für mich nicht infrage.

 

Wie heben sich die Schmuckstücke, die bei Wolkengold hergestellt und verkauft werden, vom Schmuck anderer Juweliere und Goldschmiede ab? Was ist das besondere an den Stücken?

Das ist eine wirklich schwere Frage. Ich erfinde mit unserem Schmuck natürlich nicht das Rad neu. Aber die Resonanz unserer Kunden zeigt, dass wir einen hohen Wiedererkennungswert haben. Ich vermute, dass das mit unserem Namen zu tun hat. „Wolkengold“ ruft eigentlich immer eine Assoziation hervor und schafft die Verbindung zu unserem Schmuck. Trotzdem würde ich sagen, dass wir uns unabhängig davon von anderen in der Branche abheben. Ich persönlich halte nichts davon, Dinge ewig zu wiederholen, nur weil sie sich bei anderen gut verkaufen. Ich versuche, eigene Designs und eine Formsprache zu entwickeln, die ich persönlich mag und auch gerne trage. Meine Schwäche für teure und ausgefallene Sachen, unter anderem beim Kauf von Edelsteinen, hat einen großen Anteil daran. Umso mehr freue ich mich, dass es viele Frauen gibt, denen meine Schmuckstücke gut gefallen.

Es gibt Grundwerkzeuge wie Säge, Feile, Hammer und Feuer

 

Schmuckstücke für den Alltag und besondere Anlässe

Goldschmiedin Yvonne Sander-Biesecke hält nichts davon, Schmuckstücke ewig auf dieselbe Art zu gestalten, nur weil sie sich bei anderen gut verkaufen. Der Erfolg ihres Geschäfts „Wolkengold“ spricht dafür, dass sie damit bei ihren Kundinnen richtig liegt. Immer mit dem Blick für das Besondere schmiedet sie Silber oder Gold, versieht es mit Edelsteinen oder Perlen. Mit Hilfe unzähliger Werkzeuge verarbeitet sie die edlen Materialien zu klaren Schmuckstücken mit hohem Wiedererkennungswert. 

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